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Wie sich deine Uni-Ziele im Laufe deines Studiums verändern (werden)

Jedes Studium ist verschieden, genauso wie es jede Studentin und jeder Student ist. Dennoch neigen alle (oder die meisten) dazu, die selbst gesteckten Ziele im Laufe eines Studiums anzupassen. Mehrmals. Und drastisch.



Semester 1-2

Egal, was du zu studieren beginnst – nur ein Ziel legitimiert dein Studium: schiere Brillanz. Nachdem dir auf dem Gymnasium oder in der BMS gebetsmühlenartig eingeträllert wurde, dass du nun zur «Elite des Landes» gehörst, wird es Zeit, den alteingesessenen, grauen Minen an den Hochschulen dieses Landes zu zeigen, was sie bislang vergeblich gesucht haben: nämlich dich.

Dein Ziel:

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Bild: watson / shuttertsock

Semester 3-4

Nach dem Assessment (oder einfach dem ersten Jahr an der Uni, wie es vor ein paar Jahren noch hiess) stellt sich ein gewisser Realismus ein. Welt retten und so ist halt doch eher etwas für Nerds. Meh. Darum reicht es eigentlich – bescheiden, wie man nun mal ist –, lediglich zur unangefochtenen Koryphäe deines Fachgebiets zu avancieren.

Bewaffnet mit einem scharfen Intellekt, eiserner Disziplin und einem unverdorbenen Gemüt liegt dies alleweil im Bereich des Möglichen. Kein Nobelpreis (in Schweden hat es eh zu viele Mücken) oder das Zieren der 100er-Note (Geld stinkt), dafür aber dein Antlitz irgendwann auf einer Briefmarke. Zumindest als Sonderedition.

Dein Ziel:

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Bild: watson / shutterstock

Semester 5-6

Der Bachelor neigt sich (idealerweise) dem Ende zu und allzu viele Bäume wurden noch nicht ausgerissen (natürlich nur wegen des Klimas, versteht sich). Die anfängliche Zielsetzung entlockt dir mittlerweile noch ein müdes Lächeln (weil die Müdigkeit des Studenten treuester Begleiter ist, wie du zusehends feststellst) und du beginnst dich zum Rationalisten zu mausern.

Von nun an spielst du deine Musik einige Oktaven tiefer und gelangst zu einer neuen, völlig banalen und erreichbaren Zielsetzung: kompromisslose Überdurchschnittlichkeit. Ein Abschluss ohne internationale oder nationale Lorbeeren, dafür einfach besser als der Rest. Oder der grosse Teil des Rests.

Dein Ziel:

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bild: watson / shutterstock

Semester 7-8

Nach einem durchschnittlichen Bachelor-Abschluss beginnst du damit, deine Erfahrung in eine neue, weitaus überlegenere Zielsetzung umzumünzen. Dabei kristallisiert sich ein Begriff je länger je mehr als Dreh- und Angelpunkt für ein erfolgreiches Leben heraus: Berufserfahrung. Wen interessiert schon ein üBeRdUrChScHnItTlIcHeS zEuGnIs, wenn du vom privatwirtschaftlichen Tuten und Blasen keine Ahnung hast? Doch das reicht dir nicht.

Deine Berufserfahrung soll etwas Besseres sein als jene deiner Kommilitonen. Deine Teilzeitstelle soll daher etwas mit Hand und Fuss (oder einfach «etwas Richtiges», wie Eltern zu sagen pflegen) sein, etwas nahe an deinem Studiengang. Nur so werden die Traumjobs bei dir Schlange stehen.

Dein Ziel:

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bild: watson / shutterstock

Semester 9-10

Da sich der Jobmarkt als unfair, ja, gar korrupt erwiesen hat (du Schuft!), siehst du dich ein weiteres Mal dazu gezwungen, umzudisponieren. Was viele aber nicht wissen: Auch die Arbeit in einer Branche, die deinem Studium nicht allzu nahe steht, kann sich als sehr sinnvoll erweisen.

Was brüllt ein «Ich bin mir für nichts zu schade und gewillt, mich überall zurechtzufinden!» lauter, inbrünstiger, authentischer, als die Bereitschaft, dies auch effektiv zu tun?

Dein Ziel:

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bild: watson / shutterstock

Semester 11-12

Okay. Wem machst du was vor. Du willst nur noch den Abschluss. Was nachher kommt, ist bestenfalls sekundär. Unterbezahlte Stelle irgendwo? Jederzeit. Unbezahltes Volontariat, um Erfahrungen zu sammeln? Her damit. Irgendwas anderes als Uni? Bitte.

Gib ...

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Bild: watson / shutterstock

... mir ...

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... einfach ...

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... meinen ...

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Abschluss.

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