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Über 55 Milliarden Schaden – «Cum-Ex»-Skandal weitet sich auf immer mehr Banken aus



Der Skandal um Dividenden-Steuertricks («Cum-Ex») betrifft mehr europäische Länder als bislang bekannt. Dies hat für weitere internationale Finanzkonzerne ein juristisches Nachspiel.

epa06678064 A general view of the Frankfurt city skyline on the left and European Central Bank ECB at sunset in Frankfurt Main, Germany, 18 April 2018.  EPA/ARMANDO BABANI

Deutschlands Bankenzentrum Frankfurt. Bild: EPA/EPA

Das ist das Ergebnis einer europaweiten Medien-Kooperation unter der Leitung des Recherchezentrums Correctiv, an der sich auch die Nachrichtenagentur Reuters beteiligte. Die «CumEx-Files» offenbaren, dass die Steuerzahler nicht nur in Deutschland und Dänemark geschädigt wurden, sondern auch in Belgien, Norwegen und Österreich.

Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft Köln nach Reuters-Informationen im Juni ein Ermittlungsverfahren gegen die spanische Grossbank Santander eröffnet. Sie soll als sogenannter Leerverkäufer im Zusammenhang mit «Cum-Ex»-Geschäften aufgetreten sein. Auch das australische Geldhaus Macquarie ist ins Fadenkreuz der Ermittler geraten.

Die Bank selbst hält die Geschäfte von 2011 für legal. Ein Sprecher von Santander wollte sich nicht dazu äussern, ob die Bank «Cum-Ex»-Geschäfte als unrechtmässig einstuft.

Bei «Cum-Ex» liessen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank mindestens zwei Mal erstatten. Dadurch sind dem Fiskus in Deutschland nach Angaben des Bundesfinanzministeriums mehr als fünf Milliarden Euro entgangen, bevor die Gesetzeslücke 2012 geschlossen wurde. Europaweit summiert sich der Schaden auf über 55 Milliarden Euro, wenn man weitere undurchsichtige Steuerkonstruktionen hinzuzählt. (awp/sda/reu)

Falls du es verpasst hast: «Ninja Warrior Switzerland», Episode 1: Die härtesten Fails

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    Alle Leser-Kommentare
  • banda69 18.10.2018 12:48
    Highlight Highlight Und die Schweizer Medien schweigen. Genau die Medien, welche der SVP zudienen und jede schwachsinnige Aussage dieser Partei tagelang in der Headline halten.

    https://cumex-files.com
    https://www.youtube.com/channel/UCZ-tUoJJV-18Xtcij_tOgGQ

    Wer das liest und sieht, muss unweigerlich an das SVP-Polit-Establishment denken.

    Keine andere Schweizer Partei ausser der SVP macht dermassen Stimmung gegen Steuern, Staat und Recht und zerstört Moral, Sozialwerke und Zusammenhalt.


    https://cumex-files.com/

    https://www.youtube.com/channel/UCZ-tUoJJV-18Xtcij_tOgGQ https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=j4r0lAZvhH4
  • banda69 18.10.2018 11:19
    Highlight Highlight Klingt nach SVP und Konsorten.

    "In diesem System steht der Staat nicht für den Volkswillen. Er ist der Feind, weil er den Menschen - genauer: den Klienten - etwas wegnehmen will. Ob die mehr als genug haben oder nicht, spielt keine Rolle. „Steuern sind für diese Menschen Kosten. Und Kosten gehören reduziert, am besten auf null.“

    https://cumex-files.com/
    Benutzer Bild
    • banda69 18.10.2018 11:58
      Highlight Highlight Ein weiterer Auszug aus dem Artikel, massgeschneidert auf das SVP-Polit-Establishement.

      „Wer sich nicht damit identifizieren kann, dass weniger Kindergärten gebaut werden, weil wir solche Geschäfte machen, der ist hier falsch.“
  • #StandWithRojava #StandwithHK 18.10.2018 11:02
    Highlight Highlight je reicher desto gieriger
  • kafifertig 18.10.2018 10:13
    Highlight Highlight Alle Arten von Steuern abschaffen und ersetzen mit einer einzigen: einer Transaktionssteuer von 1 Prozent auf alle Arten von Geldtransaktionen.

    Dann können die Banken keine Steuern mehr optimieren und hinterziehen helfen.
    • Markus86 18.10.2018 13:13
      Highlight Highlight 1 Promille würde schon reichen.
  • Thinkdeeper 18.10.2018 09:47
    Highlight Highlight Eine Gesetzeslücke die nachträglich geschlossen wurde. Ob dies juristisch erfolgreich zu Rückforderungen führt wird sich zeigen.
    Es braucht den harten Hebel eines Betriebsbewilligungsentzug und Zwangsiquidierung sowie persönliche Haftung der VR.
    Das erste Mal eine massive Busse im Ordnungsverfahren mit mind. 10fache der Schadensumme und Bewährung von 5 Jahre. Das zweite Mal zusätzliche Verwarnung. Das dritte Mal Zwangsverwaltung und geordnete Liquidierung und persönliche Haftung der VR und Manager sowie involvierter Anwälte
    Nur so hören unethische und amoralische Schlaumeiereien auf.
  • rodolofo 18.10.2018 09:32
    Highlight Highlight Diese Banker sitzen den ganzen Tag in irgendwelchen hohen Büro-Türmen vor ihren Computern, in ihren (immerhin gut bezahlten) "Bullshit-Jobs" und müssen beschäftigt wirken, damit sie nicht wegrationalisiert werden von einem ihrer ebenfalls Geldgierigen Chefs, die überall Kosten sparen wollen, ausser bei sich selber und bei den noch höher gestellten Chefs und den Aktionären!
    Da ist es doch kein Wunder, dass sie öfters auf dumme Gedanken kommen...
    • Wilhelm Dingo 18.10.2018 12:09
      Highlight Highlight @rodolofo: falsch, die Bankmitarbeiter arbeiten genau an solchen Kontrukten. Solche legalen aber unmoralischen Konstrukte machen ein Grossteil der Bankgewinne aus.
  • 1+1=3! Initiative 18.10.2018 08:19
    Highlight Highlight Und was ist mit UBS und CS? Die sind doch auch immer an vorderster Front mit dabei, wenn es irgendwas zu ergaunern gibt..
    • chnobli1896 18.10.2018 10:02
      Highlight Highlight In der Schweiz wurden meines Wissens diese Geschäfte schon relativ früh unterbunden und auch verboten. Daher ist es tatsächlich möglich das mal ein Bankenskandel ohne UBS und CS auskommt...
  • Midnight 18.10.2018 08:13
    Highlight Highlight Und welche Konsequenzen wird das haben und für wen?
    • chnobli1896 18.10.2018 08:22
      Highlight Highlight Wohl Geldbusse für das Finanzinstitut, Rückzahlung an die betrogenen Kunden, ein paar Bauernopfer werden entlassen und die, die es befohlen den haben, arbeiten wie gewohnt weiter.
    • Duweisches 18.10.2018 08:24
      Highlight Highlight Wahrscheinlich kaum Konsequenzen, kennt man ja...
    • Midnight 18.10.2018 08:41
      Highlight Highlight Das gemeine Fussvolk zahlt die Ausfälle und bei der nächsten Bankenkrise darf der Staat wieder bluten.

      Weshalb wird Diebstahl eigentlich nur dann bestraft, wenn er von Menschen aus der Unterschicht begangen wird? Steht das nicht im Widerspruch zur Rechtsstaatlichkeit?
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 18.10.2018 07:35
    Highlight Highlight Ja da bin ich mal gespannt was die SVP dazu meint und was die "Partei des Volkes" gegen dieses Verbrechen am Volk unternimmt.

    Lieber Herr Blocher, wann gibts eine schweizweite Kampagne gegen parasitäre Schlechtmenschen, die sich hemmungslos am Staat bedienen? Wann tritt der Mann mit Block in Aktion?
    • John Henry Eden 18.10.2018 12:40
      Highlight Highlight Dachte immer, die SVP sieht sowohl Staat als auch Steuern als Gegner des Volkes an.

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