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Donald Trump: Morgen spricht der US-Präsident erstmals vor der UNO-Generalversammlung. 
Donald Trump: Morgen spricht der US-Präsident erstmals vor der UNO-Generalversammlung. 
Bild: AP/AP

Trump spricht morgen erstmals vor der UNO – zuvor setzt er diesen Tweet ab

18.09.2017, 15:3418.09.2017, 18:01

Am Dienstag ist es so weit: Donald Trump wird in New York seine erste Rede vor der UNO-Generalversammlung halten. Beim jährlichen Treffen werden Diplomaten und Regierungsmitglieder von 193 Ländern zugegen sein. 

Der US-Präsident scheute in der Vergangenheit nicht vor Kritik gegenüber der UNO zurück. Sie sei «nur ein Club für Menschen, um zusammenzukommen und eine gute Zeit miteinander zu verbringen», sagte Trump als bereits gewählter Präsident. 

Trumps UN-Botschafterin Nikki Haley liess jedoch schon mal durchblicken, dass sich die Meinung des Präsidenten geändert haben könnte. Haley meinte am Freitag: «Die UNO hat sich verändert in den letzten paar Monaten. Es geht nicht mehr nur ums Reden. Es geht jetzt um Taten.»

Wie Trumps Sicherheitsberater H. R. McMaster ankündete, dürfte der Präsident auf eine Reform innerhalb der UNO drängen. «Die Vereinten Nationen haben ein riesiges Potenzial, aber nur, wenn sie effizienter arbeiten», so McMaster.

Nordkorea im Fokus

Mit dabei, wenn der 71-Jährige seine Rede hält, werden auch Spitzendiplomaten Nordkoreas sein. Allgemein wird erwartet, dass Donald Trump Druck auf Nordkorea machen wird, das vergangenen Freitag erneut eine Rakete testete. Trump dürfte mehr internationale Unterstützung verlangen.

Nikki Haley meinte am Freitag: «Das ist keine Sache zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten. Das ist eine Sache zwischen Nordkorea und der Welt.» UNO-Generalsekretär Antonio Guterres warnte derweil vor einem militärischen Konflikt.

«Die Lösung kann nur politischer Natur sein. Militärische Aktionen könnten Verwüstungen anrichten, die man Generationen später noch spüren würde», so Guterres.

Wenig diplomatischer Tweet

Im Moment scheint ein Angriff der USA denn auch kein allzu realistisches Szenario. Trump sind die Hände gebunden. China wird ein militärisches Eingreifen der USA auf keinen Fall tolerieren. Das kann auch der US-Präsident nicht einfach ignorieren. 

So herrscht vor der Generalversammlung Hochspannung. Gut möglich, dass es morgen Dienstag in New York weit weniger diplomatisch zu und her geht als sonst.

Militärisch muss sich Trump zwar zurückhalten, doch auf Twitter feuert der US-Präsident momentan aus allen Rohren. So bezeichnete er gestern Sonntag den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un als «Raketen-Mann». (cma)

Trump stösst mit Plänen für UNO-Reform auf Widerstand 
US-Präsident Donald Trump stösst mit seinen Plänen für eine Reform der Vereinten Nationen auf Widerstand Russlands. Bei einem hochrangigen Treffen am Montag in New York will Trump möglichst viele der 193 Mitgliedstaaten dazu bewegen, eine politische Absichtserklärung zu unterzeichnen.

In dem Entwurf wird UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zu «grösserer Transparenz und Berechenbarkeit bei benötigten Ressourcen» gedrängt.

Russland kündigte noch vor Beginn des Treffens an, Trumps Reform nicht mitzutragen. Das Dokument werde von Russland nicht mitunterzeichnet, sagte der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja am Montagmorgen im Interview der Agentur Tass.

Eine Reform könne nur durch Dialog aller Mitglieder herbeigeführt werden und nicht durch Unterzeichnung einer von einem einzigen Land vorgelegten Erklärung.

Auch bei der am Dienstag beginnenden, einwöchigen UNO-Generaldebatte in der Vollversammlung steht das Thema UNO-Reform weit oben auf der Agenda. Fragen rund um das Budget der Weltorganisation dürfte Trump auch in seiner mit Spannung erwarteten Rede am Dienstag aufgreifen. (sda/dpa)

Reiseziel: Nordkorea. Eine Fahrt ins Ungewisse

Video: srf
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