DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Reitschule in Bern ist immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen. 
Die Reitschule in Bern ist immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen. Bild: KEYSTONE

Die Reitschule will die Stadtpolizei zurück – was die Betreiber sonst noch fordern

11.09.2018, 01:3211.09.2018, 08:43

Im Streit um Polizeieinsätze bei der Reitschule in Bern haben die Betreiber des autonomen Kulturzentrums in einem offenen Brief von der Stadt Massnahmen für eine stärkere Kontrolle der Polizei gefordert. Sie werfen Polizisten Rassismus und Machtmissbrauch vor.

In dem in der Nacht auf Dienstag per E-Mail verbreiteten Schreiben verlangte die Mediengruppe der Reitschule vom Berner Parlament und der Regierung die Wiedereinführung der Stadtpolizei. Damit erlange die Hauptstadt die seit einigen Jahren an den Kanton abgegebene demokratische Kontrolle über Polizeieinsätze auf Gemeindeboden zurück, hiess es in der Mitteilung.

Weiter fordert die Reitschule dem Schreiben zufolge ein Verbot für den Einsatz von Gummigeschossen jeder Art auf dem ganzen Stadtgebiet. Zudem sollen eine unabhängige Ombudsstelle und eine ebenfalls unabhängige Untersuchungsinstanz für die Kantonspolizei geschaffen werden.

Die Vertreter des Kulturzentrums begründen ihre Forderungen mit aus ihrer Sicht unangemessenem Verhalten von Polizisten an Anlässen und Demonstrationen. Sie werfen den Ordnungshütern «rassistische, beleidigende und machtmissbrauchende Haltungen» vor.

Beschwerden diesbezüglich würden als «unglaubwürdig» abgetan. In dem Schreiben kritisierte die Reitschule erneut einen ungerechtfertigten Einsatz von Gummigeschossen auf Personen in Kopfhöhe und eine angebliche Behinderung von Filmenden. Sie publizierte dazu zwei Videos.

Immer wieder Zusammenstösse

Der kantonale Polizeidirektor Philippe Müller hatte vergangene Woche in einem Interview das Vorgehen der Polizei verteidigt und die Stadt Bern ebenfalls zum Handeln aufgefordert. Wenn Polizisten mit Flaschen und Eisenstangen attackiert würden, dann sei es vorbei mit Deeskalation, sagte der Freisinnige. Dann müssten sich die Beamten wehren. Mit Gummischrot könnten Angreifer auf Distanz gehalten werden. Von der Stadtregierung verlangte er eine klare Distanzierung von Gewalt gegen Polizisten.

In der Umgebung der Berner Reitschule kommt es immer wieder zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten vor allem aus dem linksautonomen Lager und der Polizei. Anfang September wurden dabei mehrere Menschen verletzt, darunter drei Polizisten. Die Polizei sagte, Polizisten seien bei einem präventiven Einsatz bei der Reitschule bedrängt und später unter anderem mit Flaschen beworfen worden. Die Betreiber der Reitschule erklärten ihrerseits, es bestehe der Verdacht auf eine gesuchte Eskalation seitens der Polizei. (sda)

Polizeieinsatz Reitschule

Video: watson

Bern: Krawalle am Samstag vor der Reitschule

1 / 10
Bern: Krawalle am Samstag vor der Reitschule
quelle: keystone / stringer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Über 300 Forellen aus Fischzuchtanlage in Benken gestohlen

Unbekannte haben über 300 Forellen aus zwei Weihern einer Fischzuchtanlage in Benken gestohlen. Der Fischereiverein See und Gaster, der die Anlage betreibt, hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Die Forellen hätten am (morgigen) Samstag verkauft werden sollen.

Der Präsident des Fischereinvereins, Christian Rudel, bestätigte einen Bericht der Linth-Zeitung. Mitglieder des Vereins hatten das Fehlen der Forellen am vergangenen Wochenende bemerkt. Inzwischen seien Hinweise eingegangen, man habe …

Artikel lesen
Link zum Artikel