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US-Gericht veröffentlicht Deal von Klägerin gegen Prinz Andrew

03.01.2022, 19:55
Virginia Giuffre.
Virginia Giuffre.Bild: AP

Bei den Missbrauchsanschuldigungen gegen den britischen Prinzen Andrew kommt ihm womöglich eine am Montag veröffentlichte aussergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 zugute. Demnach hatte die US-Amerikanerin Virginia Giuffre mit dem Multimillionär Jeffrey Epstein vereinbart, niemanden aus dessen Umfeld zu beschuldigen, der als «potenzieller Angeklagter» gelten könnte. In dem in New York veröffentlichten Dokument ist auch eine Zahlung von 500 000 Dollar (damals rund 330 000 Euro) an Virginia Roberts - ihr damaliger Name - genannt.

Giuffre gibt an, vom inzwischen gestorbenen Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell als Jugendliche zusammen mit Dutzenden anderen Minderjährigen zur Sexsklavin gemacht worden zu sein. Sie beschuldigt in diesem Zusammenhang auch den Sohn der britischen Königin Elizabeth II., sie vor 20 Jahren als 17-Jährige missbraucht zu haben. Er hatte die Anschuldigungen stets bestritten.

Prince Andrew.
Prince Andrew.Bild: keystone

Andrews Anwälte argumentieren, dass die nun veröffentlichte Einigung von 2009 eine Anklage verhindere. Giuffres Anwälte hatten dagegen stets erklärt, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Prozess gegen Andrew habe. Am Dienstag soll vor einem Zivilgericht in New York weiter über die Anschuldigungen gegen Andrew und über einen möglichen Prozess verhandelt werden.

Andrew steht seit Jahren wegen seiner früheren Freundschaft zu Epstein in der Kritik und hat deshalb seine royalen Aufgaben beendet. (sda/dpa)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ReMoo
03.01.2022 20:48registriert Dezember 2020
Unglaublich, der Typ wird ungeschoren davonkommen, wenn man Reich und berühmt ist kann man sich alles kaufen
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Zwergli_aus_den_Bergen
03.01.2022 22:35registriert August 2021
Vielleicht könnte es dem Prinzen gelingen, alle Vorwürfe rechtlich abzuwehren. Denn leider, leider bedeutet ja Recht haben nicht immer, dass Frau/man auch letztlich Recht bekommt. Zumindest scheint aber die Öffentlichkeit in England den Prinzen für seine Verfehlungen klar verurteilt zu haben. Für die Opfer ist dies jedoch überhaupt kein Trost.
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