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Kommt es in Europa zu dieser Grenzverschiebung? Die Anzeichen verdichten sich

Gespräche zwischen Kosovo und Serbien seien in einer finalen Phase, sagte Präsident Hashim Thaci am Wochenende. Doch akzeptiert die EU die Pläne?



Es ist noch keine 20 Jahre her, da standen sich die beiden im Krieg gegenüber. Hashim Thaci als politischer Anführer der kosovarischen Befreiungsarmee UÇK und Aleksandar Vucic als Informationsminister unter dem serbischen Staatschef Slobodan Milosevic.

Heute sind sie Präsidenten der beiden Länder und stehen möglicherweise kurz vor einem historischen Deal, der unter anderem eine Grenzverschiebung beinhalten könnte.

Viel von einander halten tun sie auch heute nicht. Das machte Vucic am Samstag klar. «Thaci mag mich nicht und ich mag ihn sowieso überhaupt nicht», sagte der serbische Präsident über seinen Amtskollegen.

epa06932151 Serbian President Aleksandar Vucic talks during the press conference in Belgrade, Serbia, 07 August 2018. Vucic held a press conference answering questions on Serbia Kosovo relations, recent tensions, status of negotiations and general region stability.  EPA/ANDREJ CUKIC

Aleksandar Vucic über Hashim Thaci: «Ich mag ihn überhaupt nicht.»  Bild: EPA/EPA

Trotz der Animositäten arbeiten die beiden Staatschefs derzeit aber auf eine gemeinsame Lösung für die seit Jahren schwelenden Grenzstreitigkeiten hin. Dies bestätigten sowohl Thaci als auch Vucic am Wochenende beim European Forum Alpbach in Österreich, wo es zum gemeinsamen Treffen kam. 

Seit Wochen kursierten Gerüchte über eine allfällige Grenzverschiebung, doch am Samstag war das erste Mal, dass sich die beiden Präsidenten öffentlich dazu äusserten. 

«Der Kosovo ist entschlossen, eine verbindliche rechtliche Vereinbarung mit Serbien zu treffen. Die Zeit dafür ist jetzt gekommen», sagte Thaci. «Länder unserer Region, EU-Mitgliedstaaten oder andere Länder der Welt sollten sich einer möglichen friedlichen Einigung zwischen dem Kosovo und Serbien nicht widersetzen oder Angst haben, auch wenn eine solche Vereinbarung eine Grenzkorrektur beinhalten könnte.»

FILE - In this Wednesday Feb. 14, 2018 file photo, Kosovo President Hashim Thaci speaks during an interview with The Associated Press on  in Kosovo capital Pristina. The president of Kosovo has rejected the idea of dividing the country along ethnic lines to resolve a dispute over its independence from Serbia. But President Hashim Thaci told The Associated Press in an interview Wednesday Aug. 1, 2018, that he was open to discussing “a correction” of borders during difficult European Union-mediated peace negotiations. (AP Photo/Visar Kryeziu, File)

Hashim Thaci sprach am Wochenende öffentlich von einer «Grenzkorrektur». Bild: AP/AP

Details zur anvisierten Grenzverschiebung wollten die Staatspräsidenten nicht preisgeben. Die am meisten geäusserte Vermutung lautet aber, dass der nördliche Teil des Kosovos Serbien zugeteilt und das serbische Presevo-Tal Teil des Kosovos werden würde. In beiden Regionen leben heute viele serbische beziehungsweise albanische Minderheiten. 

Thaci brachte am Montag in einem Interview mit European Western Balkans neben Presevo auch die Ortschaften Medveda und Bujanovac ins Spiel. Deren Bewohner hätten bereits in einem Referendum im Jahr 1992 den Wunsch geäussert, Teil des Kosovos zu werden.

Kosovo Grenzverschiebung Infografik

So ungefähr könnte die geplante Grenzkorrektur aussehen. karte: watson

Merkel erteilte Plänen eine Abfuhr

Sowohl Thaci als auch Vucic äusserten jedoch Befürchtungen, dass ein solches Abkommen von der EU nicht akzeptiert würde. Erst vor zwei Wochen erteilte Angela Merkel derartigen Plänen eine klare Absage. «Die territoriale Integrität der Staaten des Westbalkans ist unantastbar», sagte die Kanzlerin. 

In Brüssel geht die Sorge um, dass auf eine Grenzkorrektur beim Kosovo weitere folgen könnten. Konkret geht es etwa um die «Republika Srpska» im Norden Bosniens, die den Anschluss an Serbien suchen könnte. Zudem betonen EU-Vertreter, dass der Grenz-Deal auch in der Region umstritten sei.

German Chancellor Angela Merkel addresses the media during a joint press conference after a meeting with the President of Angola, Joao Lourenco, at the chancellery in Berlin, Wednesday, Aug. 22, 2018. (AP Photo/Markus Schreiber)

Schloss Grenzkorrekturen kategorisch aus: Angela Merkel. Bild: AP/AP

Vucic wehrt sich jedoch gegen Einmischung von aussen. «Weshalb interessiert es sie, was wir tun?», fragte der serbische Präsident am Samstag. «Wir tun etwas für die Zukunft der Serben und Albaner. Wir kümmern uns um uns selber und schaden niemand anderem.» Er respektiere die territoriale Integrität Bosniens, versicherte Vucic.

Eine Lösung zwischen Serbien und Kosovo, so Vucic, sei jedoch nur dann möglich, wenn sie die Unterstützung der EU erhielten. 

Beide Länder würden gerne EU-Mitglied werden. Doch Brüssel hat deutlich gemacht, dass eine Aufnahme sowieso erst in Frage kommt, wenn die Grenzstreitigkeiten beigelegt würden. Für den Kosovo steht zudem die Aufnahme in die UNO auf dem Spiel. Bis heute haben 117 Staaten die Unabhängigkeit des jungen Staates anerkannt.

Solange keine Einigung mit Serbien vorliegt, wird Belgrads Alliierter Russland eine Aufnahme weiterhin blockieren.

EU-Kommissar signalisiert Gesprächsbereitschaft

Haben die Bemühungen Serbiens und Kosovos tatsächlich eine Chance, durchzukommen? Der zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn liess am Wochenende durchblicken, dass die Positionen in Brüssel vielleicht doch nicht so verhärtet sind wie kürzlich von Merkel vorgetragen.

EU enlargement commissioner Johannes Hahn speaks during a meeting at the Albanian western port city of Durres, 33 kilometers (20 miles) from the capital Tirana, Monday, Aug. 27, 2018. Prime ministers of the Western Balkan countries have gathered at an informal meeting at the Albanian western port city of Durres to discuss regional issues. (AP Photo/Hektor Pustina)

Johannes Hahn: Der EU-Kommissar schliesst Grenzverschiebungen nicht grundsätzlich aus. Bild: AP/AP

Zwar äusserte Hahn Bedenken wegen eines möglichen Domino-Effekts. Aber er schloss Grenzverschiebungen grundsätzlich nicht aus. «Wir brauchen die Stabilität der gesamten Region», forderte Hahn, «und dafür braucht die internationale Gemeinschaft eure Zusicherung». Die Anstrengungen der beiden Parteien bezeichnete er als «historisch». 

Grenzverschiebungen gab es schon immer. Doch kennst du dich damit auch aus?

Quiz
1.Die Grenzen auf dieser Europakarte sind aktuell, nicht aber das rot gefärbte Gebiet. Welche Jahreszahl passt zu diesem Deutschland?
Karte Deutsches Kaiserreich
1246
1452
1648
1871
1937
2.Weiter geht's nach Frankreich, das hier dunkelblau gefärbt ist. Vasallenstaaten und Verbündete sind in Blautönen gehalten, feindliche Staaten in Rot. Wann war unser westlicher Nachbar so gross?
Karten: Historisches Länderquiz
756
1157
1515
1789
1812
3.Wir bleiben vorerst bei unseren Nachbarn. Das ist Italien – aber wann?
Italien 1865
1774
1823
1865
1912
1946
4.Das hier ist Mexiko. Die Frage ist: Wann sah der nordamerikanische Staat so aus?
Kaiserreich Mexiko 1821-1823
1822
1855
1892
1921
1938
5.Wir bleiben in der Region. Die USA waren im Gegensatz zu Mexiko früher kleiner als heute. Welches Jahr zeigt diese Karte?
Karten: Historisches Länderquiz
1776
1789
1812
1848
1865
6.Apropos Spanien: Hier sehen wir die Iberische Halbinsel. In welchem Jahr?
Karten: Historisches Länderquiz
1066
1221
1450
1532
1812
7.Das Römische Reich beherrschte während Jahrhunderten den Mittelmeerraum und angrenzende Gebiete. Wann hatte es die auf dieser Karte gezeigte Ausdehnung?
Das Römische Reich 40 v. Chr.
140 v.Chr.
40 v.Chr.
70 n.Chr.
117 n.Chr.
300 n.Chr.
8.Das Heilige Römische Reich existierte bis 1806. Hier sehen wir es (mit den aktuellen Staatsgrenzen im Hintergrund) zum Zeitpunkt seiner grössten Ausdehnung. Wann?
Karten: Historisches Länderquiz
860
992
1200
1415
1618
9.Hier sehen wir ein anderes Imperium, das Osmanische Reich, jedoch nicht zum Zeitpunkt seiner grössten Ausdehnung. Welches Jahr zählen wir?
Karten: Historisches Länderquiz
1451
1571
1683
1876
1923
10.Einer der Rivalen des Osmanischen Reiches war das Russische Zarenreich. Es entwickelte sich zu einem der grössten Territorialstaaten der Geschichte. Welches Jahr sehen wir hier?
Russisches Reich 1865
1551
1612
1797
1865
1917
11.Enorme territoriale Schwankungen erlebte Polen – zeitweise existierte gar kein polnischer Staat. Welches Jahr passt zu dieser Karte?
Polen 1618
1291
1618
1772
1815
1937
12.Das gelb gefärbte Gebiet in Asien ist China, wie man unschwer erkennt. Aber in welchem Jahr?
Asien 1815
1057
1533
1712
1820
1997
13.Zum Schluss kommen wir nach Hause: Die Schweiz darf hier selbstredend nicht fehlen. Welches Jahr zeigt diese Karte?
Karten: Historisches Länderquiz
1648
1712
1799
1815
1848

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ched 29.08.2018 01:05
    Highlight Highlight Die Aussage Merkells kam vor zwei oder drei Wochen als die Diskussion zuerst vorallem im Kosovo von Präsdient Thaci amgestossen wurde und nicht ganz klar war, dass auch der serbische Präsident dieser Idee nicht ganz abgeneigt ist. Also seither ist viel mehr passiert und wenns ein Abkommem geben sollte und dadurch Frieden und Normalität einkehrt wird auch die EU nichts dagegen habe.
  • ciaociao 28.08.2018 12:48
    Highlight Highlight Ich verstehe genau so wenig was es die EU oder sonst wen interessieren sollte, dass die Grenzen nach Wünschen der beteiligten Länder angepasst werden.
  • Rockabilly 28.08.2018 10:45
    Highlight Highlight Das wäre die beste Lösung. Hinzu würde ich, als Albaner, den serbischen Klöstern und Exklaven im Kosovo Autonomie gewähren. Diese Grenzziehung welche vor 100 Jahren in London gemacht wurde hat bis heute nie Frieden gebracht. Divide et impera, wie es so schön heisst. Das Interesse Europas ist es, den Balkan schwach zu halten. Ich hoffe die Balkanvölker folgen diesem Beispiel. Was bringt mehr Km2 wenn es ständig ethnische Konflikte gibt weil sich jede Minder/Mehrheit benachteiligt fühlt.
  • Radesch 28.08.2018 10:02
    Highlight Highlight Da sind wohl geostrategische Bedenken von Seiten der EU. Das muss man weder gut finden noch verstehen, aber die EU will scheinbar auch an der Weltpolitik teilhaben. Gut finden muss man das aber nicht.
  • Ueli der Knecht 27.08.2018 23:57
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die EU-Mitglieder Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei die Unabhängigkeit von Kosovo nicht anerkennen, und dies auch nicht beabsichtigen zu tun.

    Das heisst: Die EU ist gar nicht handlungsfähig, was den Status von Kosovo anbelangt.

    Das heisst auch, dass die Regimes in Belgrad und Pristina so tun können, als ob sie seriös verhandeln würden, weil sie beide wissen, dass am Ende sowieso nichts dabei herauskommen kann, und sie dann den Schwarzen Peter beruhigt der EU zuschieben und den Status Quo weiterhin "bewirtschaften" können.
  • MGPC 27.08.2018 21:30
    Highlight Highlight Die EU ( Merkel ) hat einen riesen 💩 in der Hose. Wenn sie zulassen dass sich 🇷🇸 und 🇽🇰 einig werden, müssten sie ihrerseits 🇷🇸 in die EU aufnehmen. Was geschieht wenn der engste Verbündete 🇷🇺‚s plötzlich in der EU ist? Ich weis es nicht.
    • rodolofo 27.08.2018 22:34
      Highlight Highlight Seit der GroKo zwischen Schröder und Putin gehört Russland (inoffiziell) dazu.
      Und doch will die EU auch hier Territoriums-Wechsel wie die Krim von der Ukraine zu Russland nicht akzeptieren.
      In der Schweiz können wir aber beruhigt sein.
      Die Welschen wollen nicht zu Frankreich wechseln.
      Die Tessiner wollen nicht zu Italien wechseln.
      Die Deutschschweizer wollen nicht zu Deutschland wechseln.
      Eigenartig: In der Schweiz fühlen sich alle Minderheiten wohl, solange sie zusammen bleiben mit anderen Minderheiten.
      Ethnische Homogenität will hier niemand!
      Sind wir Revolutionäre, ohne es zu wissen?
    • Triple 28.08.2018 10:01
      Highlight Highlight Nöö, eine der wenigen Willensnationen.
  • LubiM 27.08.2018 20:45
    Highlight Highlight Wieso steht nichts über Mazedonien? Die müssten ja auch dem zustimmen oder nicht?
    Aber denen ist das vielleicht sogar recht wenn die Region Tetovo zum Kosovo gehen würde?
    • corsin.manser 27.08.2018 22:01
      Highlight Highlight Mazedonien hat zum aktuellen Stand der Gespräche nichts damit zu tun. Diese laufen bilateral zwischen Serbien und Kosovo. Der Norden Mazedoniens würde bei Mazedonien bleiben.
    • LubiM 28.08.2018 07:56
      Highlight Highlight Ahh jetzt sehe ich es! Sorry hab die Grenze falsch interpretiert auf der Grafik
  • Amanaparts 27.08.2018 20:42
    Highlight Highlight Sehr unwahrscheinlich. Es wird nichts ausserhalb vom Athisaari Plan passieren.

    • The greatest man who ever inhaled oxygen 27.08.2018 23:10
      Highlight Highlight Der Plan ist schon längst tot....
    • Amanaparts 28.08.2018 00:43
      Highlight Highlight Eigentlich nicht. Bisher ist auch nichts ausserhalb vom Athisaari Plan passiert.

      Selbst die Brüssel Abkommen 1und2 richten sich danach. Wenn alles implementiert ist bleiben nur noch zwei Schritte.

      Demarkiertung
      Gegenseitige Annerkennung

      Somit läuft weiterhin alles nach Plan.
  • Dingsda 27.08.2018 20:24
    Highlight Highlight Der nächste schritt wäre dann dass sich Kosovo zu Albanien anschliesst, und Republika Srpska zu Serbien.
    Das wäre der EU dann doch zu heiss.
  • So en Ueli 27.08.2018 19:51
    Highlight Highlight Wait waht, zwei Balkanstaaten einigen sich ohne Einsatz von Waffen und die EU stellt sich dagegen. Hört sich wie ein schlechter Witz an. Ach, ja die EU IST ja ein schlechter Witz.
  • rodolofo 27.08.2018 19:32
    Highlight Highlight Warum nicht?
    Hier sind sich die zwei Länder ja einig, diesen Landtausch machen zu wollen!
    Das ist ein wenig vergleichbar, wie wenn ein Gebiet sich dazu entscheidet, neu zum Kanton Jura zu gehören, oder zum Kanton Bern.
    Angela Merkel hat halt eine Heiden-Angst davor, dass dann immer wieder andere Regionen die Nationalität wechseln wollen und dass das Organisatorische Chaos und die Zerstrittenheit in der EU weiter zunehmen...
    • Ueli der Knecht 28.08.2018 00:04
      Highlight Highlight rodolofo: Bezüglich den "zwei Ländern" irrst du dich.

      Serbien anerkennt Kosovos Unabhängigkeit nicht. Aus Sicht der Serben geht es nicht um zwei Ländern sondern um ein Land, allenfalls mit einem autonomen Bezirk Kosovo. Aus serbischer Sicht geht's hier nur um eine innerstaatliche Grenzbereinigung und nicht um die Anerkennung eines völkerrechtswidrigen Akts.

      Auch für die EU geht es nicht um zwei Ländern, weil 5 EU-Mitglieder die Unabhängigkeit von Kosovo nicht anerkennen und auch nicht anerkennen wollen. Für diese 5 EU-Mitglieder geht es nur um ein Land (und dessen inneren Angelegenheiten).
  • DomKi 27.08.2018 19:31
    Highlight Highlight Oder hat die EU Angst vor einem erneuten Krieg (das Projekt selbst plus die Nachahmer)? Da steht, dass die Staaten einverstanden sind, aber in beiden Gebieten viele serbische u. albanische Minderheiten wohnen. Es tönt als ob das nicht das Problem lösen würde, und es steht auch, dass "es in der Region auch umstritten" ist. Hoffen wir es gibt keinen neuen Krieg, denn diese Region ist nicht stabil...
  • Chääschueche 27.08.2018 19:29
    Highlight Highlight Ach die EU...Gibts eigentlich noch immer Schweizer die in die EU wollen?

    Die EU die anderen Ländern vorschreibt was Sie zu tun haben? Auch wenn es einvernehmlich ist? Also man erpresst die Staaten?

    Sehr demokratisch. Mou Mou.
    • The Destiny // Team Telegram 27.08.2018 22:19
      Highlight Highlight Demokratie nach dem Amerikanischen Lehrbuch eben.
      Jingoismus in reinform.
  • Steffan Griechting 27.08.2018 19:23
    Highlight Highlight Normalerweise unterbindet die USA solche friedlichen Einigungen militärisch. Beginnt die EU jetzt etwa auch noch?
    • Chääschueche 27.08.2018 20:52
      Highlight Highlight Beispiel bitte?
    • corsin.manser 27.08.2018 22:19
      Highlight Highlight Die USA haben sich am Wochenende übrigens offen gezeigt für allfällige Grenzverschiebungen.
    • The Destiny // Team Telegram 27.08.2018 22:20
      Highlight Highlight Syrien, eine Einigung von assad mit der Bevölkerung wurde herzlich eskaliert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 27.08.2018 18:37
    Highlight Highlight «Die territoriale Integrität der Staaten des Westbalkans ist unantastbar», sagte die Kanzlerin.

    Die Kanzlerin sagt das? Die Kanzlerin hat einen feuchten Sch**ss zu sagen, wenn es nur eine Angelegenheit zweier Staaten ist.

    Für wen hält sich diese Ossi-Mutti?

    Ein Grund mehr, dass diese Frau weg muss. Sie tut alles andere, nur nicht ihren Job und stürzt Europa mit ihren Aussagen in den Abgrund!
    • Ueli der Knecht 28.08.2018 00:10
      Highlight Highlight derEchteElch: Du ignorierst die Tatsache, dass fünf EU-Mitglieder (praktisch Merkels Kinderchen) die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen, und ausserdem auch, dass der Frieden in Bosnien-Herzegowina nur provisorischer Natur und noch längst nicht in trockenen Tüchern ist.

      Üblicherweise wetterst du doch gegen die Migranten. Wenn du also weitere Gewaltausbrüche im Balkan und damit verbundene Migrationsbewegungen vorsorglich verhindern willst, dann müsstest du konsequenterweise auch die friedliebende Mutti Merkel unterstützen.
  • Nelson Muntz 27.08.2018 18:28
    Highlight Highlight Wenn Nachbar X mit Nachbar Y Land abtauscht, muss sich ein Aussenstehender nichg einmischen.
    • Milsen Plasen 27.08.2018 21:45
      Highlight Highlight Nur wenn sie sich streiten und man am Schluss auch noch was davon hat, genau dann mischen sich Aussenstehende mit Argumenten wie „Genozid“, „ethnic cleansing“, „Hufeisenplan“, „nie mehr Ausschwitz“, etc. ein.
    • Ueli der Knecht 28.08.2018 00:14
      Highlight Highlight Es ist nicht Nachbar X und Nachbar Y, die Land austauschen. Jedenfalls nicht für alle.

      Für einige ist es nur Nachbar X, der sein Haus neu einrichten und die Innenarchitektur etwas abändern will.

      Es geht daher vielmehr um diese Frage, ob es ein Nachbar Y überhaupt gibt. Denn für 5 EU-Mitglieder existiert Y gar nicht.
    • passescribe 28.08.2018 10:55
      Highlight Highlight @Ueli: Du hast jetzt schon mehrmals hartnäckig betont, dass es sich nicht um zwei sondern einem Land handelt. Ich nehme stark an, dass das nicht nur die Sicht der 5 Mitgliedstaaten ist, sondern auch deine. Jeder weiss, dass die Beziehungen zwischen Alb und Srb nicht gerade rosig sind, wieso sollte also Serbien den Wunsch hegen, knapp zwei Milionen Menschen ins Land zu integrieren, welche ihnen nicht noch feindlicher gegenüber stehen könnten? Es würde das Land auf ewig Handlungsunfhähig machen. Nein, dieser Gebietsaustausch könnte der grosse Schritt in Richtung Annerkenung und Frieden sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sunnewirbel 27.08.2018 18:08
    Highlight Highlight 7 von 13 sind eigentlich gar nicht schlecht, aber ich konnte die Bilddetails teilweise nur schlecht sehen. In einem Bus wackelt es schonmal ein wenig... Schade gab es keine Zoom-Möglichkeit.
  • Asmodeus 27.08.2018 18:07
    Highlight Highlight EU: "Ihr könnt erst EU-Mitglieder werden, wenn Ihr das regelt.
    - "Wir regeln das gerade"
    EU: "HÖRT SOFORT AUF DAS ZU REGELN!"
    • rodolofo 27.08.2018 19:32
      Highlight Highlight Diese EU ist ja noch blöder, als unser Bundesrat!
    • Bene86 27.08.2018 19:48
      Highlight Highlight Hahaha sehr treffend analysiert! :D
    • CASSIO 28.08.2018 07:08
      Highlight Highlight Fehler: es ist nicht die EU, es ist Angie!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat Galli 27.08.2018 18:05
    Highlight Highlight Dann will der Balkan seine Probleme friedlich lösen ist es den ach so friedliebenden EU Macht-Europäern wieder nicht recht.
    • äti 27.08.2018 18:57
      Highlight Highlight .. 'friedlich' ist vorerst eine schöne Annahme.
    • El Vals del Obrero 27.08.2018 19:16
      Highlight Highlight Denke nicht dass das aus "Bosheit" ist, sondern eher aus "zuwenig weit denken".

      Es gilt wohl einfach "Grenzverschiebungen in diesem Pulverfass sind prinzipiell tabu. Punkt.".

      An Grenzverschiebungen, die einigermassen ausgeglichen sind und friedlich durch Verhandlungen zustande kamen und das Pulverfass vielleicht sogar klein wenig entschärfen, hat man dabei wohl nicht gedacht.
  • ThePower 27.08.2018 18:04
    Highlight Highlight Was interessiert das EU? Ist doch deren Bier, wenn die Gebiete tauschen und beide Völker einverstanden sind. Sind wir froh, reden sie miteinander anstatt sich wieder gegenseitig niederzumetzeln.
    • dan2016 27.08.2018 19:16
      Highlight Highlight Und die Vertriebenen nach der Grenzziehung sind grad bei den EU Gegnern speziell willkommen
  • Pisti 27.08.2018 17:59
    Highlight Highlight Merkel führt sich einmal mehr als Herrscherin von Europa auf. Sie soll dieses Anliegen doch bitte den beiden involvierten Staaten überlassen. Sie hat mit ihren Verbündeten schon für genügend Leid in anderen Staaten gesorgt, dass soll Sie hier lassen.
    • Fabio74 27.08.2018 19:29
      Highlight Highlight Merkel hat ein Recht auf eine Meinung auch wenn das der rechten Front nicht passt!
      Woran genau ist Merkel denn Schuld erzähl mal
    • Ueli der Knecht 28.08.2018 00:27
      Highlight Highlight "beiden involvierten Staaten"?

      Das ist eine einseitige Sichtweise, die für einige involvierte Staaten ganz und gar nicht zutrifft.

      Serbien und fünf EU-Mitglieder anerkennen die Unabhängigkeit von Kosovo nicht an. Für die ist es nur eine innerstaatliche, serbische Angelegenheit. Für die ist nur ein einziger Staat involviert.
    • manhunt 28.08.2018 08:49
      Highlight Highlight @fabio: klar hat merkel ein recht auf meinung. nur sollte sie diese mit bedacht äussern. was passieren kann wenn sie eben genau dies nicht tut, sollten die letzten jahre gezeigt haben, bsp. „wir schafgen das!“. solange sich serbien und der kosovo bilateral einigen, geht das frau merkel herzlich wenig an. und mal ehrlich, frau merkel ist bspw. schuld an deutschen waffenlieferungen an erdogans regime, am schmusekurs gegenüber diesem despoten, und mit ihrer politik des aussitzens am aufstieg der afd.
      jeden der merkel kritisiert, gleich als rechten zu betitteln geht gar nicht.
      gruss, ein linker.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The greatest man who ever inhaled oxygen 27.08.2018 17:55
    Highlight Highlight Das Problem ist, im Norden liegt eine Mine (Trepça) die eigentlich wichtig wäre für die Kosovo Wirtschaftlich, sie unter Serbischer Kontrolle zu sehen obwohl die Arbeiter meistens Albaner sind wäre nicht so vorteilhaft. Aber Thaçi hat diese Mine an Privaten verkauft so das der Kosovo leider wenig profitieren könnte. Ansich wäre der Tausch nicht schlecht, ich meine was haben wir mit Serben gemeinsam? Nichts. Ausserdem wäre es für den KS-Norden wohl angenehmer unter Serbien zu sein als immer wieder Kämpfe auszutragen. Das gleiche bei Preseva.
    • almlasdn 27.08.2018 18:16
      Highlight Highlight Ach komm Albaner und Serben sind nicht so verschieden wie du das darstellst. Aber ja, der Tausch wäre sicher eine gute Idee. Hoffentlich mischen sich nicht Unbeteiligte mit ein...
    • The greatest man who ever inhaled oxygen 27.08.2018 18:16
      Highlight Highlight Ausserdem führt das zur defacto Anerkennung des Kosovo. Was auch zu Begrüssen ist eine dejure Anerkennung dann nicht mehr weit ist.
    • ponebone 27.08.2018 19:25
      Highlight Highlight Ihr seid beides Menschen z.B.?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Argon 27.08.2018 17:48
    Highlight Highlight Wen sich beide Staaten einig sind, eine Mehrheit der Bevölkerung dafür ist und von keinem der beiden Staaten Druck auf den anderen ausgeübt wurde, sollten sie Grenzverschiebungen durchführen dürfen. Das hat meiner Meinung nach eine EU und andere Länder nicht zu interessieren.
    • El Vals del Obrero 27.08.2018 18:06
      Highlight Highlight Ausserdem würde ein Grenzabkommen ja auch bedeuten, dass Serbien den Kosovo faktisch anerkennt.

      Und das ist ja auch ein Ziel der EU.
    • schrat 27.08.2018 19:28
      Highlight Highlight Es müssen aber 3 Staaten eingestanden sein (da ein Teil von Mazedonien zum kosovo soll
    • Argon 27.08.2018 20:16
      Highlight Highlight Nein das Presevo-Tal, um das es hier geht, gehört meines Wissens komplett zu Serbien es liegt an der Grenze zu Mazedonien.
    Weitere Antworten anzeigen

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