Gesundheit
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Impfkampagne soll Krankheit ausrotten

Masern-Fälle in der Schweiz haben sich verdreifacht 



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Die Masern sollen bis 2015 in der Schweiz ausgerottet sein.  Bild: Reuters

Die Sterblichkeit durch Masern ist weltweit auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand gesunken. Durch Impfkampagnen verminderte sich die Zahl der Todesfälle seit 2000 um 78 Prozent auf 122'000 im Jahr 2012. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute Donnerstag in Genf mit. Die Impfquote gegen Masern bei Kindern unter einem Jahr betrug 84 Prozent, wie es im Jahresbericht der UNO-Organisation über die Infektionskrankheit heisst. Die Erfolge bei der Beseitigung der Krankheit seien jedoch regional unterschiedlich, sagte Robert Perry, Immunologie-Experte bei der WHO. 

Fast 300 Prozent mehr Masern in der Schweiz

Auch in der Schweiz war im vergangenen Oktober von Bund und Kantonen eine Informationskampagne gestartet worden, mit dem Ziel, die Masern bis Ende 2015 auszurotten. Um dies zu erreichen, müssten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei 85 Prozent, mit grossen Unterschieden zwischen den einzelnen Kantonen. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab es 2013 in der Schweiz 184 Fälle von Masern, eine deutliche Steigerung von fast 300 Prozent im Vergleich zu 2012 (66 Fälle). Zwischen Dezember 2010 bis August 2011 hatte die Schweiz eine Masernepidemie erlebt, mit insgesamt 679 gemeldeten Masern-Fällen in 21 Kantonen. 

Das von der UNO festgelegte Ziel, die Mortalität durch Masern bis zum Jahr 2015 um 95 Prozent zu senken, kann laut dem jüngsten WHO-Bericht nicht erreicht werden. Nur die Region Nord- und Südamerika habe die Masern bislang eliminiert und registriere jährlich eine kleine Anzahl importierter Fälle. «Es bleibt noch viel zu tun. Es ist Zeit, das wir unsere Anstrengungen verdoppeln», sagte Perry. (sda)

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