SBB
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ARCHIV - Pendler steigen am 29. September 2009 abends im Bahnhof Museumsstrasse im Hauptbahnhof Zuerich in eine S-Bahn ein. - 1410 Zuege verkehren taeglich auf dem 380 Kilometer langen Zuercher S-Bahn-Netz und jaehrlich werden 612 Millionen Passagiere befoerdert: Das sind die imposanten Kennzahlen des Zuercher Verkehrsverbunds (ZVV), der unter dem Motto

Die SBB rechnen mit 70 Prozent mehr Pendlern am Zürcher HB. Bild: KEYSTONE

Interne SBB-Prognose: Bahnhöfe platzen bald aus allen Nähten

Am Zürcher Hauptbahnhof erwarten die SBB eine Zunahme der Pendlerströme um 70 Prozent, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. 



Die Schweizer Bahnhöfe stossen schon heute oft an ihre Grenzen. Doch das Gedränge auf Rolltreppen und Perrons dürfte gemäss einer internen Prognose der SBB-Immobilienabteilung bald noch grösser werden. Bis 2030 rechnen die SBB auf dem Schienennetz mit einer Passagier-Zunahme von 30 Prozent. 

Doch die Pendlerströme an den Bahnhöfen werden in den nächsten zwanzig Jahren noch stärker wachsen, weil diese stetig ihr Shoppingangebot ausbauen, und neue Büro- und Wohngebäude in Bahnhofsnähe gebaut werden. 

Demnach steigt die Anzahl Menschen, die den Zürcher Hauptbahnhof benutzen – sei es zu Reise- oder Shoppingzwecken – in den nächsten zwanzig Jahren um 70 Prozent an. Bereits heute verkehren 437'000 Menschen täglich am HB. In Basel, Bern und Luzern beträgt das Wachstum bis zu 50 Prozent, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. 

Stärkstes Wachstum in der Romandie und im Tessin

Das stärkste Wachstum findet bis 2035 aber in der Romandie und im Tessin statt, wo die SBB mit bis zu 90 Prozent mehr Bahnhofspassanten rechnen. Grund dafür ist nicht allein das Bevölkerungswachstum, sondern in erster Linie Investitionen in Ausbauprojekte, wie zum Beispiel der neue Gotthard-Basistunnel. Mit ihm wird sich die Fahrtzeit ins Tessin dereinst auf unter zwei Stunden verkürzen, was dem Tessiner Tourismus einen gewaltigen Schub geben wird. 

Die SBB müssen die Bauprojekte Jahre im Voraus aufgleisen, um die Wachstumsraten bewältigen zu können. Allerdings ist die Explosion bei den Kundenzahlen auch eine lukrative Chance. Denn wachsen die Bahnhöfe, steigen auch die Werte der naheliegenden SBB-Immobilien. Davon wollen die SBB vermehrt profitieren. 100 Projekte für Wohnungen, Arbeitsplätze, Hotels und Shoppingflächen befinden sich zurzeit in der Pipeline.  

SBB will in Zukunft mehr Luxuswohnungen bauen

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    Alle Leser-Kommentare
  • The_Doctor 10.05.2015 10:36
    Highlight Highlight Da wird immer über Kapazitätsengpässe gejammert. Von der Rechten bezüglich Strasse, Von der Linken bezüglich ÖV. Die Schweiz sollte endlich in ihre Verkehrsinfrastruktur investieren. Und zwar in beide Teile. Selten war aufgrund der Eurokriese ein Ausbau derart günstig zu haben. Das würde der Volkswirtschaft als Gesamtes etwas bringen und zahlreiche aktuelle und zukünftige Probleme lösen.
    11 2 Melden
    • Karl33 10.05.2015 12:22
      Highlight Highlight Da fehlt halt das Geld dazu, weil die globalen Firmen in der Schweiz keine Steuern mehr bezahlen (macht nichts, wir sind froh, dass sie bei uns sind, sonst wäre das Land so leer), und auch die ehemals progressive Besteuerung immer mehr gesenkt wird, damit die armen Reichen nicht verlumpen. Ohne Steuereinnahmen keine Investitionen, ganz einfach.
      2 0 Melden
  • Lukas P. 10.05.2015 09:59
    Highlight Highlight Das ist mal wieder so eine manipulative Propaganda um Geld ab zu ziehen! Gäbe es ein Unternehmen hinter dem Strassennetz hiess es 60% zuwachs bis 2030. Mittlerweile Kostet die SBB mehr pro Kilometer als ein Kleinwagen mit den Elektros lohnt sich die ÖV garnicht mehr.
    3 5 Melden
  • Schneider Alex 10.05.2015 06:08
    Highlight Highlight Warum wohl? Macht doch weiter mit der unsinnig hohen Zuwanderung!
    20 29 Melden
    • The_Doctor 10.05.2015 10:35
      Highlight Highlight Die Gründe dafür sind nicht allein das Bevölkerungswachstum, sondern in erster Linie Ausbauprojekte zu Reise- und Shoppingzwecken. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
      Klar trägt das Bevölkerungswachstum auch dazu bei. Aber sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die 50% bis 90% Zunahme nur dadurch zustande kommen? Eine solche Annahme wäre ziemlich naiv.
      8 7 Melden
    • Benjmi 10.05.2015 10:47
      Highlight Highlight Genau, jeden morgen das selbe, sowohl in zürich wie in bern oder basel, tausende asylanten und ausländer an den bahnhöfen....hmm, moment...
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    • Lowend 10.05.2015 11:27
      Highlight Highlight Für sie ist die Welt aber einfach, Herr Schneider! Hat es nicht eher mit uns Schweizern selber zu tun, weil niemand pendelt einfach so zum Spass jeden Tag und die Bahnhöfe platzen nur zu den Stosszeiten, sprich wenn Arbeiter, Angestellte und Schüler gleichzeitig losfahren aus allen Nähten und meiner Meinung nach sind es viele Schweizer Pendler, die günstig in der Aglo und auf dem Land wohnen, aber in den Städten arbeiten, die Tag für Tag zwischen 7-9 Uhr und 16-18 Uhr unsere Bahnhöfe verstopfen. Könnte es in dem Fall nicht eher ein Problem der verfehlten Raumplanung, als der Ausländer sein?
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