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Sturm Luis schüttelte die Schweiz durch – jetzt wird's wieder kälter

Sturmtief Luis bescherte der Schweiz am Samstag im Flachland Windböen von über 100 km/h. Heute Sonntag sinkt die Schneefallgrenze auf 400 bis 500 Meter.
14.03.2021, 08:3914.03.2021, 08:40

Zwar begann der Samstag vor allem in den Alpen noch recht sonnig, das änderte sich aber im Laufe des Tages: Sturmtief Luis zog von den Britischen Inseln über die Nordsee in Richtung Dänemark. Sein Windfeld erfasste dabei auch die Schweiz und sorgte für starke Windböen. Der Wind frischte bereits im Laufe des Vormittags stark bis stürmisch auf und hielt dieses Niveau dann auch für einige Stunden, teilte Meteonews am Sonntag mit.

An etlichen Flachlandstationen habe es Windspitzen über 100 km/h gegeben. Spitzenreiter war Mühleberg-Stockern (BE) mit 112 km/h gefolgt von Egolzwil (LU) und Le Bouveret (VS) mit je 110 km/h. Selbst die Station auf dem Zürichberg registrierte noch 107 km/h.

Gemäss Meteonews tobte auch auf den Bergen ein veritabler Sturm, in exponierten Gipfel- und Kammlagen seien Orkanböen registriert worden. Spitzenreiter war dabei lange Zeit der Säntis (AR) mit 148 km/h, am frühen Sonntagmorgen gab es dann aber auf der Rückseite der Kaltfront am Crap Masegn (GR) mit 151 km/h eine noch stärkere Böe, wie es weiter heisst.

Schneefallgrenze sinkt

Auf die Kaltfront folgt nun am Sonntag wechselnd feuchte, labil geschichtete und vor allem markant kältere Luft. Die Schneefallgrenze sinke am Morgen auf 400 bis 500 Meter und variiere tagsüber zwischen 500 und 700 Metern. Die Schauer würden sich dabei entlang des Alpennordhangs konzentrieren. In den Bergen wird verbreitet mit 20 Zentimeter Neuschnee gerechnet.

Der kühle Wetterabschnitt soll länger anhalten. Gemäss dem Wetterdienst gebe es bis Mitte der Woche im Norden entlang der Berge immer wieder Stauniederschläge und in den Hochalpen zum Teil über einen Meter Neuschnee – dies immer in Kombination mit viel Wind. Daher steige die Lawinengefahr entsprechend an.

Sturm Luis beschäftigte auch die Einsatzkräfte in der ganzen Schweiz. Schutz & Rettung Zürich rückte rund 20 Mal aufgrund von Sturmschäden auf dem Stadtgebiet aus. Dazu koordinierte sie rund 50 Einsätze im Kanton, wie Schutz & Rettung am Samstag mitteilte. Es ging primär um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste, die teilweise Verkehrswege blockierten.

(abi/chmedia)

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