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Konfliktmediation: Bundesrat Burkhalter will Rolle der Schweiz als Mediatorin stärken



Bundesrat Didier Burkhalter begrüsst die wachsende Bedeutung der Schweiz im Bereich der Konfliktmediation. Dies sei eine Priorität der Aussenpolitik.

Es gelte daher, die Ausbildung von Vermittlern und Mediatoren zu fördern und die Posten vermehrt auch mit Frauen zu besetzen. «Die Mediation ist der potenzielle Sonnenstrahl im Dunkel der Krise», sagte Burkhalter anlässlich der Jahreskonferenz der Abteilung für Menschliche Sicherheit (AMS) am Donnerstag in Bern.

Die Schweiz sei gut positioniert in ziviler Friedensförderung und Mediation. «Wir wollen diese Position ausbauen und Weltspitze sein in diesem Bereich», sagte der Aussenminister laut Redetext.

Mediationen und Verhandlungen müssten vorbereitet werden. Dabei gelte es, Rampenlicht und Öffentlichkeit zu meiden, das Vertrauen der Parteien zu wahren und diskret zu sondieren, wo Fortschritte möglich seien.

Der Bundesrat erinnerte an die Rolle der Schweiz als Gastgeberin für jüngste internationale Konferenzen, wie etwa die Atomverhandlungen mit dem Iran, jene zwischen den USA und Nordkorea oder die Syrien-Treffen. Es seien solche Ereignisse, die zum Ruf der Schweiz als Vermittlerin erster Wahl beitragen würden.

Ganze Palette nutzen

Es sei wichtig, die gesamte Mediations-Palette zu pflegen und ein vielfältiges Engagement anzubieten. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe ein Konzept zur Stärkung der Mediationskapazitäten erarbeitet. Der Fünfjahresplan sieht vor, die Mediationsausbildung auszubauen, Nachwuchs mithilfe spezialisierter Karrieren aufzubauen und verstärkt mit Partnern zusammenzuarbeiten.

Der EDA-Vorsteher wies zudem darauf hin, dass es zur besseren Bewältigung zahlreicher Mediationen mehr Frauen brauche. «Die Frauen sind zu oft von solchen Verhandlungen ausgeschlossen, was die Chancen auf Frieden verringere.» (sda)

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