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Die in Corona-Zeiten beliebte Videokonferenz-Software Zoom.
Die in Corona-Zeiten beliebte Videokonferenz-Software Zoom. Bild: KEYSTONE

Hacker, Pornos, Hassrede – nun nimmt eine New Yorker Staatsanwältin Zoom ins Visier

Hat die boomende Videokonferenz-App Zoom zu wenig gegen Hacker-Angriffe unternommen? In den USA leitet die Generalstaatsanwältin von New York eine Untersuchung ein.
01.04.2020, 12:0701.04.2020, 13:00

Die in der weltweiten Coronakrise überaus populär gewordene Videokonferenz-Software Zoom steht im Verdacht, keine ausreichenden Schutzvorkehrungen gegen Hacker-Angriffe getroffen zu haben. Die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York, Letitia James, leitete eine Untersuchung zum Datenschutz bei dem kalifornischen Unternehmen ein, wie ein Behördensprecher am Dienstag mitteilte.

Pornos im Schulunterricht

Zuvor hatten sich Zoom-Nutzer bei der US-Bundespolizei FBI darüber beschwert, dass während Videoschalten über die Plattform plötzlich pornografische Inhalte und Hass-Botschaften auf den Bildschirmen aufgetaucht seien. Nach Angaben des FBI-Büros in Boston wurde auch Online-Schulunterricht über Zoom durch derartige Inhalte gestört.

Generalstaatsanwältin James forderte die Firma nach Angaben ihres Sprechers in einem Brief zur Darlegung der Massnahmen auf, die sie zum Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer ergreife. James arbeite mit dem Unternehmen zusammen, um mögliche Probleme beim Datenschutz zu lösen, sagte der Sprecher.

Zoom erklärte einerseits, den Datenschutz extrem ernst zu nehmen. Das Unternehmen arbeite rund um die Uhr mit Krankenhäusern, Universitäten, Schulen und Firmen in der ganzen Welt zusammen, damit sie während der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Krise funktionsfähig blieben.

Die Zoom-App wird wegen der weltweit geltenden Verordnungen zu Heimarbeit sowie Schliessungen von Einrichtungen und Firmen häufig als Plattform für Video-Meetings genutzt. Zoom steht in direkter Konkurrenz zu Software wie Microsoft Teams, Google Meet oder Skype.

(oli/sda/afp)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ridcully
01.04.2020 13:18registriert Februar 2014
Also wir nutzen für Videokonferenzen Chatroulette.
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Zum Kommentar
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Loeffel
01.04.2020 13:13registriert Oktober 2016
„Nach Angaben des FBI-Büros wurde auch Online-Schulunterricht durch derartige {Porno} Inhalte gestört.“

😂🤣 Der Lehrer ruft beim FBI an, wenn ein Schüler sich mit einem Zweit-Account sich ins Meeting einklinkt (das geht sehr einfach) und einen Porno streamt (das geht noch einfacher).

Heutzutage wird alles als Hackerangriff bezeichnet, was die Ü60 Generation digital nicht versteht 🤦🏻 Das ist kein Hackerangriff sondern ein Lausbubenstreich der Schüler.
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