Armee
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Ein Soldat steht anlaesslich einer Pressefuehrung zur Information ueber die Geheimarmee P-26 vor der unterirdischen Bunkeranlage bei Gstaad im Berner Oberland, aufgenommen am 7. Dezember 1990. Der Stuetzpunkt diente der Geheimorganisation als Waffenlager und Ausbildungsanlage. (KEYSTONE/Str)

Dezember 1990: Ein Soldat steht anlässlich einer Presseführung zur Information über die Geheimarmee P-26 vor der unterirdischen Bunkeranlage bei Gstaad im Berner Oberland. Der Stützpunkt diente der Geheimorganisation als Waffenlager und Ausbildungsanlage. Bild: keystone

Die P-26 meldet sich zurück: Eine andere Zeit, eine andere Welt

Heute würde wohl «Staatsterroristen» stehen in den Schlagzeilen. Die Hysterie Ende der 1980er-Jahre aber ist nachvollziehbar. Kopp-Rücktritt, Fichenaffäre und auch noch die P-26- Geheimarmee – ausreichend Futter für skandalfreudige Medien.

Christoph Bopp



Für die Mitglieder war das hart. Bei der P-26 gab es zwar die «Pioniere», die im Umgang mit Sprengstoff ausgebildet wurden, und den Teilnehmern wurde eine Schnellbleiche mit der Pistole zur Selbstverteidigung verpasst. Aber der Hauptzweck lag auf der Beschaffung und Weitergabe von Informationen. Und die Beteiligten durften die Schlagzeilen nicht richtigstellen. Schweigepflicht. Erst später gab es staatlichen Dank und Anerkennung wie bei der Entlassung aus der Dienstpflicht üblich.

ARCHIV - ZUM TOD VON HANS-RUDOLF STRASSER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Hans-Rudolf Strasser, Informationschef des Eidgenoessischen Militaerdepartements, EMD, und Fuehrungsmitglied der Geheimorganisation P-26, aufgenommen im Januar 1990. (KEYSTONE/Karl-Heinz Hug)

Der verstorbene Hans-Rudolf Strasser.
Bild: KEYSTONE

Sogenannte «Stay-behind»-Organisationen gab es auch andere in Europa. Geheim mussten sie natürlich sein. Und was geheim ist, erregt Argwohn. Nicht immer zu Unrecht. Geheimdienste sind ein ideales Feld für krumme Spielchen. Was wäre ein angemessener Umgang? Ist die Akribie im Aufstellen und das hartnäckige Pochen auf die Bundesverfassung bei der Verteidigung der P-26 ein Zeichen für den «Widerstandswillen» der Schweiz, ein Exzess bornierter Kalter Krieger oder ein nostalgischer Rückfall in Pfadi- oder Bubenromantik? Die Mitglieder waren integer, sie taten das professionell mit allen Opfern, die damit verbunden waren, und dachten, sie handelten im Auftrag und Interesse des Staates. Das muss man respektieren. Und über die staatlichen Absichten darf man denken, was man will.

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