DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ihr müsst aufpassen!» – Obama warnt seine Landsleute vor Selbstgefälligkeit

09.12.2017, 02:0009.12.2017, 07:10
Mahnende Worte des Ex-Präsidenten
Mahnende Worte des Ex-PräsidentenBild: AP/AP

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat seine Landsleute vor Selbstgefälligkeit gewarnt und an sie appelliert, die Demokratie zu pflegen und wählen zu gehen. Er erinnerte dabei an die Zeit der Entstehung des Nationalsozialismus.

«Wir werden selbstzufrieden und glauben, dass die Dinge so bleiben wie sie sind, ganz automatisch, aber das tun sie nicht», sagte Obama auf einer Konferenz in Chicago, wie ein am Freitag von mehreren Medien veröffentlichtes Video zeigte.

«Ihr müsst Euch um diesen Garten der Demokratie kümmern - sonst können die Dinge ziemlich schnell auseinanderfallen. Wir haben Gesellschaften gesehen, in denen das geschehen ist», sagte Obama und verwies auf die späten 1920er und 30er Jahre.

«Stellt Euch einen Ballsaal in Wien in den späten 1920er oder 30er Jahren vor, ziemlich kultiviert, der - gefüllt mit der neu aufkommenden Musik und Kunst und Literatur und Wissenschaft - für die Ewigkeit gemacht schien», sagte Obama. «Und dann sind 60 Millionen Menschen gestorben. Eine ganze Welt wurde ins Chaos gestürzt», schloss er seine Warnung und riet: «Daher müsst Ihr aufpassen und wählen.»

Seit dem Ende seiner Amtszeit hält Obama sich weitgehend mit Äusserungen zum politischen Alltagsgeschäft zurück. Ausdrückliche Kritik übte er lediglich an der Einwanderungs- und Klimapolitik seines Nachfolgers Donald Trump. Wiederholt appellierte er aber an seine eigene Demokratische Partei, sich mit Blick auf die Kongresswahlen im nächsten Jahr zu organisieren und zu mobilisieren - und wählen zu gehen. (sda/afp)

Geschichte – die Vergangenheit lebt!

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
rodolofo
09.12.2017 08:30registriert Februar 2016
Oh Barak, waren das noch Zeiten, als die USA noch einen richtigen Präsidenten hatten, so einen vornehmen und coolen Landes-Vater, der ein "Präsident für alle Amerikaner" sein wollte!
Und der spricht immer noch von "Wir"!
Leider hatte dieser grossartige Präsident die falsche Hautfarbe.
Die "White Trash - Leute" vom Rostgürtel und draussen in der Prärie sagten sich: "Einer mit dunkler Hautfarbe kann doch unmöglich unser Landesvater sein!
Da nehmen wir doch lieber Trump, als diesen elitären Streber aus dem Ghetto! Und eine Emanzen-Landesmutter wie Hillary wollen wir nicht!"
Oh my Good!
8829
Melden
Zum Kommentar
5
Politischer Eklat bei Pressekonferenz zu Schul-Amoklauf in Texas

Bei einer Pressekonferenz zu dem verheerenden Amoklauf an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas ist es zu einem politischen Eklat gekommen. Der Demokrat Beto O'Rourke unterbrach am Mittwoch eine laufende Pressekonferenz des republikanischen Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, und kritisierte diesen für seine Haltung zu den Waffengesetzen im Land. O'Rourke, der im November bei der nächsten Gouverneurswahl in Texas als Herausforderer gegen Abbott antreten will, warf dem Republikaner vor, nichts gegen die grassierende Waffengewalt in den USA zu unternehmen. «Sie tun nichts», kritisierte O'Rourke.

Zur Story