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Bundespraesident Guy Parmelin, links, erhaelt ein Miniaturflugzeug von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Spaeh an einem Point de Presse ueber die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zuercher Wirtschaft, den Flughafen und den Tourismus, aufgenommen am Donnerstag, 15. April 2021 auf dem Flughafen in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Guy Parmelin war gestern zu Besuch am Flughafen Zürich. Hier erhält er ein Miniaturflugzeug der Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Bild: keystone

Luftverkehrsbranche stellt Forderungen an den Bundesrat – Klimastreik reagiert umgehend



Die Luftverkehrsbranche fordert vom Bundesrat Planungssicherheit und eine klare Perspektive. Drei Forderungen stellen Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Verzicht auf Reisebeschränkungen zwischen Ländern mit ähnlichem Ansteckungsrisiko, freies Reisen für alle Passagiere, die Coronavirus-geimpft, -genesen oder negativ -getestet sind und ein international anerkannter digitaler Impfpass.

Der Luftverkehr sei für die Schweiz von herausragender volkswirtschaftlicher Bedeutung, argumentierten Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite nach einem Aviatik-Gipfel mit Vertretern von Aerosuisse, dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, von Kapers (Kabinenpersonal) und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband.

Immerhin generiere der Luftverkehr in der Schweiz eine Wertschöpfung von mehr als 24 Milliarden Franken pro Jahr, was einem Arbeitsmarkteffekt von mehr als 138'000 Vollzeitstellen entspreche. Zahlreiche Arbeitsplätze in der Schweiz und viele Unternehmen hingen von einem funktionierenden Luftverkehr ab, hiess es am Freitag vor den Medien.

So reagiert die Klimastreik-Bewegung

Die Forderungen der «Back to the Air»-Initiative stiessen bei der Klimastreik-Bewegung umgehend auf Kritik. Die «klimazerstörende» Flugbranche beute Arbeiter und Umwelt aus, und die Forderungen würden noch mehr Leid und Tod durch die Klimakrise verursachen, hielt die Bewegung am Freitag auf Twitter fest.

Die Schweizer Flugbranche habe vor einem Jahr ein fast Zwei-Milliarden-Franken grosses Geschenk des Staates erhalten, schreibt der Kimastreik in einer Medienmitteilung. Im Herbst sei dann bekannt geworden, dass die Chefetage der Swiss sich trotzdem Boni auszahlen liess. «Die Arroganz und die Bereitschaft, Leid und Tod für ihre Profite in Kauf zu nehmen, ist kaum mehr zu übertreffen», meint Lena Bühler vom Klimastreik.

«Der Klimastreik überlegt sich nun die nächsten Schritte gegen diese unhaltbaren Forderungen der Flugbranche», so Mattia de Lucia vom Klimastreik. Als Antwort ruft der Klimastreik nun zum Streik- und Aktionstag «Strike for Future» am 21. Mai auf. (sda/cma)

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