Arbeitswelt
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Alle grossen Parteien befürworten Überbrückungsrente für ü60-Arbeitslose – ausser der SVP



Wer mit 58 Jahren oder später seine Stelle verliert und keine mehr findet, soll bis zur Pensionierung eine Überbrückungsrente erhalten. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Überbrückungsleistungen für über 60-jährige Arbeitslose werden von allen grossen Parteien grundsätzlich begrüsst - mit Ausnahme der SVP. Diese sieht darin «eine mit Steuermillionen betriebene Abstimmungskampagne des Staates gegen die Begrenzungsinitiative».

Eine Überbrückungsleistung belohne gerade jene Unternehmer, die ihre älteren Angestellten durch jüngere Zugewanderte ersetzen und dadurch «die zu starke Migration in unser kleines Land massgeblich verursachen», schreibt die SVP in ihrer Stellungnahme zur Vernehmlassung, die am Donnerstag zu Ende ging.

Der Bundesrat hatte seinen Vorschlag im Mai damit begründet, dass ältere Personen nach längerer Arbeitslosigkeit grosse Schwierigkeiten hätten, wieder eine Stelle zu finden.

Wenn diese ihren Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung verlören, müssten sie ihr Vermögen aufbrauchen, ihre AHV-Rente vorbeziehen und häufig auch ihre Altersguthaben aus der zweiten und der dritten Säule antasten, bevor sie Sozialhilfe erhielten, so begründete der Bundesrat sein Vorhaben. Die Sozialhilfequote der 60- bis 64-Jährigen sei von 2011 bis 2017 um 47 Prozent gestiegen - stärker als in allen anderen Alterskategorien.

Gelingt der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt trotz verschiedenen Massnahmen nicht, sollen die Überbrückungsleistungen nach dem Willen des Bundesrates einen gesicherten Übergang in die Pensionierung ermöglichen.

Anspruch hätten Personen, die mit 58 Jahren oder älter ihre Stelle verloren haben. Eine Überbrückungsrente erhielte jedoch nur, wer mindestens 20 Jahre lang in die AHV eingezahlt hat - davon 10 Jahre unmittelbar vor der Aussteuerung. In diesen 20 Jahren muss ein Erwerbseinkommen in der Höhe von 75 Prozent der maximalen AHV-Altersrente erzielt worden sein.

Vorgesehen ist, dass der Bund die Überbrückungsleistungen finanziert. Der Bundesrat geht von einer Belastung des Bundeshaushaltes von rund 270 Millionen Franken pro Jahr aus, wenn sich das System eingependelt hat. Im ersten Jahr würden sich die Kosten auf 40 Millionen Franken belaufen.

SP für Senkung auf Alter 55

Die SP begrüsst zwar den Vorschlag des Bundesrates, plädiert aber für Überbrückungsleistungen schon ab 55 Jahren und nicht erst nach dem 60. Lebensjahr. Ausserdem sieht die Partei die 75-Prozent-Koppelung an die maximale AHV-Altersrente als geschlechterdiskriminierend an, und zwar weil dies tendenziell Frauen benachteilige, die in der Regel schlechter verdienten als Männer.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) sieht das ähnlich: Er fordert, dass Personen, die schon vor dem vollendeten 57. Altersjahr ausgesteuert werden, Anspruch auf eine Überbrückungsleistung haben. Ausserdem fordert der SGB vorbeugende Massnahmen.

Dazu gehöre ein aktives Engagement der Wirtschaft sowie ein besserer Kündigungsschutz, ein wirksamer Schutz gegen Altersdiskriminierung, berufsbegleitende Weiterbildungsangebote und eine spezifische Ausrichtung der öffentlichen Stellenvermittlung auf die Bedürfnisse älterer Arbeitsloser, schreibt der Gewerkschaftsbund.

Die Gewerkschaft Travail.Suisse schliesst sich den SGB-Bedenken an und fordert zudem eine tiefere AHV-Mindestversicherungsdauer als die vom Bundesrat vorgeschlagene.

SKOS: familienbedingte Benachteiligung

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) bemängelt die vom Bundesrat vorgeschlagenen 10 Jahre lückenlose Einzahlungspflicht vor der Aussteuerung, da dies Mütter oder Väter benachteilige, die aus familiären Gründen eine Erwerbspause eingelegt haben.

Auch die CVP befürwortet die Einführung einer Überbrückungsrente, fordert aber, dass dafür klare Voraussetzungen definiert und die Leistungen nach oben begrenzt werden.

Die Grünen begrüssen die vom Bundesrat vorgeschlagene Einführung einer Überbrückungsleistung für ältere Arbeitslose als «wichtigen Schritt»i. Se diene dazu, das Alterskapital zu schützen, Frühpensionierungen und entsprechend reduzierte Rentenleistungen zu verhindern und den häufig mit Scham verbundenen Gang zur Sozialhilfe zu verhindern. Es sei aber auch höchste Zeit, die Rahmenbedingungen für ältere Arbeitnehmende zu verbessern.

Ja, aber von FDP und Grünliberalen

Die FDP empfiehlt eine Anhebung des Alters von 60 auf 62 Jahre für den Anspruch auf eine Überbrückungsrente. Und die Grünliberalen signalisieren überhaupt «grosse Vorbehalte», wie sie in einer Mitteilung schreiben.

Eine Überbrückungsrente, die faktisch einer Frühpensionierung entspreche, sei der falsche Weg und widerspreche dem Ziel der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit.

Sollte der Bundesrat der Meinung sein, dass die Sozialhilfe nicht mehr bedürfnisgerecht funktioniere, sollte er mit den dafür zuständigen Kantonen eine Anpassung der Sozialhilferichtlinien diskutieren, statt mit der Überbrückungsleistung eine neue Sozialversicherung zu schaffen, die zu neuen Ungerechtigkeiten führe, schreiben die Grünliberalen.

Der Gewerbeverband äussert «grosse Bedenken». Die Einführung der Überbrückungsleistung verursache jährliche Kosten zwischen 200 und 350 Millionen Franken und berge zudem «grosses Missbrauchspotenzial». Deshalb sei das Alter für diese Leistung von 60 auf 62 zu erhöhen. Grundsätzlich brauche es mehr Anreize, damit Erwerbstätige länger im Arbeitsmarkt blieben und Ältere schneller wieder eine Stelle fänden. (aeg/sda)

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 27.09.2019 15:47
    Highlight Highlight All die Befürworter würden gescheiter mal endlich die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen. Da sie sich das nicht getrauen, muss halt die Zuwanderung begrenzt werden. Keine jungen, günstigeren EU-Mitarbeiter, um loyale ü45 zu ersetzen. Die Arbeitgeber sollten genauso loyal sein, wie es von den Arbeitnehmern erwartet wird.
  • Tom Scherrer (1) 27.09.2019 12:05
    Highlight Highlight Schon mal die richtige Richtung. Das war schon lange nötig, da die Pensionskasse ab 55 sehr teurer wird und die Erfahrenen auch darum die Stelle verlieren. Zu teuer, meinen sie!

    Besser wäre noch, den Koordinationsabzug abzuschaffen und der Prozentsatz ab 35 zu fixieren.

    Und die Zuwanderung steuern - das ist es. Nicht Erfahrene mit Arbeitslosengeld abspeisen.

    Aber die Richtung stimmt.
  • Wetterleuchten 27.09.2019 11:30
    Highlight Highlight Gut, dass wir jetzt "offiziell" wissen, dass die Entlassungen von ü-5o in noch wesentlich gesteigertem Masse weitergehen wird. Der AG-Präsident Vogt und die Economiesuisse behaupten doch immer, dass die ü-50 in nächster Zukunft auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht würden. Offensichtlich alles Lüge! Dass die SVP sich am lautesten gegen eine "menschenwürdige" Regelung stemmt ist zwar nicht verwunderlich, aber angesichts ihrer vielbeschworenen Volksnähe absurd, ausser man meint mit "Volchsnähe" dann doch die 500000 CH-Millionäre , was ja angesichts des Parlamentsverhaltens offensichtlich ist.
  • silves 27.09.2019 10:53
    Highlight Highlight Landwirtschaftsbudget 3,7 Mia, SNB Devisenkäufe für X-Mia... all diese Milliarden zugunsten unserer Industrie. Da scheint es mir richtig ü50 mit einer Rente abzusichern. Das wäre aus meiner Sicht die gerechte Umverteilung von Kapitalgewinne, die wiederum erzeugt werden durch junge, günstige Mitarbeiter.
  • Fairness 27.09.2019 10:06
    Highlight Highlight Das ist schlicht nicht die Lösung. Die Arbeitgeber sind in die Pflicht zu nehmen. Von all ihren Gewinnen und Boni - von den für Normalos seit Jahren stagnierenden und sinkenden Löhnen - dürfen sie ruhig der Gesellschaft etwas zurückgeben.
  • Fairness 27.09.2019 08:32
    Highlight Highlight Die paar Bewerbungen, die das RAV vorschreibt, sind ein Witz. Die Menge bringt Erfolg. Da gibt es welche, die erzählen von dreihundert Bewerbungen in zwei Jahren. Als meine Schwester vor einigen Jahren beim RAV war, weil die Firma verkauft wurde, hat sie in zwei Monaten so viele Bewerbungen versandt. Ist ja heute online ein Klacks. Sie hatte mit knapp 60 nach drei Monaten wieder einen guten Job. Die hohe Anzahl führt irgendwann, irgendwo viel eher zu einem Match. Es ist reine Fleissarbeit mit je nachdem halt einem Kompromiss. Man muss aber auch wollen!
    • silves 27.09.2019 10:28
      Highlight Highlight Es freut mich das es für ihre Schwester so schnell geklappt hat. Ich weiss jetzt leider nicht in welcher Branche das möglich ist. In spezialisierten Berufen wird so eine Bewerbungslawine kaum möglich sein.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.09.2019 11:49
      Highlight Highlight @Fairness
      Du solltest aufhören, der Illusion nachzuhängen, nur weil es bei einem ging, geht es auch bei allen anderen.
  • Fairness 27.09.2019 08:11
    Highlight Highlight Das ist reine Subvention der Wirtschaft. Einmal mehr auf Kosten des Topverlierers Mittelstand.
  • Schneider Alex 27.09.2019 07:01
    Highlight Highlight Das wird teuer und unterläuft die Bemühungen um Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Ältere. Natürlich wird der primäre Arbeitsmarkt für Ältere immer prekärer. Es gibt jedoch genügend sinnvolle Arbeit, auch für diese älteren Arbeitskräfte im öffentlichen Bereich (Gesundheit, Bildung, Umwelt, Naturschutz,etc.). Dafür muss ein sekundärer Arbeitsmarkt aufgebaut werden.
    Die Überbrückungsrente ist ein Zückerchen im Abstimmungskampf gegen die vom Mainstream gefürchtete Begrenzungsinitiative.
    • äti 27.09.2019 12:07
      Highlight Highlight Unter 'sinnvoller' Arbeit verstehst du unbezahlte Arbeit. Freiwillige Organisationen gibts viele, bloss, von was sollen die alle Nebenkosten stemmen? Jede Idee wird von der SVP torpediert, weil ein paar nicht garnieren können. Das ist die Wirklichkeit. Träumen ist auch schön.
    • Schneider Alex 28.09.2019 05:16
      Highlight Highlight Warum brauchen wir einen vom Staat kontrollierten sekundären Arbeitsmarkt? Weil viele Arbeitsstellen als unproduktiv gelten und dafür auf dem primären Arbeitsmarkt keine existenzsichernde Löhne bezahlt werden. Wenn wir vermeiden wollen, dass Arbeitskräfte zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden, um den Unternehmensgewinn zu steigern, muss der Staat diese Unternehmen einem sekundären Arbeitsmarkt zurechnen und kontrollieren, wenn er Lohnzuschüsse via Sozialhilfe bezahlt. Besser noch der Staat schafft entsprechende Stellen im sekundären Arbeitsmarkt und zahlt dafür existenzsichernde Löhne.
  • malu 64 27.09.2019 02:22
    Highlight Highlight Endlich eine Sache, welche bei den Politikern angekommen ist. Es ist das mindeste, das Arbeitslose über 55 einen besseren Schutz genießen. Es besteht ab 55 eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Nützt aber bei einer Kündigung herzlich wenig. Ein so reiches Land wie die Schweiz sollte sich um die älteren Arbeitslosen kümmern und sorgen, so dass sie nicht in die Sozialhilfe fallen.
  • wolge 26.09.2019 21:00
    Highlight Highlight Der Gewerbeverband fordert mehr Anreize, dass Erwerbstätige länger im Arbeitsmarkt blieben und Ältere schneller wieder eine Stelle fänden...???

    Der Gewerbeverband sollte besser sicherstellen, dass seine Mitglieder ältere Arbeitnehmer einstellen und behalten!
  • Pafeld 26.09.2019 20:59
    Highlight Highlight Ob der SVP bewusst ist, dass sie ihrer Stammwählerschaft in dem Moment so richtig mit Schmackes in die Eier getreten haben? Jeder kennt Schicksale von ü55, welche den Job verloren haben und trotz intensivster Suche nichts mehr finden.
  • Thinkdeeper 26.09.2019 20:54
    Highlight Highlight Die ÜR ist eine Mogelpackung und Sch....Kompromiss der besser als Nichts ist.
    1. Diese geht zu Lasten des Staat (EL) und nicht der ALV in welche die Arbeitgeber paritätisch einzahlen müssen. AG fein raus.
    2. Der AG wird ermutig genau diese Mitarbeiter "sozialvertäglich" abzubauen, stereotypen weiter zu pflegen und Ältere nicht mehr einzustellen.
    3. ÜR, EL wie Sozialhilfe ist RÜCKZAHLUNGSPFLICHTIG.
    4. Bei Pensionierung, kann der ausgesteuerte nur das Kapital beziehen und zurückzahlen.
    5. Ordentliche EL gibt es nur wenn nicht mehr als 10% / Jahr des Vermögens verbraucht. Verarschung pur.
  • reactor 26.09.2019 19:10
    Highlight Highlight bin bald 60, werde amer Rentner, bin Jahre ohne Sozialleistungen zu zahlen in der Welt herumgetingelt. Mache jetzt berufsbegleitend noch 3 Jahre eine Ausbildung mit der ich einerseits meine schlechte Rente ausgleichen werde, andererseits ein erfülltes Alter hab. Klar, lässt sich das nicht auf alle ausweiten, aber mit etwas Lebensfreude, über den Tellerrand hinausschauen lässt sich noch viel machen.
    • Sonnenbankflavor 26.09.2019 21:29
      Highlight Highlight Falls du keine Familie hast dann wandere doch aus. Hier in der Schweiz lebt es sich als Rentner sehr schlecht. Sehe ich auch bei meinen Eltern die bald auswandern werden in den Süden.
  • Drude 26.09.2019 18:58
    Highlight Highlight Was nützt eine Überbrückungsrente ab 60, wenn man spätestens bereits ab 45 bis 55 Jahren auf die Strasse gestellt und nach zwei Jahren vom RAV ausgesteuert wird? Dies ist lediglich ein Feigenblatt von Bundesbern.
  • Ökonometriker 26.09.2019 17:52
    Highlight Highlight Ein besseres Auffangnetz für Alte braucht es allein schon wegen der Digitalisierung. Man könnte aber zusätzlich auch dafür sorgen, dass Junge + Ausländer nicht billigere Arbeitskräfte sind als Alte. Z.B. in dem man die AG-Beiträge für die PK altersunabhängig gestaltet. Und in dem man die AN-Beiträge für AN mit sehr tiefem PK-Guthaben (=Ausländer) erhöht. Damit wäre die CH unmittelbar nicht mehr so wahnsinnig attraktiv für Ausländer. Die die kommen, müssten durch die Beiträge aber genug sparen und würden nicht in die Altersarmut rutschen.
  • Mr. Spock 26.09.2019 17:49
    Highlight Highlight Chapeau vor dem Flickflack mit eingedrehter Schraube der SVP zur Argumentation. Dirse zwei Themen wahlpolitisch zu verbinden ist entweder sau klever oder extrem dreist. Ansonsten ist die SVP ja so eher "der MaRkTreGelt sIch sElBSt"... Nun sinds wieder die bösen Migranten!? Die Migranten die arbeitslos auf dem Amt sitzen, die vermummten Extremisten oder kriminellen im Stadtpark? SVP entscheide dich sonst kann dich keiner mehr ernst nehmen!
  • Magnum 26.09.2019 16:45
    Highlight Highlight Mal wieder typisch: Die SVP, die mit dem Spruch «damit Dir mehr im Portemonnaie bleibt» hausieren geht. Die SVP, die aktuell auf Plakatwänden mit einer Unbehagen- und Angst-Kampagne operiert und dabei vor Arbeitslosigkeit ab 50 warnt. Die SVP, die Probleme nicht lösen, sondern nur zwecks politischem Gewinn bis zum Erbrechen bewirtschaften will. Diese Partei ist eigentlich nicht regierungsfähig, da sie sich wie eine Fundamentalopposition aufführt und Kompromisse diffamiert. Diese Partei greift die Werte frontal an, welche die Schweiz zum Erfolgsmodell gemacht haben. Es reicht.
    • sunshineZH 26.09.2019 18:12
      Highlight Highlight @Magnum Also haben uns haufenweise Ausländische Arbeitskräfte zum Erfolgsmodell gemacht? Die Schweiz gibt dort lieber Geld aus, anstatt den eigenen Leuten zu helfen. Anstatt Millionen für Asylheime auszugeben könnte man eben diese Ü55 und der AHV unter die Arme greifen.
    • einmalquer 26.09.2019 21:04
      Highlight Highlight klar haben uns viele ausländische Kräfte zum wirtschaftlichen Erfolg verholfen.

      Beim Gotthardbau zB (auch bei späteren Tunnels).

      Oder mit der Gründung von Nestle, Brown Boveri etc.

      Die damalige Offenheit der Schweiz gegenüber Nicht-SchweizerInnen war immer ein Erfolgsmodell.
    • reactor 26.09.2019 21:11
      Highlight Highlight Natürlich haben uns die Migrantinnen zum Erfolgsmodell gemacht. Wir hätten die Arbeit kaum stemmen können. Die Sozialleistungen schlagen da zwar zu Buche, aber bei einer entsprechenden Verteilung der Gewinne in die Allgemeinheit wäre das vernachlässigbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 26.09.2019 16:24
    Highlight Highlight Ist schon ein problem wenn wegen der zuwanderung zu viele niedrig- und mittelqualifizierte arbeitnehmer auf dem markt sind. Davon profitieren die firmen und der staat bezahlt das arbeitslosengeld.
    • TingelTangel 26.09.2019 19:59
      Highlight Highlight Quatsch - die Bauern sind froh wenn sie noch Tüchtige Polen finden die in die Schweiz Arbeiten kommen - darfst auch mal gerne mit denen an Samstag Morgen bei 2 Grad Nüsslisalat Ernten gehen.
    • gintonicohneeis 26.09.2019 22:54
      Highlight Highlight Wegen einem nüssler-ernter bekommt keiner die kündigung. Diplomierte, qualifizierte jung eu bürger sind eben schon konkurrenz für ältere teurere und digital ev. nicht ausgebildete.

      Ich finde es falsch wenn der staat das nun bezahlen muss. Sollten arbeitgeber müssen. Aber wird wohl blitze hageln weil das „rechts“ tönt.
    • Magnum 27.09.2019 09:50
      Highlight Highlight Eine Mehrbelastung der Arbeitgeber soll rechts tönen? In welchem Universum?

      Was wirklich rechts ist: Eine Firma besitzen, Schweizer aus Kostengründen auf die Strasse stellen und diese als Politiker dann gegen Ausländer aufhetzen. Das ist rechts pur. Und ja: Das hat auch der heilige Christoph vom Herrliberg jahrelang praktiziert. Ein Heuchler par excellence.
  • MarGo 26.09.2019 16:12
    Highlight Highlight ... sei der falsche Weg und widerspreche dem Ziel der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit....

    Wie realitätsfern sind diese Leute denn? Versuche - nur schon ü50er - wieder zu vermitteln scheitern zu 90%, das erlebe ich tagtäglich... Diese Menschen haben - wenn sie ihren Job verlieren - beinahe keine Chance, wieder eingegliedert zu werden...
  • Hierundjetzt 26.09.2019 15:15
    Highlight Highlight Die Argumentation der SVP ändert nichts an der gelebten Realität.

    Zudem sind die viele KMU Inhaber SVP Wähler oder SGV Mitglieder. Soviel zum Thema, wer hier effektiv Schaden anrichtet.
  • äti 26.09.2019 14:51
    Highlight Highlight Der SVP (Saudische Vertretungs Partei) sind die SchweizerInnen längst egal. Geld, Öl, Abzocken sind die Prioritäten. Siehe Innerschweiz, U. Maurers Besuche, Öl-Rösti, ...... Oder im üblichen Partei-Finanz-Nachweis (oh je, der ist total geheim - eben drum).
    • andrew1 26.09.2019 16:26
      Highlight Highlight Da sind andere auch nicht besser. Der kleine bürger immer mit mehr abgaben bestrafen( treibstoffabgaben) gleichzeitig milliarden ins ausland verschenken, die ganze welt auf dem buckel des schweizers aufnehmen und sich dann noch als "soziale" partei ausgeben.
    • Vecchia 26.09.2019 17:38
      Highlight Highlight "Saudische Vertretungs Partei"

      Genial! Und extrem treffend.
  • Vecchia 26.09.2019 14:24
    Highlight Highlight 40 Jahre Arbeit und sparen fürs Alter
    Vor dem Genuss des Alters stellt Dich die Wirtschaft raus, weil Dir Titel fehlen um Deinen Lohn zu rechtfertigen, Deine Erfahrung ist nichts wert
    2 Jahre Demütigung beim RAV
    5 Jahre Erniedrigung durch das Sozialamt und Verlust Deiner Ersparnisse
    Jetzt bist Du 65 und merkst: Dein ehrlicher gut schweizerischer Arbeitseifer hat Dich im besten Fall immerhin ein paar Franken über das Existenzminimum gebracht...

    SGB und Travail Suisse scheinen die Einzigen zu sein, die wirklich wissen worum es geht.
    • Hierundjetzt 26.09.2019 15:19
      Highlight Highlight 2 Jahre Demütigung wenn Dir mit 1'000enden von Franken geholfen wird? Meinst Du AMM Massnahmen sind gratis?

      Der Leistungskatalog des RAV ist umfassend, das als Demütigung empfinden, wenn man Bewerbungen schreiben muss und im Gegenzug 70% Versicherungsleistungen erhält offenbart eine extreme nicht rechtfertigbare Anspruchshaltung.

      Und nein Du kriegst eben *keinen* Lohn sondern Versicherungsleistungen von uns allen. Diese sind viel mehr als Du je einbezahlt hast. Grund: weil die Lohnabzüge unbegrenzt sind, der Bezug aber limitiert ist. (System AHV)
    • Vecchia 26.09.2019 17:29
      Highlight Highlight hierundjetzt, das kommt wohl auf den RAV-Standort an. Ich selbst war Ende 2001 top beraten und unterstützt worden. Kürzlich hatte ich aber Einsicht in die Korrespondenz an eine Ü50-Kollegin, die sich eben anmelden musste. Dem Ton nach steht sie anscheinend bereits unter Generalverdacht absichtlich nicht zu arbeiten ... ich hätte das nicht für möglich gehalten. Nur weil es ein paar faule Eier gibt, muss man Leute, die wegen des Alters ausrangiert wurden nicht gleich restriktiv und respektlos behandeln.
    • Hierundjetzt 26.09.2019 20:18
      Highlight Highlight Mmmh. Hat Sie den Arbeitsangebote des RAV abgelehnt? Geweigert Verfügungen nachzukommen? Ist Sie zu jedem Termin erschienen? Hat Sie Zwischverdienste „vergessen“?

      Du siehst, wir wissen es nicht.

      Aus dem nichts wird aber kaum ein Kantonaler Angestellter solche Texte verfassen. Das dann schon nicht.

      In meinem erweiterten Bekanntenkreis sind es jeweils gerade die, die sich sträuben Verfügungen nachzukommen und alles besser wissen, exakt die, die solche Schreiben erhalten.

      Ich habe aber, ganz ehrlich, jederzeit nur positives vom RAV Zürich vernommen. Feedbacks waren sehr gut
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 26.09.2019 14:12
    Highlight Highlight Die SVP liegt hier (für einmal) absolut und goldrichtig. Ich habe mehrmals mit eigenen Augen gesehen, wie Ü50 Schweizer gekündigt und durch 1/2 billigere BA- oder MBA-Absolventen aus dem EU-Raum ersetzt werden.

    Solch ein Verhalten gehört gesetzlich verboten und nicht allimentiert durch die Allgemeinheit!
    • Hierundjetzt 26.09.2019 15:21
      Highlight Highlight ok. Die Wirtschaftsfreiheit ist dummerweise in der Verfassung.

      Die SVP will aber auf Gesetzesstufe den Ausgesteuerten nicht helfen.

      Ihre Argumentation bringt somit rein gar nichts und ist reine Augenwischerei für das "Volch"
    • Niknaim 26.09.2019 15:57
      Highlight Highlight Und was bringt es dem ü60, welcher z.B. wegen Firmenkonkurs auf der Strasse steht ?
    • Vecchia 26.09.2019 16:09
      Highlight Highlight im nördlichen Züri kann man schon länger auch mit eigenen Augen sehen, wie Ü50 Schweizer Büetzer mit Grenzgängern (oder Mitarbeitern aus deutschen Tochterfirmen) ersetzt werden.... und zwar von Unternehmen an deren Spitze SVP-Mitglieder sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 26.09.2019 13:41
    Highlight Highlight Warum sollte eine solche Überbrückungsrente (für Notfälle) von Arbeitgebern ausgenützt werden?
    Hat die SVP denn kein Vertrauen in die Eigenverantwortung der Schweizer Bürger? ;)
  • DailyGuy 26.09.2019 13:26
    Highlight Highlight Die. SVP. ist. Bürger. feindlich. Die SVP Politiker interessiert es nur, in die eigene Tasche wirtschaften zu können, sprich Steuersenkungen für Unternehmen und Reiche. Der normale arbeitende Bürger interessiert sie nur für ihre Hetzkampagnen.

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