Eishockey
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Der Zuercher Chris Baltisberger schiesst das 2-1fuer die Lions beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen die SCL Tigers in Zuerich am Dienstag, 14. Januar 2020. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Baltisberger lenkt zum wegweisenden 2:1 für die ZSC Lions ab. Bild: KEYSTONE

ZSC feiert Kantersieg und ist wieder Leader – Lugano klettert über den Strich

Die ZSC Lions führen die Tabelle der National League nun alleine an. Die Zürcher bezwangen zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen die SCL Tigers mit 6:1 und weisen in der Rangliste nun drei Punkte Vorsprung auf Zug und Servette auf.



ZSC Lions – SCL Tigers 6:1

Die ZSC Lions haben mit einem 6:1-Sieg die Tabellenführung in der National League erobert. Die Partie war praktisch eine Kopie von jener vor vier Tagen, als die Zürcher in Langnau mit demselben Resultat siegten. Wie am Freitag gingen die SCL Tigers – etwas glückhaft durch Claudio Cadonau in der 21. Minute – 1:0 in Führung. Die Lions glichen erneut im Powerplay aus, drehten die Partie bis zum Ende des zweiten Drittels und siegten am Ende überaus deutlich.

Einmal mehr spielte Pius Suter eine Hauptrolle. In Langnau hatte er 3 Sekunden vor der ersten Pause zum 2:1 getroffen, im Hallenstadion schoss er nach gut 29 Minuten das wichtige 1:1. Für den Schweizer Internationalen war es der 20. Treffer in dieser Saison – kein anderer Stürmer hat in der höchsten Schweizer Liga bisher öfter getroffen.

Die Entscheidung im dritten Duell dieser beiden Mannschaften seit dem Jahresbeginn (!) gelang Simon Bodenmann, der neun Partien nicht mehr getroffen hatte, nach 58 Sekunden im letzten Drittel mit dem 3:1 - unter gütiger Mithilfe von Langnaus Goalie Damiano Ciaccio, der erst zu seinem zehnten Einsatz in dieser Saison gelangte. Wenige Sekunden zuvor hatte Langnau eine hervorragende Chance vergeben.

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Pius Suter: «Ich bin heute wieder am richtigen Ort gestanden.» Video: YouTube/MySports

Die Zürcher gewannen nun zum ersten Mal seit Ende Oktober drei Spiele in Folge. Der einzige Wermutstropfen: In der 51. Minute fiel Severin Blindenbacher nach einer Aktion von Nolan Diem verletzt aus. Viel deutete auf eine (neuerliche) Hirnerschütterung hin.

Langnau auf der anderen Seite muss zum zweiten Mal in dieser Saison vier Niederlagen in Folge verkraften. Von einer Überraschung wie am 2. Januar, als sie in Zürich 3:2 gewonnen hatten, waren die SCL Tigers dieses Mal weit entfernt.

ZSC Lions - SCL Tigers 6:1 (0:0, 2:1, 4:0)
8418 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Fuchs/Ambrosetti.
Tore: 21. (20:18) Cadonau 0:1. 30. Suter (Noreau/Ausschluss Maxwell) 1:1. 39. Chris Baltisberger (Wick) 2:1. 41. (40:58) Bodenmann (Hollenstein/Ausschlüsse Ortio; Earl) 3:1. 56. (55:59) Pettersson (Dominik Diem/Ausschluss Pesonen) 4:1. 57. (56:11) Hollenstein 5:1. 60. (59:19) Hollenstein 6:1.
Strafen: je 7mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Suter; Pesonen.
ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Pettersson, Suter, Backman; Bodenmann, Dominik Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti; Simic.
SCL Tigers: Ciaccio; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Blaser, Huguenin; Grossniklaus; Schmutz, Maxwell, Earl; DiDomenico, Berger, Pesonen; Kuonen, Nolan Diem, Neukom; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Krüger, Flüeler (beide verletzt), Roe (krank) und Sutter (überzählig), SCL Tigers ohne Dostoinow, Glauser, Schilt (alle verletzt), Elo und Gagnon (beide überzählige Ausländer). Blindenbacher verletzt ausgeschieden (51.).

Der Zuercher Tim Berni, links. gegen den Tiger Harri Pesonen, rechts, beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen die SCL Tigers in Zuerich am Dienstag, 14. Januar 2020. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Es wurde mit Haken und Ösen gekämpft. Bild: KEYSTONE

Servette – Lugano 0:2

Der HC Lugano ist erstmals seit dem 22. November wieder in den Top acht der Liga klassiert. Die Tessiner feierten beim 2:0 auswärts gegen Genève-Servette einen wichtigen Auswärtssieg und stiessen (den spielfreien) Meister Bern unter den Strich.

Seit Serge Pelletier Trainer ist, geht es mit Lugano aufwärts. Die ersten beiden Partien unter dem neuen Coach vor Weihnachten gingen zwar noch verloren, seither aber gewannen die «Bianconeri» vier von fünf Spielen. Der Lohn für den Aufwärtstrend und den Sieg gegen die zuletzt so souveränen Genfern ist der Sprung auf Platz 7.

Genève-Servette ehrte vor dem Spiel den im Sommer zurückgetretenen Leistungsträger Kevin Romy, der zuvor auch in Lugano gespielt hatte. Anschliessend gab es für die Genfer nichts mehr zu feiern. Nach sieben Siegen de suite verlor Servette nun zweimal in Folge.

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Henrik Tömmernes: «Es ist eine Fun-League.» Video: YouTube/MySports

Ohne den gesperrten Kanadier Daniel Winnik, der zuletzt viermal in Folge getroffen hatte, fehlte der Mannschaft von Patrick Emond ein wichtiges Element in der Offensive. Zum erst dritten Mal in dieser Saison erzielten die Genfer keinen Treffer; Sandro Zurkirchen im Tor von Lugano feierte mit 25 Paraden seinen ersten Shutout in dieser Saison.

Genève-Servette - Lugano 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)
5788 Zuschauer. - SR Tscherrig/Kaukokari, Progin/Gnemmi.
Tore: 1. (0:24) Wellinger 0:1. 40. (39:48) Walker (Suri, Wellinger) 0:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Wingels; Klasen.
Genève-Servette: Mayer; Karrer, Maurer; Le Coultre, Tömmernes; Jacquemet, Kast; Cajka, Smons; Wingels, Fehr, Miranda; Bozon, Richard, Rod; Patry, Smirnovs, Maillard; Riat, Berthon, Douay.
Lugano: Zurkirchen; Chorney, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Jecker, Jörg; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Walker.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Winnik (gesperrt), Völlmin, Fritsche, Mercier und Wick, Lugano ohne Morini (alle verletzt) und Postma (überzähliger Ausländer). Timeout Genève-Servette (58:54), Genève-Servette danach ohne Torhüter. (pre/sda)

Lugano's forward Julian Walker, 2nd right, celebrates his goal with his teammate center Jani Lajunen, of Finland, right, past Geneve-Servette's forward Noah Rod, left, Geneve-Servette's goaltender Robert Mayer, Lugano's forward Reto Suri #9 and Geneve-Servette's defender Henrik Toemmernes #7, of Sweden, after scoring the 0:2, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and HC Lugano, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Tuesday, January 14, 2020. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Lugano darf endlich auch gegen Servette jubeln. Bild: KEYSTONE

Die Tabelle:

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Altorez 15.01.2020 07:25
    Highlight Highlight Hab meine Saisonkarte im Hallenstadion ziemlich weit oben über dem ZSC Spielereingang. In der Ecke ist die Blindi Verletzung passiert. Als er für ein paar Sekunden regungslos da lag.. Ich hatte das Schlimmste befürchtet.. Gute Besserung Severin!
  • Couleur 15.01.2020 01:07
    Highlight Highlight Ich erwarte einen Eismeister Bericht im Stile von: "Kostet das DomiGate Langnau die Playoffs?" ;-)
    • SörgeliVomChristophNörgeli 15.01.2020 03:26
      Highlight Highlight Bitte nicht. Und dann beim nächsten Langnau-Sieg "Bringt das DomiGate Langnau die Playoffs?" Bitte nicht. Lieber mal nen fundierten Bericht gegen das Hockey-Monopol des HCD am Spendercup.
    • Amboss 15.01.2020 07:35
      Highlight Highlight @Nörgeli: Hockey-Monopol am Spengler cup? Meines Wissens war dieses Jahr Ambri auch dabei...
      Dann kann es ja gar kein Monopol sein...
  • Lümmel 14.01.2020 22:46
    Highlight Highlight Lugano scheint sich etwas gefangen zu haben. Mir ist's recht. Geht es in dem Stil weiter, gibt's einen dreifachen Berner Strichkampf. 😁
    • MARC AUREL 15.01.2020 07:02
      Highlight Highlight Und ein Berner Klub schmeisst in den Playoff Zug gschwing raus...

Langnaus Trainer in der kritischsten Situation seit seinem Amtsantritt

Heinz Ehlers ist Langnaus mit Abstand bester Trainer des Playoff-Zeitalters. Aber nach zwei Pleiten und einem verlorenen Machtkampf mit Chris DiDomenico geht es jetzt um mehr als «nur» die Playoff-Qualifikation. Es geht um die Jobs von Sportchef Marco Bayer und Heinz Ehlers.

Damit nicht der Verdacht aufkommt, es gehe um eine Polemik, hier nur langweilige Zahlen.

In den letzten drei Partien haben die SCL Tigers 17 Tore kassiert. In den 7 Partien davor waren es zusammengerechnet 16.

Seit dem «Independence Day» (der Verkündung des Abgangs von Chris DiDomenico) haben die Langnauer kein Spiel mehr nach 60 Minuten gewonnen. Es reichte noch zu einem 3:2 n.V in Zürich und seither gab es lauter Niederlagen: 1:2 n.V gegen Davos, 4:5 n.V in Fribourg und nun zweimal …

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