Gefühle
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Ein Polaroid-Foto, jeden Tag, 18 Jahre lang – bis Jamie stirbt

Verirrt man sich auf den Blog Some Photos of that day, ist man zunächst ziemlich ratlos. Viele Retro-Bilder ohne Quellenangabe reihen sich schier endlos untereinander. Sie wollen uns eine Geschichte erzählen, die Geschichte von Jamie Livingston.



31. März 1979. Jamie Livingston, ein 23-jähriger Student aus New York City, kauft sich eine Polaroidkamera. Er fotografiert zwei seiner besten Freundinnen.

31.März 1979

31. März 1979 – das erste von vielen Polaroid-Bildern. bild: jamie livingston

Der perfekte Soundtrack zu dieser Geschichte.

Seine Polaroid SX-70 kann Jamie von da an fast nicht mehr aus den Händen legen. Mitte Mai merkt er, dass seit dem Kamerakauf vor knapp zwei Monaten kaum ein Tag vergangen ist, an dem er kein Motiv vor der Linse hatte. Da gibt er sich das Versprechen weiterzumachen. Jeden Tag ein Foto zu schiessen, ist das Ziel. Und das tut er. 18 Jahre lang. Bis er im Alter von 41 stirbt.

25. Oktober 1997

25. Oktober 1997 – das letzte Polaroid-Foto. bild: jamie livingston

Aus dem Leben von Jamie bleiben 6500 digitalisierte Polaroid-Fotografien übrig, die fein säuberlich dokumentiert eine kleine Stelle des Internets mit einer gewaltigen Bildmacht besetzen. Sein langjähriger Freund Hugh versprach Jamie vor dessen Tod, dass er seine Sammlung pflegen, katalogisieren und sie der Öffentlichkeit zugänglich machen werde.

Bild

31. März 1980: Ein Jahr nach dem ersten Bild. bild: Jamie Livingston

Es entstand der Blog Jamie Livingston: Some Photos of that day. Dort können wir als Betrachter teilnehmen; an Jamies Leben, an seinen Liebschaften, seinen Reisen, den emotionalen und den körperlichen. Wir sehen Jamie bei seinem Job als Video-Produzent bei MTV, lernen seinen Geschmack kennen und erleben die Krebsdiagnose mit. «Jamie lebte ein unglaubliches Leben, aber es steckt eine Art alltägliche Selbstverständlichkeit in den Fotos.», erzählte Hugh in einem Interview mit dem «Guardian».

«Was diese Bilder so kraftvoll macht, ist, dass wir unser eigenes Leben durch sie sehen.»

Steve McKenzie, ein Kommentator auf dem Blog

Jamie Livingston: Some Photos of that day (1979-1997)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alpetschudi 26.03.2017 11:01
    Highlight Highlight 18 Jahre lang jeden Tag ein Bild knipsen - Woher hatte der so viel Geld für die Photos?!
    • Acacia 26.03.2017 12:24
      Highlight Highlight Empathie-Level: 0
    • _kokolorix 26.03.2017 12:27
      Highlight Highlight Ein Polaroid kostete etwa 2 Fr. Vielleicht rauchte er nicht?
    • Lutz Pfannenstiel 27.03.2017 08:42
      Highlight Highlight Gratuliere, Alpetschudi, gut mitgedacht. Solche Kommentare braucht das Land. Nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nick Name 26.03.2017 10:07
    Highlight Highlight Berührende Geschichte, sackstarke Bilder.
    Danke für den Hinweis!
  • Calvin Whatison 25.03.2017 23:42
    Highlight Highlight Scheiss Krebs 😔
  • Aroki 25.03.2017 23:03
    Highlight Highlight Sehr schöns wärk :)
  • pachnota 25.03.2017 21:27
    Highlight Highlight ok,,aber ist dieser Beitrag jetzt nicht ein bisschen Voyeurismus?
    • niklausb 25.03.2017 23:38
      Highlight Highlight Ich glaube kaum es sind ja nicht bilder die aus dem verborgenen gemacht wurden
    • lilie 26.03.2017 08:50
      Highlight Highlight Es waren Jamies Bilder. Er wollte, dass sie veröffentlicht werden. Er wollte, dass andere sie sehen.
    • xHascox 27.03.2017 00:05
      Highlight Highlight Niklausb und lilie: ich bin zwar auch eurer Meinung aber wenn ich eure Kommentare wörtlich nehme darf ich in eine Umkleidekabine gehen und wenn die hübsche Frau mich sieht ein Bild machen und es veröffentlichen ^^ hihi
    Weitere Antworten anzeigen
  • niklausb 25.03.2017 21:09
    Highlight Highlight Traurig

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Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

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