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Trump fordert Russland zu Zurückhaltung in Syrien auf



US-Präsident Donald Trump hat sich für mehr Zurückhaltung Russlands im Syrien-Konflikt ausgesprochen. Dies geht aus Informationen über ein Telefonat mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan hervor.

President Donald Trump pumps his fist as he steps off Air Force One as he arrives Sunday, Feb. 16, 2020, at Andrews Air Force Base, Md. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump,Trump

Bild: AP

Demnach sagte Trump laut einer Mitteilung des Weissen Hauses vom Sonntag (Ortszeit), die USA wünschten, dass Russland seine Unterstützung «für die Gräueltaten des Regimes» von Baschar al-Assad beende. Er sprach sich zugleich für eine politische Lösung des Konflikts aus.

Bei dem Telefonat mit Erdogan am Samstag habe sich Trump besorgt über die Gewalt in Idlib gezeigt. Zugleich dankte er seinem türkischen Kollegen für die Bemühungen der Türkei, «eine humanitäre Katastrophe zu verhindern».

Austausch von Delegationen

Bei den Kämpfen um die Provinz Idlib gab es zuletzt Zusammenstösse zwischen syrischen Regierungstruppen und Einheiten der türkischen Streitkräfte. Ankara hat Assad mit Vergeltung gedroht, sollten syrische Truppen weiter die türkische Armee angreifen. «Das Regime muss das wissen: Die Türkei wird dort keine Grenzen kennen, sollte es weiter solche Angriffe auf unsere Truppen geben», sagte Vizepräsident Fuat Oktay am Samstag. Diese Botschaft sei auch Russland übermittelt worden, das die syrische Regierung unterstützt.

Trotz der Spannungen reist am Montag eine türkische Delegation nach Moskau, um über die kritische Lage in Idlib zu beraten. Zuvor war bereits eine russische Delegation in Ankara. Während die Türkei in der Region islamistische Rebellen unterstützt, steht Moskau in dem Konflikt fest an der Seite des syrischen Machthabers Assad.

Seit Dezember flohen nach Uno-Angaben mehr als 800'000 Menschen vor den Kämpfen in Idlib. Russland und die Türkei hatten sich 2018 in Sotschi auf die Einstellung der Kämpfe in Idlib geeinigt. Alle seither vereinbarten Feuerpausen wurden jedoch kurz nach ihrem Inkrafttreten gebrochen. (sda/dpa/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HerrDerBlitze 17.02.2020 12:20
    Highlight Highlight
    Marco Glowatzki lebt in Syrien und klärt über die Zustände und die falsche Berichterstattung auf (3.2018)
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    Der Pipeline Krieg Syrien
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    Durch die Ukraine führen die Gaspipelines von Russland nach Europa
  • Basti Spiesser 17.02.2020 12:03
    Highlight Highlight Typische Marionette Putins...
  • AquaeHelveticae 17.02.2020 06:20
    Highlight Highlight «Das Regime muss das wissen: Die Türkei wird dort keine Grenzen kennen, sollte es weiter solche Angriffe auf unsere Truppen geben»

    Um etwas spezifischer zu sein: Die Türkei wird dort keine Grenzen kennen, sollte es weiter Angriffe auf unsere Truppen auf fremdem Territorium, um dort Terroristen zu unterstützen, kommen.
  • Alice36 17.02.2020 06:14
    Highlight Highlight Hört doch endlich auf mit dem diplomatischen Geschwafel von wegen verhindern einer humanitärem Katastrophe und schaut mal hin was konkret getan wird. Nichts, aber auch gar nichts. Assad will seine Opposition von der Landkarte fegen und Erdogan die Kurden dezimieren und damit marginalisieren. So sieht das aus, in diesem Spiel mischen dann auch die Russen und die Ami's mit die ihre eigenen Interessen verfolgen. Die Flüchtlinge landen dann wieder in Europa was denn Nationalismus weiter anfacht und den EU Westen weiter destabilisiert. Trump hat sein Öl und Putin sein Chaos im Westen.
    • AdvocatusDiaboli 17.02.2020 07:15
      Highlight Highlight Und die EU belohnt Russland sogar noch mit einer neuen Gaspipeline.
    • freeLCT 17.02.2020 11:58
      Highlight Highlight @AdvocatusDiaboli:
      Denke nicht, dass die Wirtschaftsvertreter aus dem EU-Raum daran interessiert sind, das Gasvorkommnisse über Gazprom beziehen zu müssen.

      Du liegst sogar insofern falsch, dass die Gaspipeline ursprünglich gar das Objekt der Begierde war/ist, welche die grossen Player (Russland/USA) auf dem ganzen Teppich erscheinen liessen.

      Im nahen Osten geht es um Rohstoffe, und die grössten Streithälse sind USA gegen Russland.
    • AdvocatusDiaboli 17.02.2020 22:08
      Highlight Highlight @freeLCT: Man kann sicher immer etwas um die Sache herumtanzen, aber am ende vom Tag sagt eine wachsende wirtschaftliche Kooperation wie die neue Pipeline nur eins aus: Russland, mach weiter so.

      Russland kann daher jegliche Kritik von der EU zu den Taten in Syrien ignorieren, da die EU sowieso in jedem Fall nur zu einem noch besseren Kunden wird als vorher.
    Weitere Antworten anzeigen

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