EU
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07461273 Thousands of citizens take part in the ceremony marking the 20th anniversary of the NATO bombing campaign of the former Yugoslavia in the center of Nis, Serbia, 24 March 2019. NATO started bombing Yugoslavia on 24 March 1999 during the Kosovo War. Hundreds of civilians were killed in the first bombing that NATO ever carried out without an approval by the UN Security Council. The operation Allied Force was aimed at ending military action, violence and repressive activities by the Milosevic government.  EPA/DJORDJE SAVIC

Bild: EPA/EPA

Serbien gedenkt der Nato-Luftangriffe vor 20 Jahren



Serbien hat am Sonntag der Nato-Luftangriffe auf das Land vor 20 Jahren gedacht. Im südserbischen Nis versammelten sich am Abend im Beisein von Präsident Aleksandar Vucic mehr als 20'000 Menschen zu einer Kundgebung.

epa07461280 President of Serbia Aleksandar Vucic addresses the audience during the ceremony marking the 20th anniversary of the NATO bombing campaign of the former Yugoslavia in the center of Nis, Serbia, 24 March 2019. NATO started bombing Yugoslavia on 24 March 1999 during the Kosovo War. Hundreds of civilians were killed in the first bombing that NATO ever carried out without an approval by the UN Security Council. The operation Allied Force was aimed at ending military action, violence and repressive activities by the Milosevic government.  EPA/DJORDJE SAVIC

Aleksandar Vucic Bild: EPA/EPA

Um 19.45 Uhr, der Uhrzeit der ersten Angriffe am 24. März 1999, heulten die Sirenen. Auf einem Grossbildschirm wurden Bilder von den damaligen Angriffen gezeigt.

«Wir standen allein der grössten Militärmacht der Welt gegenüber», sagte Vucic. «Ihr Ziel war klar: uns besiegen und uns demütigen, dann einen Teil unseres Gebietes einem anderen geben.» Der Präsident erinnerte an 2500 zivile Todesopfer und an ein «zerstörtes Land». Serbien werde die Geschehnisse immer als ein «Verbrechen» ansehen.

Die Nato hatte am 24. März 1999 ihre Luftangriff auf Ziele in Serbien und Montenegro begonnen, um ein Ende der Gewalt gegen die albanischstämmige Bevölkerung in der damals noch serbischen Provinz Kosovo zu erzwingen. Die Luftangriffe wurden fortgesetzt, bis der damalige serbische Präsident Slobodan Milosevic am 10. Juni den Rückzug der serbischen Truppen aus dem Kosovo anordnete.

FILE - In this Thursday, Feb. 14, 2002 file image taken from TV, former Yugoslav President Slobodan Milosevic gestures during the U.N. war crimes tribunal at The Hague, The Netherlands. After nearly a quarter century of prosecuting Balkan wars atrocities, the United Nations’ Yugoslav war crimes tribunal is closing down with no fugitives left on the run, many major suspects convicted but denial of crimes and glorification of war criminals still rife in the region. (ICTY via AP, File)

Slobodan Milosevic Bild: AP/ICTY

Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge starben bei den Nato-Angriffen auf serbischem Gebiet rund 500 Zivilisten. Serbien nennt die Zahl von 2500 Todesopfern.

Kosovos Ministerpräsident Ramush Haradinaj bekräftigte im Online-Dienst Twitter die «tiefe Dankbarkeit» der Kosovaren für die Nato-Intervention. Die frühere serbische Provinz erklärte sich 2008 für unabhängig, was von Belgrad bis heute nicht anerkannt wird. Im Kosovo-Krieg starben mehr als 13'000 Menschen. (sda/afp)

Der Propaganda-Zug aus Belgrad

Vergessen können die Hinterbliebenen nicht

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blitzmagnet 25.03.2019 09:43
    Highlight Highlight Das war mir nie so bewusst, dass die NATO Belgrad direkt bombardiert hat.
    Weshalb wurde das gemacht? Gibt es dazu gute Quellen?
    • MrNiceGuy 25.03.2019 10:40
      Highlight Highlight
      Play Icon


    • fluxx 25.03.2019 12:07
      Highlight Highlight @waheda
      78 Tage genau. Unter den „strategischen Zielen“ waren ja auch Spitäler, TV-Stationen und die einzige noch unabhängige Tabakfabrik in Europa. Wesley Clark hat einfach alles brennen lassen. Milosevic wollte ja verhandeln, aber die NATO wusste das ja mit dem Annex B (siehe Wikipedia) in Rambouillet zu verhindern. Uneingeschränkte bewegliche Freiheit der NATO Streitkräfte in ganz Jugoslawien? Welcher souveräne Staat bei Verstand hätte dem zustimmen können?

Wie sich der Kosovo-Krieg auf die Schweiz auswirkte – die 6 wichtigsten Fragen

1999 beantragten fast 30'000 Menschen aus der Bundesrepublik Jugoslawien Asyl in der Schweiz. Die kosovarische Diaspora ist heute eine der grössten im Land.

Im Kosovo-Krieg mussten fast 1.5 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. 590'000 blieben als interne Vertriebene im Land (Kosovo war bis 2008 eine jugoslawische und später serbische Provinz). 860'000 suchten im Ausland Zuflucht. Alleine die Nachbarländer Albanien und Mazedonien nahmen rund 670'000 Flüchtlinge auf.

Der Konflikt bescherte der Schweiz ein Asyl-Rekordjahr. 1999 gingen insgesamt 47'513 Asylgesuche ein, so viele wie nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. 29'495 Asylgesuche kamen von …

Artikel lesen
Link zum Artikel