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Laut Prognosen liegt Borissows Partei GERB bei Neuwahl in Bulgarien vorne

Amtliche Endergebnisse soll es erst binnen vier Tagen geben.
11.07.2021, 20:54

Trotz Korruptionsvorwürfen hat die Partei von Bulgariens Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow die Parlamentswahl in dem EU-Land am Sonntag laut Prognosen knapp gewonnen, die absolute Mehrheit aber deutlich verfehlt. Die bürgerliche GERB erhielt nach ersten Prognosen von drei Meinungsforschungsinstituten 22.1 bis 23.5 Prozent der Stimmen bei der Neuwahl.

Laut Prognosen knapp vorne: Bulgariens Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow.
Laut Prognosen knapp vorne: Bulgariens Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow.Bild: sda

Die populistische und systemkritische Partei «Es gibt so ein Volk» ITN des Entertainers Slawi Trifonow dürfte demnach mit einem geringen Abstand zu GERB auf 21.5 bis 22.3 Prozent kommen. Die Prognosen basieren auf Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe.

«Es kann sich herausstellen, dass die Abstimmung im Ausland entscheidend für das Wahlergebnis sein wird», erläuterte der Meinungsforscher Parwan Simeonow von Gallup International. Abstimmen dürfen auch Bulgaren in 68 Ländern - von Neuseeland über die Türkei und EU-Staaten wie Deutschland und Österreich bis hin zu den USA. Diese Ergebnisse sollen nach Informationen des Staatsradios in Sofia am Montag bekannt werden.

Die Sozialisten (Ex-KP) kämen den Prognosen zufolge auf 13.5 bis 15.1 Prozent. Auf Platz drei könnte es auch die konservativ-liberal-grüne Anti-Korruptions-Koalition Demokratisches Bulgarien DB schaffen. Ins Parlament in Sofia dürften wieder sechs politische Kräfte einziehen.

Die Parteien des Anti-Borissow-Lagers werfen dem früheren Regierungschef korrupte Amtsführung vor und schliessen eine Koalition mit seiner GERB-Partei aus. Als Folge von Enthüllungen der aktuellen Übergangsregierung in Sofia über Missstände und Korruptionspraktiken in wichtigen Ministerien schnitt die GERB jetzt schlechter ab als bei der regulären Parlamentswahl vom 4 April. Die GERB hatte die Wahl vor drei Monaten mit gut 26 Prozent gewonnen. Im Europaparlament gehört die GERB ebenso wie die deutschen CDU und CSU zur Europäischen Volkspartei (EVP).

(sda/dpa)

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