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Schweizergarde: Socken aus dem St. Galler Rheintal für Schweizergarde



Grosse Gala bei der Schweizergarde: Am (morgigen) Freitag findet in Rom die Vereidigung der neuen Rekruten statt. Wachtmeister und Offiziere tragen an diesem Tag ihre Gala-Uniform. Ihre Socken stammen von René Tanner aus dem St. Galler Rheintal.

Seit dem Tod des Vaters im Jahr 2002 führt René Tanner den Betrieb in Balgach alleine. «Ich entschied mich dafür, ganz auf die Produktion von Qualitätssocken zu setzen», sagt der Einmann-Unternehmer, der neben Arbeits-, Sport- und Alltagssocken auch immer wieder Sonderanfertigungen herstellt. Er beliefert unter anderem Gefängnisse, Musikvereine, ein Kloster und einen Seilziehclub.

«Ich bin praktisch der einzige, der in der Schweiz noch selber Socken produziert», sagt René Tanner. Sieben Maschinen stehen im kleinen Anbau am Wohnhaus in Balgach. Eine Maschine strickt sieben Paar Socken pro Stunde.

Viele Gardisten aus dem St. Galler Rheintal

Seit über 500 Jahren bewacht die Schweizergarde den Papst in Rom. Heute besteht die Schutztruppe aus 110 Mann. Die Rekruten verpflichten sich freiwillig für eine zweijährige Dienstzeit. Die meisten Gardisten stammen aus dem Wallis, aus dem Kanton Luzern und aus dem Kanton St. Gallen. Fast jeder im Rheintal kenne einen ehemaligen Gardisten, sagt Tanner. Da sei er auf die Idee gekommen, dem Vatikan ein Muster seiner Socken zu schicken.

«Zuerst wurde ich vertröstet, doch dann flatterte ein Auftrag für 120 Socken ins Haus», sagt Tanner. Die Schweizergarde benötigt für die Gala-Uniform neue Socken. Zu den Pluderhosen braucht es überlange Socken, die weit über da Knie reichen. Tanner verarbeitete 15 Kilogramm Garn, rotes für die Wachtmeister und bordeauxrotes für die Offiziere.

Der Tag der Vereidigung ist der Höhepunkt im Leben eines jeden Gardisten. Noch heute wird zum Gedenken an die Plünderung Roms im Jahre 1527 («Sacco di Roma»), die Vereidigung der neuen Rekruten jeweils am 6. Mai abgehalten. Neben Angehörigen der Neuvereidigten sind wichtige Vertreter aus Politik und Kirche anwesend - und Tanners Socken an den Beinen der Offiziere und Wachtmeister.

Mit zwei Maschinen angefangen

Bruno Tanner, der Vater von René Tanner, gründete im Jahre 1975 die Firma Tanner-Socken. In Balgach begann er, mit zwei Maschinen in seinem Haus Socken zu stricken. Kontinuierlich wuchs die Firma, und so konnte 1978 einen Anbau realisiert werden.

Nach seiner Lehre als Mechaniker lernte René Tanner bei der Firma Jacob Rohner AG, Sockenstrickautomaten zu bedienen und zu reparieren. Während dieser Zeit besuchte er zudem noch die Handelsschule und die Textilfachschule in Wattwil SG. 1987 stieg er bei seinem Vater mit ein. (sda)

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