Aargau
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General Electric baut 12'000 Stellen ab – beim CEO-Lohn wird nicht gespart

Das amerikanische Industriekonglomerat General Electric (GE) hat letztes Jahr weltweit 12000 Stellen abgebaut. Diese Woche wurde nun bekannt, was General Electric seinen obersten Managern für das Geschäftsjahr 2017 als Lohn ausbezahlt.

13.03.18, 16:33

Niklaus Vontobel / Aargauer Zeitung



The General Electric logo is displayed at the top of their Global Operations Center, Tuesday, Jan. 16, 2018, in the Banks development of downtown Cincinnati. GE CEO John Flannery, who was put in charge of reviving the company last summer, revealed significant issues at GE Capital on Tuesday, which will lead to a $6.2 billion after-tax charge in the fourth quarter. (AP Photo/John Minchillo)

Kahlschlag: Vom Abbau betroffen sind die General-Electric-Standorte Baden, Oberentfelden und Birr. Bild: AP/AP

Allein in der Schweiz wurden 1400 Stellen gestrichen – die meisten davon in Baden AG, nämlich 1100, die übrigen an den anderen Aargauer Standorten in Birr und in Oberentfelden.

Total hat GE damit rund 2400 Arbeitsplätze gestrichen seit Ende 2015. Damals übernahm der Konzern für 10 Milliarden Dollar das Energiegeschäft des französischen Konzern Alstom.

Diese Woche wurde nun bekannt, was General Electric seinen obersten Managern für das Geschäftsjahr 2017 als Lohn ausbezahlt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der ehemalige CEO, Jeff Immelt, für 2017 noch 8.1 Millionen Dollar verdient. Er trat am 1. August 2017 vorzeitig von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger, John Flannery, erhielt total 9 Millionen.

FILE- In this Nov. 14, 2017, file photo, General Electric Chairman and CEO John Flannery is interviewed on the floor of the New York Stock Exchange. Flannery, a longtime insider at GE, was tasked last year with reshaping the company, but the proposed changes at GE have grown more radical over the past several months as negative developments emerge. After cutting the size of its board from 18 to 12 members, General Electric Co. said Monday, Feb. 26, 2018, that a quarter of that board would consist of new members. (AP Photo/Richard Drew, File)

John Flannery  überahm von Jeffrey Immelt den Chefposten bei General Electric Bild: AP/AP

General Electric betont, man habe erstmals überhaupt in der 126-jährigen Geschichte des Konzerns die Boni für das obere Management gestrichen. Damit habe man 2017 Millionen von Dollar gespart. So hätte Immelt eigentlich rund 14.5 Millionen verdient. Ihm wurde ein Bonus von 5.4 Millionen gestrichen, und eine Million von seinem Salär. Flannery wurden 3 Millionen gestrichen.

„Wir ziehen unser Management zur Verantwortung für ihre Leistung“, sagt GE in den jährlichen Aktionärsunterlagen für die Generalversammlung (Annual Proxy Statement; Anm. d. Red). GE verbuchte letztes Jahr einen Nettoverlust von 6.2 Milliarden Dollar.

Die Finanzgemeinde ist dennoch wenig beeindruckt. Die US-Bank JP Morgan hat das Kursziel von GE am Dienstag deutlich herabgesetzt. Der Markt verspreche sich von dem Konzern nach wie vor viel zu viel, schrieb der Analyst. Die Kosten für die Restrukturierung würden die Gewinne belasten. (aargauerzeitung.ch)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 14.03.2018 09:59
    Highlight Eigentlich hätte der Ex-CEO einen Bonus von 5,4 Mio zugute gehabt. Der sei ihm nun gestrichen worden. Für 7 Monate Arbeit bekam er noch 8,1 Mio. Seht her, wie wir unsere Manager zur Verantwortung ziehen!
    Der Witz ist doch: Es werden Boni im voraus festgelegt und wenn der CEO nicht gut genug "performt" streicht man sie ihm. Dann streicht man ihm etwas, das er gar nicht zu gute hat. Das wird als Lohnabbau verkauft. Wenn man uns schon für dumm verkaufen will, sage man doch: der Ex-CEO hätte einen Bonus von 10 Mio zu gute gehabt, wir haben ihm aber nur 5,4 Mio gegeben!
    1 0 Melden
  • Alterssturheit 14.03.2018 07:56
    Highlight Die Löhne auf Stufe C-Level kann man nicht beschneiden. Man benötigt ja "die besten Leute" und die bekommt man sonst nicht.
    (Sagen all die, die in diesem Game mitverdienen..)
    3 0 Melden
  • c_meier 13.03.2018 17:18
    Highlight Effektiv die Boni gestrichen wegen einem Verlust? *daumenhoch*
    wobei es wohl immer noch genug Millionen sind...

    Sagen sie das mal bei einer gewissen grossen Schweizer Bank, es könnte keine Boni bei Verlust geben, die würden Schweiss-Ausbrüche usw bekommen...
    14 0 Melden
    • mogad 14.03.2018 10:00
      Highlight Nein. Die würden die Boni einfach im voraus so hoch ansetzen, dass dann bei einer fiktiven Kürzung immer noch genau rausschauen würde.
      1 0 Melden

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