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Andreas Glarner, SVP-AG, diskutiert mit einem Ratskollegen, an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 5. Juni 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Kann SVP-Nationalrat Glarner besser austeilen als einstecken? Bild: KEYSTONE

Glarner kriegt seine eigene Medizin verabreicht – und verträgt sie nicht



Andreas Glarner fühlt sich, wie blick.ch berichtet, belästigt. Nachdem der Aargauer SVP-Nationalrat die Handynummer einer jungen Zürcher Lehrerin veröffentlicht und dazu aufgerufen hatte, ihr die Meinung zu sagen, erhält er nun selber zahlreiche Telefonate und SMS.

Die Lehrerin, die muslimische Eltern korrekt auf die Regelung hingewiesen hatte, dass ihre Kinder für das Bayram-Fest schulfrei erhalten, wurde nach Glarners Aufruf dermassen mit zum Teil gehässigen Anrufen und Mails eingedeckt, dass sie sich vorübergehend aus dem Schulbetrieb zurückzog.

Nun muss Glarner offenbar seine eigene Medizin schlucken – und sie scheint ihm nicht zu munden: Der SVP-Politiker droht Anrufern mit «den Ermittlungsbehörden». Dies zeigt der Screenshot dieses Tweets von Olivier Oswald:

Screenshot Tweet SMS Glarner

Screenshot: Twitter

Auch gegenüber blick.ch bestätigte Glarner, er werde Personen «teilweise melden, die mehrere Male anrufen und immer aufhängen».

Glarner gerät zusehends unter Druck. Innerhalb der SVP wird Unmut über das Gebaren des Nationalrats laut. Die Angelegenheit soll in der Fraktionssitzung vom kommenden Dienstag auf die Traktandenliste kommen, berichtet der «Sonntagsblick».

Am Freitag fand ein Facebookpost einer Mutter, deren Tochter von der betroffenen Lehrerin unterrichtet wird, breite Zustimmung. Die Mutter wirft Glarner darin vor, er habe «eine unglaubliche Hetzjagd gestartet», und empfiehlt ihm, das nächste Mal nachzudenken, bevor er handle:

(dhr)

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Dieser Journalist ging durch die Social-Media-Hölle

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