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In this Jan. 22, 2020 photo, Democratic presidential candidate, former New York City Mayor Michael Bloomberg speaks at the â??U.S. Conference of Mayors' Winter Meeting in Washington. (AP Photo/Patrick Semansky)
Michael Bloomberg

Michael Bloomberg nutzt sein Vermögen für zahlreiche Werbe-Anzeigen und scheut bisher die Fernsehdebatten der Demokraten – dafür wird er kritisiert. Bild: AP

«Er schaltet nur Anzeigen» – Bloomberg wird von Konkurrenten im US-Wahlkampf kritisiert



Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Michael Bloomberg bekommt zunehmend Gegenwind von seinen parteiinternen Konkurrenten in dem Rennen. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden sagte am Sonntag dem Fernsehsender NBC mit Blick auf Bloomberg, 60 Milliarden Dollar könnten zwar viel Werbezeit im Fernsehen kaufen, nicht aber die eigene Vergangenheit ausradieren.

Die Senatorin Amy Klobuchar beklagte in einem Interview mit dem Sender, Bloomberg dürfe sich nicht hinter seiner Werbung im Fernsehen verstecken, sondern müsse sich Interviews und Diskussionen stellen.

«Er schaltet nur Anzeigen», kritisierte sie. «Er muss Antworten geben.» Bloomberg solle auch bei Fernsehdebatten antreten, sagte Klobuchar. Sie könne Bloomberg nicht mit Fernsehwerbung schlagen, bei einer TV-Debatte dagegen schon.

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Das gesamte Interview mit Klobuchar – die entsprechende Szene startet ab 09:00. Video: YouTube/NBC News

Bloomberg ist einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen wird vom «Forbes»-Magazin auf mehr als 60 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Demokrat war erst spät in das Rennen seiner Partei eingestiegen. Er hat enorme finanzielle Ressourcen für seinen Wahlkampf, gibt sehr viel für Fernsehwerbung aus, tritt aber weniger öffentlich auf als seine Mitstreiter.

Den Wahlkampf in den ersten kleineren Vorwahl-Staaten etwa sparte sich Bloomberg ganz. Er konzentriert sich stattdessen auf den «Super Tuesday» Anfang März, wo in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten Vorwahlen anstehen - darunter in grossen und gewichtigen Staaten wie Kalifornien und Texas. Bislang hat Bloomberg auch noch an keiner Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber teilgenommen.

Derzeit ist Bloomberg mit Kritik an seiner Vergangenheit konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Geschäftsmann sexistische Äusserungen gemacht zu haben - und diskriminierende Äusserungen zu der unter ihm als New Yorker Bürgermeister eingeführten und später als verfassungswidrig eingestuften Polizeitaktik «stop and frisk», bei der Polizisten Menschen willkürlich kontrollieren und durchsuchen können. (mim/sda/dpa)

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vanessa_2107 17.02.2020 08:28
    Highlight Highlight Bloomberg hat aber auch gesagt, dass er jeden Demokraten finanziell weiter unterstützen wird, kommt er nicht weiter. Er kritisiert andere Demokraten auch nicht, wie das momentan wieder unter den Kandidaten passiert. Er hat sich bei den Schwarzen auch entschuldigt, Viele können aber nicht vergessen, was ihnen angetan wurde. Bei allem muss man aber bedenken, schlimmer als der demente narzistische Soziophat Trump geht definitiv nicht. Trump muss einfach weg. Jeder Demokrat ist 1000x besser als dieser Irre. Und mit seiner Werbung trifft er Trump total.
    • Swisslord 17.02.2020 10:46
      Highlight Highlight Vanessa: weisst du was besser als 10 Konzenstrationslager ist? 5! Was ich damit sagen will ist, dass es nicht reicht besser zu sein als Trump. Wenn der Nachfolger von ihm nicht den Menschen wirklich hilft, wird es später noch viel schlimmer. Vielen Menschen in den USA geht es miserabel. Ein UNO-Mitarbeiter hat mal von 3-Welt-Zuständen geredet. Und dies trotz 8 Jahren Obama und Clinton. Wenn diese "guten" Politiker den Menschen nicht helfen, werden sie sich immer dem Rattenfänger zuwenden.
      Darum ist es so wichtig, dass es eine politische Revolution gibt in den USA.
    • Vanessa_2107 17.02.2020 15:21
      Highlight Highlight Swisslord - erste Priorität ist aber, Trump muss abgewählt werden. Und das wirst auch du einsehen. Ich verstehe auch was du meinst.
  • AdvocatusDiaboli 17.02.2020 07:20
    Highlight Highlight "Er schaltet nur Anzeigen"

    Und offenbar genügt das dem Publikum. Bloomberg kauft sich alleine mit dem Portemonnaie einen grossen Teil der Demokraten auf. Wenn er jetzt noch selber Hand anlegt, dann ist Bernie Sanders erledigt.
  • Asmodeus 17.02.2020 05:42
    Highlight Highlight "Stop and Frisk" war in erster Linie ein Vorwand damit Polizisten schwarze Männer drangsalieren konnten.

    Bloomberg versucht darum gezielt schwarze Influencer zu finden die ihn bewerben.

    Er hat auch weiße Helfer die sich auf Twitter als schwarz ausgeben.

    Er ist eigentlich auch nur ein Trump

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