Religion
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APA16727684 - 31012014 - VATIKANSTADT - VATIKAN: Für Österreichs Bischöfe geht am heutigen Freitag ihr Ad-limina-Besuch im Vatikan zu Ende. Im Bild: Blick auf den Petersdom in Vatikanstadt am Donnerstag, 30. Jänner 2014. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

Der Petersdom in Vatikanstadt.  Bild: APA

Vatikan zeigt sich nach Berichten über Kindsmissbrauch in USA «beschämt»



Die Kirche am Pranger: In den USA werden allein im Staat Pennsylvania über 300 Priester des Kindsmissbrauchs bezichtigt. Der Vatikan hat sich bestürzt über Berichte von Kindesmissbrauch durch Priester in den USA geäussert.

Zum Bericht aus Pennsylvania, nach dem sich über 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an Tausenden Kindern vergangen haben, gebe es lediglich zwei Worte: «Scham und Bedauern», teilte der Vatikan am Donnerstagabend mit.

Die in dem Bericht der Staatsanwaltschaft angeführten Missbrauchsfälle seien «kriminell und moralisch verwerflich», erklärte Vatikan-Sprecher Greg Burke. Den Opfern sei ihr Stolz und ihr Glauben geraubt worden.

Die Kirche müsse «harte Lektionen» aus ihrer Vergangenheit ziehen. Sowohl die Verantwortlichen als auch diejenigen, die diesen Missbrauch ermöglicht hätten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Papst stehe an der Seite der Opfer, sie seien «seine Priorität». Die Kirche wolle die Opfer anhören, um den «tragischen Horror, der das Leben der Unschuldigen zerstört», auszumerzen.

Bisher etwa 1000 Opfer identifiziert

Nach der Erklärung von Pennsylvanias Generalstaatsanwalt Josh Shapiro geht es um sexuellen Missbrauch bis hin zu Vergewaltigung und gezielte Vertuschung. Die Vorwürfe erstrecken sich auf sechs der acht Diözesen in Pennsylvania. Etwa 1000 Opfer seien bisher identifiziert worden.

Shapiro sprach vom bisher umfassendsten in den USA veröffentlichten Bericht zu Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche. Er kommt mehr als 15 Jahre, nachdem in Boston die Geschehnisse um den Priester John Geoghan für einen Skandal gesorgt hatten. Auch hatte die Kirchenführung versucht, unter massiven Vertuschungsaktionen die Geschehnisse weitestgehend unter der Decke zu halten.

Der Bischof von Pittsburgh (Pennsylvania), David Zubik, bestritt am Donnerstag, eine systematische Vertuschung. «Es gab keine Vertuschung», sagte er. Jedoch entschuldigte er sich für die Geschehnisse.

Der Erzbischof von Washington und frühere Bischof von Pittsburgh in Pennsylvania, Donald Wuerl, hatte bereits zu Wochenbeginn in einem Brief an den Klerus davor gewarnt, der Bericht werde «grundlegend erschreckend» sein.

FILE - In this Wednesday, Oct. 20, 2010 file photo, Archbishop Donald Wuerl talks with the media after Mass at the Cathedral of Saint Matthew the Apostle in Washington. On Tuesday, Aug. 15, 2018, a Pennsylvania grand jury accused Cardinal Wuerl of helping to protect abusive priests when he was Pittsburgh's bishop. (AP Photo/Alex Brandon)

Warnte vor einem «erschreckenden» Bericht: Washingtons Erzbischof Donald Wuerl. Bild: AP/AP

Mehr als 400 Priester unter Verdacht

Zu dem Bericht haben auch eine halbe Million Dokumente beigetragen, die bislang in den Geheimarchiven der Bistümer unter Verschluss gehalten worden waren. Die Ermittler in Pennsylvania hatten sich mit juristischem Druck Zugang verschafft.

Mehrere der identifizierten Geistlichen hatten sich gegen die Veröffentlichung ihres Namens gewehrt, was die Publikation des Berichts verzögert hat. Insgesamt stehen mehr als 400 Priester unter Verdacht. Darunter sind nach Angaben von Shapiro auch hochrangige Kirchenvertreter. (cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mandra 17.08.2018 07:09
    Highlight Highlight ist das jetzt ein kulturelles oder ein christliches Problem?
    Wenn es Muslime wären würde jetzt in diese Richtung geschossen werden.
    5 0 Melden
    • Gähn 17.08.2018 11:36
      Highlight Highlight Wenn es Muslime gewesen wären, hätte die SVP, die AfD und überhaupt alle Rechtspopulisten einen gewaltigen Eimer Hass über allen Muslimen ausgegossen.
      5 2 Melden
  • LeoL 17.08.2018 06:02
    Highlight Highlight Der Vatikan zeigt sich beschämt. Das kann ich leider nicht ernst nehmen. Die Missbrauchsfälle haben in der katholischen Kirche System! Immer und immer wieder kommen diese ans Tageslicht und die Kirche tut so als würde sie etwas dagegen machen. Passiert ist jedoch bis heute nichts!
    4 0 Melden
  • Mischa Müller 17.08.2018 00:29
    Highlight Highlight Das, genau das ist für mich Perversion. Nicht spezielle Sexpraktiken, sondern den Glauben von Menschen für Sex zu missbrauchen. Glaubensmissbrauch. Eine böse Art der Verführung.
    4 0 Melden
  • Vanessa_2107 16.08.2018 23:38
    Highlight Highlight Die Katholische Kirche, inkl. dem aktuellen, in manchen Dingen moderaten Papst, seit jeher die grösste Heuchlerbande und Witzorganisation der Weltgeschichte, steinreich, geführt von Männern; verantwortlich für unendlich viel Tod, Leid und Unrecht. Es wäre längstens Zeit das Zölibat abzuschaffen, Frauen sollten als Priesterinnen zugelassen werden, besser aber man würde den Verein ganz abschaffen und das Geld an die Armen verteilen.
    5 2 Melden
    • Gähn 17.08.2018 11:38
      Highlight Highlight Der grösste Witz an der katholischen Kirche ist die konstantinische Schenkung.
      Eine Uralte Fälschung auf die sich die Kirche beruft. In Wirklichkeit, gibt es den Vatikan als Staat eigentlich nicht. Der Boden gehört nicht der Kirche.
      3 1 Melden

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