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Neuer Verein will der Schweizer Bevölkerung den Wert der Menschenrechte vermitteln

07.12.2014, 10:4607.12.2014, 10:57

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist in der Schweiz umstritten. Nun lanciert eine neue Organisation eine Kampagne:

Der Verein «Dialog EMRK» will der Bevölkerung aufzeigen, in welcher Form sie von der EMRK profitiert. «Die EMRK schützt alle Menschen in der Schweiz und in Europa vor Menschenrechtsverletzungen durch den Staat», schreibt er in der Mitteilung.

Auf der Internetseite der Kampagne «Schutzfaktor M» liefert der Verein Beispiele für Urteile des EGMR, die Lücken in Schweizer Gesetzen geschlossen oder Fehlurteile korrigiert haben. Ein Video erklärt die Funktionsweise der EMRK.

«Menschenrechte gibt es auch ohne mich.»video: youtube

Die Schweiz ist der Konvention vor vierzig Jahren beigetreten. Die EMRK ist zurzeit politisch umstritten, unter anderem weil der Gerichtshof verschiedentlich Schweizer Gerichtsentscheide aufgehoben hat. Die SVP hat eine Volksinitiative angekündigt, welche die Anwendung des Völkerrechts in der Schweiz beschränken würde.

«Dialog EMRK»
Der Verein ist aus der «Arbeitsgruppe Dialog EMRK» entstanden. Diese wurde im Herbst 2013 unter dem Dach der NGO-Plattform Menschenrechte gebildet. Die Arbeitsgruppe hat laut eigenen Angaben verschiedene Runde Tische mit Parlamentariern organisiert und «aktiv Medienarbeit gemacht». Unter anderem habe man den Medien im Mai 2014 die beim Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) in Auftrag gegebene Studie «Landesrecht bricht Völkerrecht?» präsentiert. (dsc)

Das Jubiläum der Schweizer Ratifizierung des EMRK nimmt der Präsident des Strassburger Gerichtshofs zum Anlass für einen Auftritt in Bern: EGMR-Präsident Dean Spielmann wird am kommenden Dienstag vor der Bundesversammlung sprechen. (dsc/sda)

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Russische Soldaten: «Vergewaltigen euch so lange, bis ihr keine Kinder mehr zeugen wollt»
Die ukrainische Historikerin Marta Havryshko (37) erklärt im Interview, dass Vergewaltigung in der Ukraine zur Kriegsstrategie von Russland gehört. Die öffentlichen Vergewaltigungen traumatisieren die betroffene Frau plus alle Anwesenden, was tiefe Spuren in der Gesellschaft hinterlässt.

Gehören Vergewaltigungen zur russischen Kriegsstrategie in der Ukraine?
Marta Havryshko:
Ja, die meisten Vergewaltigungen, von denen wir wissen, entsprechen nicht jenen Übergriffen, die wir aus unzähligen Konfliktzonen in anderen Ländern kennen und bei denen Soldaten ihre Machtposition ausnützen. In der Regel versuchen diese danach den Missbrauch zu verheimlichen. Dies, weil sie sich vor einer Bestrafung ihrer Vorgesetzten oder vor der Reaktion der lokalen Bevölkerung fürchten. Dies entspricht aber nicht dem Muster der russischen Soldaten in der Ukraine.

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