FIFA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Franz Beckenbauer, head of the bid committee, and Fifa-president Sepp Blatter (r.) check their watches  during the presentation of the 2006 FIFA World Cup Bid of Germany at the Fifa-headquarters in Zuerich, Switzerland, on Tuesday, August10, 1999. (KEYSTONE/Christoph Ruckstuhl)   === ELECTRONIC IMAGE ===

Franz Beckenbauer holte die WM 2006 nach Deutschland.
Bild: KEYSTONE

Wirklich nichts mit der WM 2006 zu tun? DFB gibt Zahlung von 6,7 Millionen Euro an die FIFA zu



Rund um die Fussball-WM 2006 in Deutschland sind Ungereimtheiten um eine Millionen-Zahlung des deutschen Organisationskomitees an die FIFA aufgetaucht. Das räumt der Deutsche Fussball-Bund selbst ein.

Dem DFB seien «Hinweise bekannt geworden, dass im April 2005 eine Zahlung des Organisationskomitees der WM 2006 in Höhe von 6,7 Millionen Euro an die FIFA geleistet wurde, die möglicherweise nicht dem angegebenen Zweck entsprechend verwendet wurde», heisst es in einer Pressemitteilung.

epa04887936 (FILE) A file picture dated 09 December 2005 of FIFA President Sepp Blatter (R) handing the World Cup trophy to Gerhard Mayer-Vorfelder, then president of the German Soccer Federation (DFB), during the main draw for the FIFA Soccer World Cup 2006 in Leipzig, Germany. Mayer-Vorfelder died on 17 August 2015 aged 82, his family announced on 18 August 2015.  EPA/OLIVER BERG *** Local Caption *** 00592814

Sepp Blatter übergibt dem damaligen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder den Weltpokal.
Bild: OLIVER BERG/EPA/KEYSTONE

Eigentlich sollte das Geld für das Kulturprogramm der FIFA genutzt werden, mit dem seinerzeit fast 50 Kulturprojekte rund um die Weltmeisterschaft unterstützt wurden.

Wohin die Millionen tatsächlich geflossen sind, sei noch unklar. «Ein abschliessendes Ergebnis liegt dazu noch nicht vor, die eingeleiteten Prüfungen dauern noch an», teilte der Verband mit. Der DFB lässt ebenfalls prüfen, ob er gegebenenfalls Ansprüche auf eine Rückforderung des Geldes hat.

Der Hintergrund des Falls: Im Zuge des FIFA-Skandals und der Korruptions-Vorwürfe gegen den Weltverband hatte der DFB intern noch einmal eine Untersuchung der Vergabe der WM 2006 im eigenen Land angeordnet.

Umfrage

Was glaubst du? Hat die ominöse Zahlung wirklich nichts mir der WM-Vergabe 2006 zu tun?

  • Abstimmen

152

  • Ja, da ging sicher alles mit rechten Dingen zu und her.14%
  • Nein, diese Zahlung stinkt doch nach Korruption und Vetternwirtschaft.85%

«Im Rahmen seiner Prüfungen hat der DFB keinerlei Hinweise auf Unregelmässigkeiten gefunden. Ebenso wenig haben sich irgendwelche Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Stimmen von Delegierten im Zuge des Bewerbungsverfahrens gekauft wurden», heisst es in der Presseerklärung. Auch die ominösen 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 hätten «in keinem Zusammenhang mit der bereits rund fünf Jahre zuvor erfolgten Vergabe» gestanden.

Bemerkenswert ist, dass Wolfgang Niersbach als amtierender DFB-Präsident interne Untersuchungen über Zahlungen eines Komitees in Auftrag gegeben hat, dem er seinerzeit als geschäftsführender Vizepräsident und Medienchef selbst angehört hatte. Präsident des Organisationskomitees war Franz Beckenbauer.

German soccer fans cheer as Germany scores the first goal during the World Cup soccer match Germany against Ecuador as they watch the game on a giant TV screen at the public viewing area in Berlin, Tuesday, June 20, 2006. The other teams in Group A are Costa Rica and Poland.  (AP Photo/Franka Bruns) ** zu unserem Paket 'DEU FUSSBALL WM RUECKBLICK' **

Die Welt zu Gast bei Freunden: Deutschland befindet sich im Sommer 2006 im Ausnahmezustand.
Bild: AP

Die FIFA will die Ungereimtheiten nicht kommentieren und hat den Fall an die Audit- und Compliance-Kommission weitergeleitet. Der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger fordert derweil den kompletten Rücktritt des Exekutivkomitees der FIFA. Der Weltverband befinde sich «in der Hand der Staatsanwaltschaften und in der Hand des FBI», sagte Zwanziger dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» und betonte: «Die verbliebenen, nicht suspendierten Mitglieder des Exekutivkomitees müssen geschlossen zurücktreten.» Dazu zählt auch Zwanzigers Nachfolger als DFB-Chef und FIFA-Exekutivmitglied, Wolfgang Niersbach. (pre/si/dpa)

Alle Fussball-Weltmeister

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Nati spendet fürs Pflegepersonal und singt für die Schweiz – ja, auch Petkovic!

Das Schweizer Nationalteam hat ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Mit einer Spende an den Schweizer Berufsverband der Pflegefachpersonen unterstützen die Fussballer den Kampf gegen des Coronavirus.

In einem in den sozialen Medien kursierenden Video macht die Schweizer Nationalmannschaft auf ihr Engagement aufmerksam. Die Spende soll «für die Anschaffung von dringend benötigtem Schutzmaterial» für Pflegende eingesetzt werden, wie der Schweizerische Fussballverband (SFV) auf Facebook schrieb.

Um …

Artikel lesen
Link zum Artikel