Griechenland
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Turkey's research vessel, Oruc Reis, rear, anchored off the coast of Antalya on the Mediterranean, Turkey, Sunday, Sept. 13, 2020. Greece's Prime Minister Kyriakos Mitsotakis welcomed the return of a Turkish survey vessel to port Sunday from a disputed area of the eastern Mediterranean that has been at the heart of a summer stand-off between Greece and Turkey over energy rights. (AP Photo/Burhan Ozbilici)

Wo Erdgas blubbert, da locken Macht und Geld: Nach dem Streit zwischen der Türkei und Griechenland um Energierechte im Mittelmeer, ankert das türkische Forschungsschiff vor der Küste Antalyas. Bild: keystone

Athen und Ankara: System soll militärische Konflikte im Mittelmeer verhindern

Griechenland und die Türkei haben sich auf einen Mechanismus zur Vermeidung militärischer Zwischenfälle im östlichen Mittelmeer geeinigt.



Unter anderem solle eine «Hotline» eingerichtet werden, um Konflikte auf See und in der Luft zu vermeiden, teilte die Nato am Donnerstag nach mehrwöchigen Verhandlungen der beiden Alliierten in der Bündniszentrale in Brüssel mit.

«Ich begrüsse die Einrichtung eines Mechanismus zur Entschärfung von militärischen Konflikten, der durch das konstruktive Engagement Griechenlands und der Türkei (...) erreicht wurde», kommentierte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Der Mechanismus könne dazu beitragen, Raum für diplomatische Bemühungen zur Lösung des zugrundeliegenden Konflikts zu schaffen.

Hintergrund der Verhandlungen war, dass der Streit zwischen der Türkei und Griechenland um Erdgas im östlichen Mittelmeer zuletzt stark eskaliert war. Griechenland bezichtigt die Türkei, vor griechischen Inseln illegal Vorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara weist die Vorwürfe hingegen zurück und vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören.

Im Zuge von Militärmanövern in dem Seegebiet war es zuletzt sogar zu einer Kollision zwischen einem griechischen und einem türkischen Kriegsschiff gekommen. Die Türkei wirft Griechenland vor, für den Zusammenstoss verantwortlich zu sein. (sda/dpa)

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