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epa06417905 (FILE) - A guest inspects the new MacBook Pro computer with the new USB-C ports in a demo room, following the announcement of new products at the Apple Headquarters in Cupertino, California, USA, 27 October 2016 (reissued 05 January 2018). According to reports, Apple has admitted its iPhone and Mac products are affected by two considerable security flaws in the hardware chips. Several technology companies are rushing to fix two considerable flaws in popular computer chips manufactured by Intel, AMD and ARM. The flaws could help attackers to gain access to sensitive information such as banking information and passwords. It is not known if the boards and chips pictured contain the security vulnerability.  EPA/TONY AVELAR

MacBooks laden über USB-C, in seine iPhones verbaut Apple aber bislang seinen eigenen Stecker «Lightning». Apple kann die Lizenz an Zubehörhersteller vergeben und macht dadurch mit jedem verkauften Zubehörteil ebenfalls Profit. Bild: EPA

So will die EU einheitliche Ladekabel für Handys und Co. durchsetzen

Über zehn Jahre ist es her, dass die EU-Kommission einen einheitlichen Standard für Ladegeräte ankündigte. Passiert ist seitdem wenig. Doch jetzt könnte es bald soweit sein, wie interne Dokumente zeigen.



Ein Artikel von

T-Online

Apple setzt bei iPhone und iPad auf den hauseigenen Lightning-Stecker, Android bei seinen Topmodellen zumeist auf USB-C, für ältere und günstigere Android-Geräte ist noch immer der Micro-USB-Stecker im Einsatz. Dieses Durcheinander will die EU-Kommission nun beenden und einen einheitlichen Stecker für alle Geräte durchsetzen, wie aus internen Dokumenten hervorgeht, die netzpolitik.org vorliegen. 

Erster Vorstoss vor über einem Jahrzehnt 

Vor über einem Jahrzehnt schlug die EU erstmals vor, dass alle Handymodelle mit demselben Anschluss arbeiten sollten. Der Vorstoss scheiterte seinerzeit vor allem am Widerstand von Apple. Doch wie interne Dokumente zeigen sollen, könnte die Kommission schon bald einen neuen Anlauf starten, einheitliche Standards bei Ladegeräten für Handy, Tablets, Laptops und andere Elektrogeräte zu schaffen. Eine entsprechende Gesetzesinitiative könnte noch dieses Jahr verabschiedet werden. 

Das Gesetz soll Hersteller dazu verpflichten, alle tragbaren Geräte mit ähnlichen Stromanforderungen wie Smartphones, Kameras, Tablets, Kopfhörer oder E-Reader mit einem solchen Anschluss auszustatten. Die Kommission prüfe derzeit noch, auf welcher rechtlichen Basis die Initiative durchgesetzt werden könne. 

13'000 Tonnen Elektromüll im Jahr 

Durch das neue Gesetz bräuchten Nutzer weniger Ladekabel, was auch weniger Abfall bedeuten würde. Denn wie eine Studie im Auftrag der EU-Kommission zeigt, verursachen allein Ladekabel jährlich bis zu 13'000 Tonnen Elektroschrott.

Langfristig ist es Ziel der EU, eine müllfreie Kreislaufwirtschaft für Elektrogeräte zu etablieren. Zu den Plänen gehören auch ein Recht auf Reparatur sowie der Versuch, mehr Geräte zu recyceln. Derzeit wird weniger als die Hälfte des Elektromülls wiederverwendet.

Neben dem Laden per Kabel will die Kommission auch einen einheitlichen Standard für kabelloses Laden schaffen. Die meisten aktuellen Modelle nutzen bisher den Qi-Standard, doch auch einige Alternativen stehen kurz vor der Markeinführung. Eine ähnliche Situation wie beim kabelgebundenen Laden soll durch eine EU-Regelung verhindert werden. Wie genau diese aussehen könnte, soll zunächst eine technische Studie klären.

Dass bisher noch kein Vereinheitlichung für Ladegeräte durchgesetzt wurde, liegt nicht zuletzt an Apple. Das Unternehmen kritisierte einen solchen Standard als Innovationshemmnis. 

Quellen

(t-online/blu)

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