Altersvorsorge
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Der AHV-Rechner des Bundes rechnet nicht immer richtig

12.12.17, 06:49 12.12.17, 07:33

Es ist wohl eines der mächtigsten Programme der Schweiz: Arcor. Mit ihm berechnen die Ausgleichsstellen die Renten. Arcor kann selbst mit komplexesten Situation umgehen und ist zu einem quasi-Standard geworden. Programmiert wurde er von der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) in Genf, dem Kompetenzzentrum des Bundes für die AHV.

Dumm nur: Auch Arcor rechnet nicht fehlerfrei. Im Jahre 2017 musste der Rechner in 19 Fällen angepasst werden, weil er Renten nicht korrekt berechnete – dies berichtet der Tages-Anzeiger. Laut der ZAS liegt die Fehlerquote von Arcor 2017 bei 0,0064 Prozent (19 Fehlerkorrekturen bei 295'917 gemeldeten Renten).

Der Rentenrechner des Bundes rechnet manchmal falsch. Bild: KEYSTONE

Das Problem: Recherchen des «Tages-Anzeigers» zeigen, dass die Ausgleichskassen nicht alle Rentenansprüche manuell nachrechnen. Und: Meist fallen den Kassen nur grössere Fehlbeträge auf. Die Fehlberechnungen treffen also meist Menschen, die eine Teilrente beziehen. Fälle, in denen 25 Franken mehr oder weniger im Monat durchaus einen Unterschied machen können.

Ein weiteres Problem: Wird Arcor angepasst, verschickt die ZAS ein Update an die Ausgleichskassen. Diese installieren die neue Version und werden über Release Notes auf Änderungen aufmerksam gemacht. Es existiert aber gemäss «Tages-Anzeiger» kein Mechanismus, der die Sachbearbeiter auf Renten aufmerksam macht, die wegen der Änderungen im Programm angepasst werden müssten. Solche Fälle müssen die Kassen manuell finden. 

Die ZAS arbeitet nun an der Qualitätssicherung von Arcor. Bis Ende 2018 soll die Software zertifiziert sein. Nahegelegt wurde der ZAS der Schritt von den AHV-Kassen, dem Bundesamt für Sozialversicherung, aber auch von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK). (mlu)

Sollen Steuern direkt vom Lohn abgezogen werden?

Video: srf

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 12.12.2017 10:30
    Highlight Für die junge Generation nicht so schlimm. Die paar Franken, die für diese Jahrgänge noch bleiben werden kann jeder schnell im Kopf ausrechnen...
    8 5 Melden
  • Redly 12.12.2017 09:19
    Highlight Wahnsinn. Die Welt ist noch nicht perfekt...
    19 Fehler ist eine erstaunlich gute Quote! Und wie es scheint, sind die Abweichungen dann auch recht klein.
    11 5 Melden
  • Tilia 12.12.2017 08:16
    Highlight Die Rentenberechnungen unterliegen in den verschiedenen Systemen vielen Validierungen und durch die Revision ist ein Controlling gewährleistet. Dies erzeugt eine hohe Sicherheit in der Rentenberechnung. ACOR ist ein Produkt, dass sich schon sehr lange bewährt und in Anbetracht der Komplexität eine imense Qualität aufweist. Die Zertifizierung ist der richtige Weg, zumal das Rentensystem vor seiner nächsten Revision steht. Ich berechne seit 15 Jahren Renten mit ACOR und kann guten Gewissens sagen, wir liefern sehr gute Qualität.
    6 1 Melden
  • Tilia 12.12.2017 08:11
    Highlight ich möchte hier einigen Punkten widersprechen. Die Kassen rechnen sehr wohl jeden einzelnen Fall nach. Es ist aber so, dass die Renten nicht in 1.- Schritten oder gar Rappen steigen. Es wird mittels einer Skala der Betrag errechnet und auf den nächst höheren Betrag aufgerundet. So kann es sein, dass eine Rente sich betraglich nicht verändert auch durch eine Korrektur und in diesen Fällen kann auf eine Korrektur verzichtet werden. Jede Kasse wird revidiert und die Revision sieht ein Controlling vor. Solche Fälle werden immer nochmals kontrolliert.
    6 1 Melden
  • Thurgauo 12.12.2017 08:10
    Highlight Klar ist es doof, wenn Fehler passieren, besonders bei der Rente. Aber ich denke gegenüber früher, wo man alles von Hand gemacht hat, wurde die Fehlerquote wohl trotzdem massiv gesenkt. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler und an den Fehlern wird gearbeitet. Ich bin selbst Softwareentwickler, bei solch komplexen Berechnungen ist ein kleiner Fehler schnell passiert.
    8 1 Melden

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