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Michael Hobmeier

Ex-Valiant-Chef erhält ein Jahr nach Austritt immer noch Lohn in Millionenhöhe

31.03.14, 12:53 31.03.14, 13:15
Michael Hobmeier, CEO der Valiant, am Mittwoch, 6. Maerz 2013 an der Bilanzmedienkonferenz der Bank im Kultur- und Kongresszentrum, KKL, in Luzern. Die Bankengruppe Valiant hat 2012 weniger Gewinn erzielt. Mit 127 Millionen Franken lag der Reingewinn ein halbes Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Operativ fiel das Jahresergebnis der Berner Regionalbankengruppe allerdings deutlich schlechter aus als 2011. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Bild: KEYSTONE

Michael Hobmeier, früherer Chef der Valiant Bankengruppe, ist seit Ende April 2013 nicht mehr im Amt. Er bezieht jedoch noch immer Lohn. Sein Arbeitsvertrag besteht noch bis Ende April 2014. Insgesamt zahlt ihm die Valiant für die Zeit seit seinem Austritt bis zum Ablauf des Vertrages 1,78 Mio. Franken.

Dazu kommen weitere 1,61 Mio. Fr. für die vier ersten Monate des letzten Jahres, während denen Hobmeier noch im Amt war, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Total kommt Hobmeier dadurch auf 3,39 Mio. Franken – mehr als die Hälfte davon erhielt er für die Zeit, während der er gar nicht mehr Valiant-Chef war.

Hobmeier hatte den Chefposten bei der Valiant im Mai 2010 übernommen. Bald darauf geriet die Bank wegen Marktmanipulationen in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) kam zum Schluss, dass die Valiant durch Eigenhandel den Kurs ihrer Aktien gestützt habe.

Als dann der ehemalige Post-Konzernchef Jürg Bucher das Zepter im Verwaltungsrat vom abtretenden Kurt Streit übernahm, schienen Hobmeiers Tage gezählt, hatte er doch als rechte Hand Streits gegolten. Ende April 2013 trennte sich Valiant «in gegenseitigem Einverständnis» von Hobmeier. An seine Stelle trat Mitte November Markus Gygax. Dieser bezog für seine eineinhalb Monate Amtszeit im vergangenen Jahr insgesamt 116'000 Franken. (aeg/sda)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 31.03.2014 14:31
    Highlight Das wurde im gegenseitigen Einverständnis vereinbart und ist rechtens, aber auch stossend, weil ja Manipulationen und Unrechtsmässigkeiten begangen wurden, die quasi belohnt wurden. So die Aussensicht zumindest.
    2 0 Melden
  • Roman Rey 31.03.2014 14:30
    Highlight Oh, mein Ex-Chef.
    1 0 Melden