Luftfahrt
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Students stand in front of lit candles outside the Josef-Koenig-Gymnasium high school in Haltern am See, March, 24, 2015. Students and teachers at a small-town German high school broke out in tears when they realised that 16 classmates and two teachers were on board an ill-fated Germanwings airplane that crashed in France on Tuesday on a flight home to Duesseldorf. An Airbus operated by Lufthansa's Germanwings budget airline crashed in a remote snowy area of the French Alps on Tuesday, killing all 150 on board including 16 schoolchildren.   REUTERS/Kirsten Neumann

Kerzen vor dem Gymnasium in Haltern. Bild: KIRSTEN NEUMANN/REUTERS

Am Morgen hatten sie Abschied von ihren spanischen Freunden genommen, dann flog die Schulklasse in den Tod: Grosse Trauer in deutscher Stadt Haltern



Was ein lehr- und erlebnisreicher Austauschtrip werden sollte, endete in einer Tragödie: 16 Schüler und 2 Lehrerinnen sind wohl an Bord des in Frankreich abgestürzten Germanwings-Flugzeugs gestorben. Eine Stadt trauert.

Am Morgen hatten sie wohl noch fröhlich Abschied von ihren spanischen Freunden genommen, dann flogen sie in den Tod. Die Schüler und Lehrerinnen aus dem nordrhein-westfälischen Haltern stürzten mit dem Germanwings-Flug 4U 9525 über den französischen Alpen ab. Sie hatten eine Partnerschule in der Nähe von Barcelona besucht und wollten nun nach Hause.

Candles sit on a paper reading

Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Die Nachricht vom Absturz verbreitet sich im kleinen Haltern zwischen Münsterland und Ruhrgebiet schnell. «Es ist so eine kleine Stadt, da kennen sich viele», sagt ein Lehrer der Nachbarschule des Joseph-König-Gymnasiums. «Wir sind unglaublich traurig. Alle», fügt er hinzu.

Wenig später brennen auf einer Tischtennisplatte vor dem Gymnasium die ersten Kerzen. Schüler und Schülerinnen mit bleichen Gesichtern nehmen sich wortlos in die Arme. Einige weinen, können es nicht fassen und versuchen Trost zu spenden.

«Das kann nicht sein»

Nach der sechsten Stunde hatte es eine Durchsage des Schulleiters gegeben, erzählt ein Vierzehnjähriger, dessen Klassenlehrerin wohl unter den Toten ist. Dass der Nachmittagsunterricht ausfalle, hatte der Direktor verkündet. Doch dies sei kein Grund zum Jubeln. Es sei etwas Schlimmes passiert.

Was genau geschehen ist, erfahren die Schüler spätestens, als sie zu Hause das Fernsehen einschalten. «Das kann nicht sein, denkt man dann. Wir kannten die ja», sagt ein Knabe mit einem Strauss roter Rosen in der Hand. Damit wolle er den Angehörigen zeigen, dass er da sei.

Flugzeugabsturz einer Germanwings-Maschine im Süden Frankreichs

Es war das sechste Mal, dass ein Kurs der zehnten Klasse auf grosse Fahrt in die Stadt Llinars del Vallés bei Barcelona aufbrach. Erst im Dezember waren zwölf Spanier in Haltern zu Gast. Das Unglück auf der Rückreise des Gegenbesuchs lähmt eine ganze Stadt.

Auf Twitter und Facebook drücken die Menschen aus Haltern und ganz Deutschland ihr Mitgefühl aus, auch Nationalspieler Benedikt Höwedes, der wohl berühmteste Fussballer Halterns. Er wünsche «allen Familien und Angehörigen die Kraft dieses zu überstehen», twitterte er am Nachmittag. 

Minütlich wächst am Nachmittag die Zahl der trauernden Mitschüler auf dem Schulhof. Und mit ihnen die Zahl der Kerzen und Blumen. (sda/dpa)

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