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Bei einer Demonstration von rund 350 Gegnern der Fussball-WM setzte die brasilianische Polizei am Samstag in Rio de Janeiro Tränengas ein. 
Bei einer Demonstration von rund 350 Gegnern der Fussball-WM setzte die brasilianische Polizei am Samstag in Rio de Janeiro Tränengas ein. Bild: AP
25-jährige Frau erschossen

Gewalt in Brasilien und Kolumbien nach WM-Spielen

29.06.2014, 09:4129.06.2014, 13:05
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In Brasilien und Kolumbien ist es nach Ende der Achtelfinal-Spiele an der Fussball-WM zu Gewalt gekommen. Bei einer Demonstration von rund 350 Gegnern der Fussball-WM setzte die brasilianische Polizei am Samstag in Rio de Janeiro Tränengas ein. 250 Polizisten stellten sich etwa einen Kilometer vom Maracanã-Stadion entfernt den Demonstranten entgegen. Die Demonstranten protestierten gegen die Milliarden-Summen, die von der öffentlichen Hand für das Sport-Ereignis ausgegeben werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden drei Kundgebungsteilnehmer abgeführt. Im Maracanã-Stadion wurde die Begegnung Kolumbien gegen Uruguay ausgetragen, die mit einem 2:0-Sieg Kolumbiens endete.

Bild: AP

Zahlreiche Prügeleien

In Kolumbiens Hauptstadt Bogotá wurde nach dem Sieg der Nationalmannschaft eine 25-jährige Frau erschossen. Ein Mann auf einem Motorrad habe auf drei Menschen am Strassenrand gefeuert und die 25-Jährige tödlich getroffen, sagte Bogotás Stadtpräsident Ricardo Bonilla am Sonntag. Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, ersten Erkenntnissen zufolge sei die Frau versehentlich durch Freudenschüsse getötet worden.

Laut Bonilla wurden in der Hauptstadt nach dem Sieg Kolumbiens über Uruguay zudem 274 Prügeleien gezählt, bei denen fünf Menschen verletzt wurden. Nach dem Sieg Kolumbiens über Griechenland am 14. Juni waren in Kolumbien neun Tote, 150 Verkehrsunfälle und 3000 Schlägereien gezählt worden, obwohl während der Spiele die Polizeikontrollen verstärkt sind und der Verkauf von Alkohol verboten ist.

Kolumbien war 16 Jahre lang nicht für die Fussball-Weltmeisterschaft qualifiziert und bisher noch nie im Viertelfinale. Dort trifft es nun am 4. Juli auf Brasilien. (sda/afp/dpa)

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