DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eine Vernunftehe ist zwar nicht sexy, aber es lässt sich damit leben

Bei einem Grexit hätten Griechenland und Europa viel zu gewinnen – aber noch mehr zu verlieren. Urteile selbst!
22.06.2015, 08:3523.06.2015, 07:18

Es kam, wie es kommen musste: Die Finanzminister konnten sich nicht einigen. Und so müssen jetzt heute Montag die EU-Staatsoberhäupter ran und eine Lösung mit Griechenland finden. Sonst ist der viel beschworene Grexit kaum mehr zu verhindern.

Rein menschlich gesehen wäre ein Austritt Griechenlands aus Euroland mehr als verständlich. Meist wird der Vergleich mit einer Ehe gebracht, und diese ist so zerrüttet, dass eine Scheidung für beide Seiten das Beste zu sein scheint. 

Lieber ein Ende mit Schrecken, und überhaupt: Die Tschechen und Slowaken haben bewiesen, dass man auch in Frieden auseinander gehen kann. Ein fataler Irrtum. Das Verhältnis zwischen Griechenland und der EU ist weit komplexer als eine Ehe und es steht auch viel mehr auf dem Spiel. Darum geht es:  

Zu gewinnen haben:

Griechenland

Europa

Zu verlieren haben:

Griechenland

Europa

Und das Fazit?

Die Scheidung von Griechenland und Europa ist extrem gefährlich. Selbst wenn ein Grexit kurzfristig wahrscheinlich kaum zu Chaos auf den Finanzmärkten führen würde, sind die mittelfristigen Folgen schlicht nicht abschätzbar. Auch politisch steht viel zu viel auf dem Spiel, als dass man eine Trennung in Kauf nehmen könnte. Deshalb darf es zu keiner Kurzschlusshandlung kommen. Eine Vernunftehe ist zwar nicht sexy, aber es lässt sich damit leben. 

No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Saudischer Kronprinz zu erstem EU-Besuch seit Mord an Khashoggi

Bei seinem ersten Besuch in der Europäischen Union seit Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in Athen den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis getroffen. Man wolle die wirtschaftliche Kooperation zwischen beiden Ländern zementieren und werde wichtige Vereinbarungen unterschreiben, sagte Mitsotakis am Dienstagabend bei der Begrüssung, die vom Staatsfernsehen übertragen wurde. «Ich bin sehr froh, in Griechenland zu sein», sagte der Kronprinz. «Der warme Empfang bedeutet mir und Saudi-Arabien viel».

Zur Story