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Warum die Empörung über die Halal-Toblerone absurd ist – in 4 Punkten

18.12.2018, 13:4919.12.2018, 06:21

Die Meldung

Eigentlich wäre es ja kaum eine Meldung wert. Eine bekannte Marke verkündet, dass ihr Produkt eine neue Zertifizierung erhält. Geändert an der Rezeptur hat sich nichts. Man verpasst dem Produkt einfach ein neues Label und schon hat man eine neue Zielgruppe erschlossen.

So geschehen am Sonntag, als der «Blick» berichtete, dass Toblerone im April dieses Jahres seine Produktionsstätte als halal zertifizieren liess. Halal bedeutet, dass ein Produkt mit dem Islam konform ist und gegen keine Regel verstosse. Die Berner Milchschokolade kann bedenkenlos konsumiert werden, ohne dass ein Muslim gleich in der Hölle landet.

In den sozialen Medien führte die Meldung aber zu massenhaft Empörung. Dort witterte man die Islamisierung des Abendlandes, sprach vom «westlichen Kniefall vor der islamischen Welt». Hier ein paar Beispiele:

Die Empörung

Reihenweise kommen die Boykott-Aufrufe

Auf einmal schmeckt die Schokolade nicht mehr so gut

Fake News

Nicht nur Toblerone habe Halal-Produkte eingeführt, in Dresden gebe es auch Halal-Stollen. Dumm nur, dass die arabischen Schriftzeichen keinen Sinn machen. Das Bild ist gefälscht.

Die Empörung über die Empörung

Auch das sorgte für hitzige Diskussionen: Die Hijab-Kollektion von Dolce & Gabbana 

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Hijab-Kollektion von «Dolce + Gabbana» sorgt für Diskussionen
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«Dinge, die man einer Burka tragenden Frau nicht sagen sollte»

Video: watson
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