Türkei
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In der Schweiz lebende Türken äussern sich in türkischen Restaurants unterschiedlich zu Erdogan. Bild: Keystone

«Erdogan ist ein guter Mensch»: Zu Besuch beim «Türken» in der Schweiz

94'000 Türken sind in der Schweiz wahlberechtigt, die meisten sind Erdogan feindlich gesinnt. Der Besuch in zwei Restaurants offenbart aber, wie weit auseinander die Meinungen über den türkischen Präsidenten gehen.

Daniel Fuchs und Andreas Fahrländer / az Aargauer Zeitung



Die Angst sieht man M. nicht an. Er sagt es dem Reporter, als dieser ihn fragt, warum er nicht mit vollem Namen genannt werden will. «Wir Türken sind in Europa und leider nun auch in der Schweiz offenbar unerwünscht.» M. ist türkisch-schweizerischer Doppelbürger, besitzt in Bern ein Imbiss-Restaurant und ist Erdogan-Anhänger.

M. fürchtet nicht etwa Angriffe von Erdogan-Gegnern, die in der Schweiz in der Mehrheit sind, wie die letzten Wahlen 2015 zeigten. Nein, M. befürchtet Repressalien der Schweizer Behörden. «Weil wir offenbar eine Gefahr darstellen, wenn wir Erdogan unterstützen.»

«Türkei braucht einen starken Mann»

M. wird für Erdogans Reform stimmen. Doch warum will er fast uneingeschränkte Macht für den türkischen Präsidenten? «Die Türkei braucht einen starken Mann, der das Land wirtschaftlich voranbringt», sagt M.

«Das Ja wird unsere Heimat vorwärtsbringen, und dann gehen wir gerne wieder heim!»

M.

Von offizieller Seite ist von Erdogan-Anhängern kaum bis gar nichts zu vernehmen. «Kein Kommentar», hiess es schon letzte Woche, als die «Nordwestschweiz» mit dem Ableger der Erdogan-nahen Union Europäisch-Türkischer Demokraten UETD sprechen wollte. Ein Sprecher verwies darauf, man verstehe sich nicht als politische Organisation.

Geheimbericht zeigt: So skrupellos bespitzelt Erdogan Türken in der Schweiz

Ein geheimer Spitzelrapport aus der türkischen Botschaft in Bern zeigt, wie skrupellos Präsident Erdogan seine eigenen Landsleute in der Schweiz ausspionieren lässt.

Wenig später kam heraus: Dieselbe UETD wollte den Erdogan-Freund und Istanbuler AKP-Topkader Hursit Yildirim an den UETD-Sitz ins aargauische Spreitenbach holen, nachdem sein Propagandaauftritt für die Verfassungsreform in Zürich Affoltern verhindert worden war. Den Auftritt untersagte die Polizei jedoch.

Erdogan-Anhänger meiden Medien

Mit den Medien sprechen die Erdogan-Anhänger nicht gern über die Verfassungsreform. Sogar ausgewiesene Türkei-Experten äussern sich nur äusserst zurückhaltend. Die Stimmung war schon vergiftet, ehe der «Blick» die Türkinnen und Türken in der Schweiz dazu aufrief, Erdogans Verfassungsreform abzulehnen. Wer Ja sage, solle besser in die Heimat zurückkehren.

M. nennt das eine «Schweinerei und beschämend!». Aus der Schweiz habe ihm niemand vorzuschreiben, wie er in der Türkei abstimmen soll. Anders als von den Medien hier behauptet, sei Erdogan ein «guter Mensch und Demokrat». Der Aufruf werde sich letztlich als kontraproduktiv erweisen, prophezeit M. Aus Trotz würden viele Ja stimmen.

«Aber keine Angst», sagt M. mit einer gehörigen Prise Sarkasmus den Schweizern, «das Ja wird unsere Heimat vorwärtsbringen, und dann gehen wir gerne wieder heim!». Wem Demokratie und Rechtsstaat wichtig sind, für den sind Erdogan-Gegner derzeit die besseren Türken.

Auch hier schwingt Angst mit

Szenenwechsel in ein anderes Restaurant. «Ich wurde schon von türkischen Nationalisten bedroht und belästigt», so Wirt E. Auch bei ihm schwingt Angst mit, weshalb er ebenfalls anonym bleiben will. E. gehörte in der Türkei einer Minderheit an, war Linker, landete als politischer Aktivist im Gefängnis und flüchtete später in die Schweiz. Das System Erdogan nennt er faschistisch. Wer ein solches unterstütze, habe in einem freiheitlichen Staat wie der Schweiz nichts verloren. «Deshalb unterstütze ich den Aufruf zum Nein.»

Auch E. ist Doppelbürger. Anders als Landsmann M. wird er das Wahlrecht aber nicht wahrnehmen. Auslandtürken können bis am 9. April auf der türkischen Botschaft in Bern oder in einem der Generalkonsulate in Zürich und Genf stimmen. Als «Staatsfeind» traut sich E. freilich nicht dorthin.

Kontroverse um Auftritts-Absage für türkischen Aussenminister (9.3.2017)

Aus Krawall-Angst streicht das Hilton seine Rede in Opfikon. Schweizer Politiker sind sich deswegen uneins und die türkische Gemeinschaft entrüstet. Video: © TeleZüri

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leventis 22.03.2017 18:10
    Highlight Highlight All die Statements zu Mr M in Ehren.
    Mir stellen sich vordergründig noch zwei weitere Fragen:
    1. Weshalb fürchtet sich Herr E in der Botschaft, respektive in einem Konsulat sein Wahlrecht wahrzunehmen? Die werden ihn ja dann dort kaum in Gewahrsam nehmen und in einer Nachtundnebel-Aktion in ein türkisches Staatsfeindegefängnis verfrachten, oder ist das vorstellbar? Welche (zusätzlichen) negativen Konsequenzen hat er zu fürchten?
    2. Nehmen an diesen wahlen auch Frauen teil? Oder gibt es schlicht keine weibliche türkische Gastronomin in der Schweiz die man auch hätte befragen können? Nur so..😉
  • Xi Jinping 17.03.2017 08:43
    Highlight Highlight Die Türkei erlebte in den ersten Jahre nachdem Erdogan an die Macht (2003-jetzt) kam einen wirtschaftlichen Boom - warum? naja Erdogan hat alle (oder fast alle) natürlichen Ressourcen angezapft und diese ans Ausland verkauft - das gibt Geld. Und jetzt, naja hat er das Geld und kann sich sowas leisten ^^ ers n idiot ^^
  • Wilhelm Dingo 15.03.2017 16:51
    Highlight Highlight «Wir Türken sind in Europa und leider nun auch in der Schweiz offenbar unerwünscht.» Das ist das typische sich selbst bemitleiden. Unerwünscht ist lediglich wenn ausländische Konflite in die Schweiz getragen werden (z.B. Kurden, Armeniergenozid) oder wenn Religion über Gesetze gestellt werden. Das gilt nicht nur für Türken.
  • Dong 15.03.2017 16:18
    Highlight Highlight Wie lange müssen wir den Türken die Türkei denn noch erklären, bis sie es begriffen haben..?
    Mal im Ernst: dort ist m. E. jetzt halt die konservative Landbevölkerung an der Macht (dürfte uns ja bekannt vorkommen), und die führen sich auch nicht anders auf, als die Kemalisten zuvor, die waren und sind nämlich auch nicht demokratischer. Insofern darf man M's Meinung also durchaus respektieren, man muss sie ja nicht teilen.
    • Saraina 16.03.2017 08:25
      Highlight Highlight Das ist ein guter Punkt. Wenn Erdogan kritisiert wird, scheinen die Schweizer zu glauben, vor ihm sei die Türkei ein Hort der laizistischen Demokratie gewesen. Dass Bespitzelung, Folter in den Gefängnissen, politische Prozesse, Unterdrückung von Minderheiten während der ganzen, vom Militär dominierten Zeit vor den Wahlsiegen der AKP gab, scheint niemanden zu interessieren. Die türkischen Flüchtlinge in der Schweiz sind nicht vor Erdogan geflohen.
  • Johnny Geil 15.03.2017 15:38
    Highlight Highlight Werde M. gratis zum Flughafen fahren, melde mich freiwillig. Für echte Demokraten macht ich das gerne!
  • Bronko 15.03.2017 14:40
    Highlight Highlight "M. nennt das eine «Schweinerei und beschämend!»." Wie unreflektiert kann man eigentlich sein? Diese AKPler mit ihrem Chef sind doch eigentlich DER Gipfel der Frechheit.
    Gerade deshalb müssen wir aber als Bürger einer fortschrittlicheren Demokratie Anstand wahren und uns vernünftigerweise nicht verleiten lassen ins gleiche Horn zu blasen...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 15.03.2017 15:35
      Highlight Highlight Das fällt offensichtlich leider manchen Leuten ziemlich schwer.

      Noch schlimmer: Nicht eine Mehrheit, aber doch erschreckend viele scheinen nur auf die Gelegenheit gewartet zu haben, um selber einmal so richtig auf Erdogan machen zu können, und ihren eigenen niederen Trieben endlich mal freien Lauf zu lassen. Damit meine ich nicht Türken, imfall, sondern vorallem Schweizer. Die meisten von ihnen vermutlich ganz gute und brave Eidgenossen.

      Vielleicht ist es auch gut, wenn diese Leute mal ein Ventil gefunden haben, wo sie ihre aufgestaute Wut rauslassen können.
  • Linus Luchs 15.03.2017 14:27
    Highlight Highlight Zu den ärgsten Feinden der Demokratie zählt die Einfalt. Erdogan-Fan M. führt es vor: „Die Türkei braucht einen starken Mann, der das Land wirtschaftlich voranbringt.“ Menschen wie ihm ist die Welt zu kompliziert. Ihm genügt ein starker Mann, der weiss, wo es lang geht. Das sagen sie ihm auch am Fernsehen. Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Grundrechte und so weiter sind für ihn keine Kriterien, weil er nichts davon versteht. Trump-Wähler funktionieren nicht anders. Und wenn diese Bildungsfernen die Mehrheit stellen, ist die liberale, rechtsstaatliche Demokratie am Ende.
    • Besserwisser 15.03.2017 15:10
      Highlight Highlight @Linus Luchs, wie du hier Erdogan- und Trumpanhänger in einen Topf wirfst, zeugt nicht wirklich von deiner Reflexionsfähigkeit. Ganz abgesehen davon, dass du all diesen Menschen unterstellst "Bildungsfern" fern zu sein. In dem du solche Pauschalisierungen anstellst, begibst du dich intellektuell auf eine tiefe Ebene, welche du aber selber kritisierst. Zum konkreten Thema: Ich wünsche mir für die Türkei, dass sie die Reform ablehnt, da ein "Präsidialsystem" ohne checks-and balances nahe an eine Diktatur kommt.
      Mit freundlichen Grüssen
      Dein Besserwisser
    • phreko 15.03.2017 15:54
      Highlight Highlight @Besserwisser: Du benutzt "gescheite" Worte, jedoch warum wirfst du ihm denn fehlende Reflexionsfähigkeit vor? Kannst du das überhaupt begründen?
      Wo hast du denn gelesen, dass das Bildungsniveau im mittleren Westen der USA und in islamisch-konservativen Kreisen dem der Gegenparteien entspricht? Was ist für dich überhaupt Bildungsniveau?
  • Linus Luchs 15.03.2017 14:26
    Highlight Highlight [Fortsetzung] Was streben nun vor allem unsere bürgerlichen Politikerinnen und Politiker an? Sie sparen im Bildungs- und Kulturbereich. Die Rechtsnationalen verspotten die Intellektuellen, Künstler und die Geisteswissenschaften. Dabei würde sich der Mensch gerade in der Beschäftigung mit Geisteswissenschaften und der Kunst Fähigkeiten aneignen, die es braucht, um die Fallen zu erkennen, die uns die Demagogen stellen. Die Anschauungsbeispiele USA und Türkei fördern ja vielleicht auch in unserer Politik die Erkenntnis, dass echte Bildung für unsere Staatsform überlebenswichtig ist.
  • Triumvir 15.03.2017 13:19
    Highlight Highlight Geschätzter M. Bitte gehen sie doch jetzt schon nach Hause und unterstützen den lieben und ehrenwerten Erdogan und seine Speichellecker beim Aufbau seiner grossartigen islamistischen-Diktatur. Wir werden Ihnen hier keine Träne nachweinen und Sie und ihresgleichen auch nicht wirklich vermissen. Vielen lieben Dank!
  • Scrat 15.03.2017 13:07
    Highlight Highlight Herr M. scheint mir ein ausgesprochener Opportunist zu sein. Derzeit will er von unserer guten Wirtschaftslage profitieren, und wenn dann vielleicht irgendwann einmal in der Türkei die besseren Bedingungen herrschen, dann will er wieder zurück ins Heimatland, um weiter profitieren zu können. Wenn er seinem Heimatland wirklich helfen möchte, dann sollte er dies tun, indem er in seinem Heimatland seinen Geschäften nachgeht und dessen Entwicklung vor Ort unterstützt.
  • Nonqi 15.03.2017 13:06
    Highlight Highlight Herr M., Dönerbuden haben wir genug. Deshalb gute Rückreise... Wann wird diese stattfinden? Wann wird es besser werden in der Türkei? Wieso ist es bis jetzt nicht gut genug gewesen, um eine Rückreise in die von Ihnen genannte Heimat anzutreten? Die Schweiz schreibt niemandem vor wie abzustimmen. Die Türken sollten sich jedoch in der Türkei für Ihr so geliebtes Land und Präsidenten einsetzten und nicht aus der sicheren Stube in der Schweiz. Ausserdem braucht die Türkei keinen starken Mann, sondern einen Klugen Menschen, der nicht nur die eigenen Interessen verfolgt.
  • saukaibli 15.03.2017 13:00
    Highlight Highlight Schon irgendwie verblendet, dieser M. Seit Erdogan praktisch die gesamte Opposition ausgeschaltet hat und quasi schon als Alleinherrscher regiert, ging es mit der Wirtschaft in der Türkei bergab. Und nun soll er plötzlich der wirtschaftliche Heilsbringer sein? Wieviele Augen muss man eigentlich verschliessen um das nicht zu hinterfragen? Ich freue mich aber schon darauf, dass M. nach Hause in die Türkei auswandert, auf solche Menschen kann ich gerne verzichten. Als Doppelbürger würde er bei Gelegenheit sicher auch hier die Demokratie abschaffen helfen.
    • Saraina 16.03.2017 08:32
      Highlight Highlight Mit der Wirtschaft in der Türkei geht es erst seit ein paar Jahren bergab, seit nämlich die Türkei mehr und mehr in den Syrienkrieg hereingezogen wird, und im Osten ein offener Bürgerkrieg mit den Kurden ausgebrochen ist. Vorher boomte das Land, es bildete sich eine neue Mittelschicht, der es sehr gut ging, die Tourismusbranche machte riesige Umsätze und bot Arbeitsplätze en masse. Die Politik der AKP war also mehr als ein Jahrzehnt durchaus ein wirtschaftlicher Heilsbringer. Die Infrastruktur der Türkei ist übrigens teilweise der der USA überlegen.
  • TY94 15.03.2017 12:52
    Highlight Highlight Weiss jemand wie das Vorgehen funktioniert um seine Doppelbürgerschaft abzugeben. Habe leider nach meiner Geburt die Türkische Staatsangehörigkeit augebrummt bekommen, da unser Familienstamm in die Türkei zurückreicht.
  • Bobo B. 15.03.2017 12:40
    Highlight Highlight Werter M. Gerne nehmen wir dein Angebot an und erwarten deine baldige Ausreise. Du brauchst dir auch kein schlechtes Gewissen zu machen - vermissen wird dich hier keiner...
    • Goldfish 15.03.2017 13:24
      Highlight Highlight Sehr unreifer Kommentar Bobo B.
    • Bobo B. 15.03.2017 14:55
      Highlight Highlight Du kannst deine reife Kritik sicherlich noch etwas konkretisieren. Oder bist du gar kein Goldfisch, sondern ein türkisches U-Boot?
    • Herr Noergler 15.03.2017 15:03
      Highlight Highlight Sehr überflüssiger Kommentar, Goldfish.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 15.03.2017 12:39
    Highlight Highlight Der Herr M. wird leider nicht nach Hause gehen, weil es mit der Türkei rasant bergab gehen wird. Wobei ich nicht verstehe was er hier macht wenn er sich doch nicht erwünscht fühlt.
    Der Herr M. ist aber auch ein Beispiel dafür, dass man den schweizer Pass viel zu einfach bekommen kann.
    • Fly Baby 15.03.2017 16:16
      Highlight Highlight Wenn man also Erdogan Anhänger ist bekommt man keinen CH Pass? Mich haben sie nicht nach meiner politischen Gesinnung gefragt, warum auch...
      Nach deiner Ansicht müsste man sich ernsthaft etwas für die PNOS Anhänger überlegen, was machen wir bloss mit denen. Pass wegnehmen, geht nicht. Die Ideologie ist ja wohl nicht weit von einem Erdogan Anhänger entfernt.
    • Pisti 15.03.2017 17:30
      Highlight Highlight FlyBaby ich bin sowieso dafür dass Doppelbürgerschaften nicht mehr erlaubt werden. Nun der Herr M. sagt ja selbst Türken sind hier nicht erwünscht, obschon er einen schweizer Pass hat. Anscheinend ist er aber sogar sehr erwünscht, sonst hätte er ja keinen Pass bekommen. Für mich sagt diese Aussage einfach, dass er sich wohl gar nicht mit unserem Land identifiziert und somit hat er den schweizer Pass nicht verdient. Und Türken oder andere Ausländer sind hier sehr wohl erwünscht, aber Ihre Politik und religösen Ansichten dürfen sie gerne Zuhause lassen, dass brauchen wir hier nicht.
  • gnp286 15.03.2017 12:31
    Highlight Highlight Und warum genau müssen Politische Diskussionen und Demonstrationen in anderen Ländern ausgetragen werden? Bei so viel Nationalstolz frage ich mich irgendwie schon, warum gewisse Leute eigentlich im Ausland leben...
  • Asalato 15.03.2017 11:40
    Highlight Highlight Doppelstaatsbürgerschaft abschaffen, ausser Ausnahmen wie z.B. Botschafter.
    Problem gelöst.
    • Gelegentlicher Kommentar 15.03.2017 12:32
      Highlight Highlight Wieso Botschafter? In der Schweiz müssen gerade die meisten Diplomaten den zweiten Pass abgeben.

      Bei Botschaftern die das Interesse des Landes vertreten müssen macht es genau am meisten Sinn, dass sie keine Interessenkonflikte haben.

Facebook verbietet Zürcher Schwulen-Werbung und krebst dann zurück

Das Zürcher Gesundheitszentrum für queere Menschen Checkpoint Zürich wollte zum Welt-AIDS-Tag ein Video auf Facebook bewerben, in dem sich unter anderen zwei Männer küssen. Facebook sagte nein. Zweimal. Bis sich watson einschaltete.

Nahaufnahme. Ein männliches Gesicht mit Bart. Der Mann schminkt sich. Schnitt. Eine blonde Frau, die ernst in die Kamera blickt. Schnitt. Zwei Männer, die sich küssen. Schnitt.

Das Video geht noch weiter, aber für die Verantwortlichen bei Facebook war an diesem Punkt wohl schon klar: Dieses Video ist nicht tragbar.

Und so verweigerte Facebook dem Checkpoint Zürich, einem Gesundheitszentrum für queere Menschen, dieses Filmchen als Werbung zu schalten. Begründung: «Das Video beinhaltet sexuelle …

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