DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fox-Moderator Tucker Carlson erklärt seinen Ausraster – Fragen bleiben trotzdem

21.02.2019, 14:5222.02.2019, 07:14

Es war ein Interview zum Vergessen: Der Fox-Moderator Tucker Carlson lud den niederländischen Historiker Rutger Bregman zum Gespräch über Steuern ein. Bregman erlangte Berühmtheit, als er am WEF eine Brandrede gegen die globale Elite hielt. Insbesondere kritisierte er die Steuerhinterziehung und wie das WEF das Thema elegant umschifft.

Die Stimmung im Interview kippte, als Bregman dem Moderator Carlson vorwarf, von Rupert Murdoch – dem Gründer und Inhaber von Fox News – gekauft zu sein. Insbesondere kritisierte Bregman, dass sich Fox News auf Schein-Probleme fokussiere, während man brav über die Steuer-Frage schweige.

In der Folge wurde der Fox-Moderator ausfällig. Bregman solle sich selbst f****n und sei ein Idiot, sagte Carlson. Das Interview war beendet, es wurde nicht ausgestrahlt. Als nun gestern das Interview von Ruptly veröffentlicht wurde, sah sich Fox News zu einer Erklärung gezwungen.

Das sagt Carlson zum Vorwurf, gekauft zu sein:

«Aber dann behauptete er, dass meine Firmenbosse mir vorschreiben, was ich zu sagen habe. Und das war zu viel! Jeder, der bei Fox News arbeitet, ist komplett frei in seinem Schaffen. Kein Moderator hat jemals irgendetwas vom Management vorgeschrieben bekommen. Wir haben die totale Freiheit.»

Ein etwas älterer Bericht von «Politico» lässt zumindest Zweifel zu: Gemäss geleakten E-Mails hätten Führungskräfte von Fox News ihren Journalisten vorgeschrieben, gewisse Wörter zu vermeiden.

Zu den Beleidigungen:

«Ich habe ihn einen Idioten genannt, und modifizierte das mit einem vulgären angelsächsischen Begriff, den ich im TV nicht sagen darf. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass der Begriff äusserst präzis war, aber es ist mir nicht erlaubt, im TV so zu reden. Und weil ich das nun gesagt habe, war es nicht mehr möglich, das Interview im Fernsehen zu senden [man kann das «Fuck» ja auch gar nicht zensieren, gell, Tucker?].»

Man könne das Interview im Internet schauen, fährt Carlson fort, aber es seien unangebrachte Worte darunter und dafür entschuldige er sich. Zu seiner Meinung über Bregman steht er aber: «Es [die Beleidigungen] kam aus tiefstem Herzen und ich meinte es exakt so.»

Die Frage, warum Fox News konstant die Steuerpolitik Trumps verteidige, obwohl der Sender immer gegen die Eliten wettert, lässt Carlson unbeantwortet. (jaw)

Fake News – so einfach ist es heutzutage, alle zu täuschen

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vulkanausbruch unter Wasser: Pazifik-Staaten sprechen Tsunami-Warnung aus

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga hat in weiten Teilen des Pazifiks zu Tsunami-Warnungen geführt. Für ganz Tonga wurde am Samstag eine Tsunami-Warnung herausgegeben, wie das örtliche Wetteramt mitteilte. Zudem haben mehrere südpazifischen Inselstaaten Tsunami-Warnungen ausgerufen, darunter Fidschi und Neuseeland. Japan hat vor Wellen von bis zu drei Metern Höhe gewarnt, und im Süden des Landes wurden Wellen von 1,2 Metern Höhe gemessen.

Zur Story