DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vatikan will konsequenter gegen die Vertuschung von Missbräuchen vorgehen

16.04.2015, 07:0016.04.2015, 08:20

Der Vatikan bereitet strengere Regeln für den Umgang mit hochrangigen Kirchenvertretern vor, die Kindesmissbrauch durch Priester vertuschen. Papst Franziskus diskutierte das weitere Vorgehen am Mittwoch mit den Kardinälen in seinem Beraterstab.

Die Kardinäle hätten beanstandet, dass die bisherigen Regeln für solche Fälle «nicht ausreichend klar» seien, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi bei einer Pressekonferenz mit.

Das Image der Kirche ist mehr als angekratzt.
Das Image der Kirche ist mehr als angekratzt.Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

Opferverbände werfen dem Vatikan vor, nicht genügend gegen Bischöfe und andere hochrangige Kirchenvertreter zu unternehmen, die Kindesmissbrauch durch Geistliche ignorieren. So wurden Priester, die sich an Minderjährigen vergangen hatten, einfach nur in andere Gegenden oder auf andere Posten versetzt.

Innerhalb der Kirche wird derzeit auch über die Ernennung des Chilenen Juan de la Cruz Barros zum Bischof diskutiert. Ihm wird vorgeworfen, seine schützende Hand über einen pädophilen Priester gehalten zu haben. 

Ein vom Beraterstab des Papstes eingesetzter Ausschuss rief Franziskus auf, die Ernennung zurückzunehmen. Der Vatikan hatte dazu bislang erklärt, dafür gebe es keinen Grund. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Papst spendet Segen «Urbi et Orbi» an «Ostern des Krieges»

Papst Franziskus hat auch seine Osterbotschaft «Urbi et Orbi» für einen eindringlichen Appell gegen die Kriege und Konflikte auf der Welt genutzt. «Wir haben zu viel Blutvergiessen, zu viel Gewalt gesehen», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor rund 100'000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Ähnlich wie die Jünger nach der Auferstehung Jesu Christi, die an Ostern gefeiert wird, seien heute auch «unsere Herzen von Angst und Schrecken erfüllt, als so viele unserer Brüder und Schwestern sich einschliessen mussten, um sich vor den Bomben zu schützen», sagte Franziskus. Er sprach von einem «Ostern des Krieges».

Zur Story