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Dieses Foul von Ondoua von Guillemenot sorgt in St.Gallen für rote Köpfe. bild: screenshot srf

«Völlig unverständlich!» FCSG hadert nach «Doch-Nicht-Rot» mal wieder mit dem VAR



Der drittplatzierte FC St.Gallen verlor gestern zuhause gegen Servette mit 0:1 und musste das Team von Trainer Alain Geiger damit punktemässig aufschliessen lassen. Für die Genfer war es der erste Sieg in der Ostschweiz seit 17 Jahren, damals hiess der Servette-Trainer noch Lucien Fave.

Das goldene Tor erzielte Grejohn Kyei nach knapp einer Stunde und war ziemlich eigenartig. St.Gallens Innenverteidiger Leonidas Stergiou lenkte eine weite Freistossflanke von Théo Valls leicht mit dem Kopf ab. Der wenige Zentimeter neben Stergiou hochspringende Kyei traf den Ball aber trotz der Ablenkung mit dem Kopf so gut, dass sich der Ball in einem Bogen unhaltbar für FCSG-Keeper Zigi unter die Latte senkte.

Das Servette-Siegtor durch Kyei. Video: SRF

Doch zu reden gab nach dem Spiel eine ganz andere Szene: Schiedsrichter Lukas Fähndrich stellte nach 68 Minuten den Servettien Gaël Ondoua für ein Foul von hinten an Jérémy Guillemenot mit der Roten Karte vom Platz, nahm seinen Entscheid nach der Konsultation des VAR aber wieder zurück und zeigte Ondoua stattdessen Gelb.

Das Foul von Ondoua, das am Ende doch nicht Rot gab. Video: SRF

Ob hier tatsächlich ein «krasser Fehlentscheid» vorlag, dass der VAR eingreifen musste? Eher nicht. Doch Fähndrich taxierte Ondouas Grätsche wohl deshalb nicht als rotwürdig, weil er Guillemenot nur leicht berührte.

Schiedsrichter Lukas Faehndrich nimmt die rote Karte gegen Servette FC Mittelfeldspieler Gael Ondoua, nicht auf dem Bild, nach dem Videoreview zurueck waehrend dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC St. Gallen und Servette FC, am Mittwoch, 3. Maerz 2021, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Schiedsrichter Fähndrich nimmt seinen Entscheid zurück. Bild: keystone

FCSG-Trainer Peter Zeidler war nach dem Schlusspfiff dennoch ziemlich bedient: «Die entscheidende Szene des Spiels war natürlich die zurückgenommene Rote Karte, gegen 10 Mann hätten wir sicherlich noch die Chance auf den Ausgleich gehabt», haderte der 58-jährige Deutsche. «Für mich unverständlich und ich bin noch der ruhigste von unserem Trainer-Staff. Wenn man sich die Szene noch einmal anschaut – einfach völlig unverständlich.»

Wie hättest du entschieden?

Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich St.Gallen über den VAR aufregt. Zuletzt entschied der Video-Referee von Volketswil Ende Januar bei der 0:1-Heimniederlage gegen Lugano gegen die Ostschweizer, als er Schiedsrichter Fedayi San nach einem Zweikampf im Strafraum zwischen FCSG-Verteidiger Tim Staubli und Luganos Roman Macek aufforderte, einen Elfmeter zu pfeifen. San selbst hatte auf Abstoss entschieden, was sicherlich kein «krasser Fehlentscheid» war. Dennoch liess er sich vom VAR überstimmen und Lugano entführte dank des Penalty-Treffers von Mijat Maric drei Punkte aus St.Gallen.

Die SRF-Spielbericht von St.Gallens 0:1 gegen Lugano. Video: SRF

Und natürlich denken die St.Galler noch immer mit Wehmut an die letzte Saison zurück, als der VAR beim 3:3 im Spitzenkampf gegen YB unmittelbar vor der Corona-Pause in der Nachspielzeit einen von Zigi gehaltenen YB-Penalty wiederholen liess, der dem späteren Meister dann den 3:3-Ausgleich bescherte. (pre)

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