Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

ÖVP gewinnt voraussichtlich Wahl - SPÖ nun vor FPÖ

15.10.17, 18:32


Bei der Parlamentswahl in Österreich liegt nach Hochrechnungen die konservative ÖVP mit Spitzenkandidat Sebastian Kurz vorne. Um Platz zwei gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sozialdemokraten und Rechtspopulisten.

Die Sozialdemokraten haben nach einer neuen Hochrechnung die rechte FPÖ bei der Parlamentswahl doch auf den dritten Platz verwiesen. Danach kommt die SPÖ mit 27.1 Prozent auf Platz zwei, die FPÖ liegt nun bei 25.9 Prozent.

Die Schwankungsbreite beträgt 2.1 Prozentpunkte. Erste Hochrechnungen hatten die FPÖ auf dem zweiten Platz gesehen. Wahlforscher gingen davon aus, dass sich diese Reihenfolge nicht mehr ändert.

Zugleich hat sich die Spitzenposition des 31-jährigen ÖVP-Spitzenkandidaten Sebastian Kurz weiter gefestigt. Der Chef der konservativen ÖVP liegt nun bei 31.5 Prozent.

Zu einer Zitterpartie wird die Wahl für die Grünen: Sie erreichen nur noch 3.9 Prozent und würden damit die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament verpassen. Die liberalen Neos liegen stabil bei 5.1 Prozent. Die Liste des Grünen-Abtrünnigen Peter Pilz kann laut Hochrechnungen 4.4 Prozent erwarten.

Vorzeitige Neuwahlen

Den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt traditionell der Listenführer der stimmenstärksten Partei. Rechnerisch möglich wären eine erneute grosse Koalition oder ein Bündnis aus ÖVP und FPÖ.

Nach dem Bruch der völlig zerstrittenen Koalition aus SPÖ und ÖVP im Mai waren die vorzeitigen Wahlen nötig geworden. Regulärer Wahltermin wäre erst in einem Jahr gewesen.

Der Wahlkampf war zuletzt von einer Schmutzkampagne aus den Reihen der SPÖ geprägt worden. Angeblich ohne Wissen der Parteiführung hatte ein international bekannter Spezialist für «Dirty Campaigning» zwei Fake-Facebook-Seiten organisiert, die mit ihren teils rassistischen und antisemitischen Inhalten dem ÖVP-Spitzenkandidaten Kurz schaden sollten.

Die SPÖ hat ihrerseits den Verdacht, die ÖVP habe mit Bestechung versucht, an parteiinterne Dokumente zu kommen. Beide Parteien haben sich gegenseitig angezeigt. (sda/dpa/reu)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen