Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Michel Platini, right, and his lawyer William Bourdon answer reporters after Platini has been freed, outside the French police anti-corruption and financial crimes office in Nanterre, outside Paris, early Wednesday, June 19, 2019. Former UEFA president Michel Platini proclaimed his innocence during police questioning Tuesday following his arrest as part of a corruption probe into the vote that gave the 2022 World Cup to Qatar. (AP Photo/ Francois Mori)

Bild: AP/AP

Bericht: Polizei entlässt Ex-UEFA-Präsident Platini aus Gewahrsam



Die französische Polizei hat den für alle Fussballaktivitäten gesperrten früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini aus dem Gewahrsam entlassen. Dies meldete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Mittwoch.

Der frühere Uefa-Präsident Michel Platini sei nach stundenlangem Verhör in der Affäre um die Vergabe der Fussball-WM 2022 an Katar aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Der 63-jährige Franzose verliess in der Nacht auf Mittwoch den Angaben zufolge das Hauptquartier der Antikorruptions-Einheit der Kriminalpolizei in der Pariser Vorstadt Nanterre. «Das war lang», sagte der einstige Weltklasse-Fussballer anschliessend gegenüber AFP. Dass er in Polizeigewahrsam genommen worden sei, tue weh.

Platinis Anwalt William Bourdon sprach von «viel, viel Lärm um nichts». Der frühere Kapitän der französischen Nationalmannschaft habe den Polizeigewahrsam als «ungerecht und unverhältnismässig» wahrgenommen. Die Vorwürfe seien haltlos.

Französischen Medien zufolge geht es bei den seit 2016 laufenden Ermittlungen zur umstrittenen WM-Vergabe nach Katar unter anderem um Bestechungsverdacht. Im Fall Platini interessieren sich die Ermittler laut der üblicherweise gut informierten Online-Plattform «Mediapart» für dessen Treffen im Élyséepalast am 23. November 2010 mit dem damaligen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem heutigem Emir von Katar, Tamim bin Hamad. Kurz danach waren am 2. Dezember 2010 die WM-Turniere 2018 an Russland und 2022 an Katar vergeben worden.

Absprache oder keine Absprache?

Seitdem halten sich massive Anschuldigungen zu unlauteren Machenschaften bis hin zu Korruptionsvorwürfen gegen die Gastgeberländer und mehrere frühere FIFA-Funktionäre. Platini unterstützte damals öffentlich Katar.

Schon 2015 hatte der damalige FIFA-Präsident Joseph Blatter von einer Absprache über die Stimmenvergabe gesprochen und das Treffen im Élyséepalast erwähnt. Danach habe sich das Stimmenverhältnis zwischen Katar und den USA zugunsten des Emirats geändert.

Platini wies die Vorwürfe am Dienstag zurück. Er habe sich «nichts vorzuwerfen» und sei auch nicht verhaftet worden, liess der 63-Jährige über seinen Advokaten mitteilen. Platini habe alle Fragen beantwortet und sei «absolut zuversichtlich, was den Rest betrifft», hiess es weiter.

Das Emirat Katar weist zudem bis heute alle Vorwürfe zurück. Die Vorbereitungen für die Fussball-WM laufen auf vollen Touren. (sda/dpa/afp)

33 Momente, in denen sich jemand ein Bier gönnte

Ab sofort schauen wir Pressekonferenzen nur noch mit Filtern

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aliminator 19.06.2019 10:05
    Highlight Highlight Eine Schande in jeglicher Hinsicht! Hunderte tote Sklavenarbeiter aus Nepal und Indien, die wie Tiere behandelt werden. Stadien, die danach niemand mehr braucht, enorme Klimatisierung und Verschwendung von Ressourcen. Und all das in einem Land, das absolut NICHTS mit Fussball verbindet.
    • Aliminator 19.06.2019 14:04
      Highlight Highlight Und als „cherry on the top“: Das Finalspiel kurz vor Weihnachten 🎅🏻🙈
  • mikel 19.06.2019 08:26
    Highlight Highlight Schuldig oder nicht - ist es nicht schon längstens Zeit, dem Regime unsere WM wieder wegzunehmen?

Hier soll «El Chapo» bis ans Lebensende schmoren – 8 Fakten zum sichersten US-Gefängnis

Jetzt ist es fix. Joaquin El «Chapo» Guzman, einst Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells, muss für den Rest seines Lebens plus 30 Jahre ins Gefängnis. Doch was passiert eigentlich mit einem Verbrecher solchen Kalibers?

Momentan sitzt er noch in einem Hochsicherheits-Gefängnis in Manhattan ein. Martin Horn, ein Professor für Strafvollzug, sagte schon im Februar gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass «El Chapo» in Zukunft wohl ins Bundesgefängnis ADX Florence im Bundesstaat Colorado verschoben wird. Nur dort sei eine angemessene Sicherheitsstufe für einen Verbrecher des Kalibers von «El Chapo» gegeben.

Auch «El Chapos» Anwalt Jeffrey Lichtman sagte: «Ich bin mir sicher, dass er ins Supermax nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel