Tausende bedroht

Stausee nach Erdrutsch in Nepal noch immer voll

03.08.14, 07:38 03.08.14, 09:13
epa04338741 The main site of  the landslide in Sindhupalchwok district , some 120 kilometer from capital Kathmandu, Nepal, 02 August 2014. At least eight people were killed and hundreds displaced when a massive mudslide blocked a river and flooded villages in north-eastern Nepal. A state of emergency was declared in the Sunkoshi River region, with officials telling local media that 700 army and police personnel were deployed to the area to deal with the 'grave' situation.  EPA/DPR

Bedrohliche Lage in Nepal. Bild: EPA/NEPAL ARMY 

Der durch einen gigantischen Erdrutsch verursachte Stausee in Nepal bedroht weiterhin die talabwärts gelegenen Ortschaften. Tausende Menschen verbrachten nach Angaben örtlicher Medien die Nacht zum Sonntag in höher gelegenen Gegenden.

Sie hielten sich dabei entweder in Häusern von Freunden oder in Camps der Lokalregierung auf. Bei dem Erdrutsch etwa 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu waren am Samstag 8 Menschen getötet und 40 Menschen verletzt worden.

Wie viele Menschen in dem Himalaya-Tal vermisst werden, war zunächst weiter unklar. Der TV-Sender Kantipur Television berichtete, Regierungsvertreter gingen von mehr als 100 Vermissten aus. Ein Überlebender berichtete, dass 19 seiner Angehörigen unter den Massen aus Erde und Steine lägen.

Die Armee hatte am Samstag drei kleine Sprengungen durchgeführt, um Wasser abzulassen. Das Pegel sei aber über Nacht nicht zurückgegangen, schrieb der Bewohner Kapil Dhital auf Twitter. Es fliesse nur so viel raus, wie der Fluss Sunkoshi hereinbringe.

Dhital sitzt wie viele oberhalb des mehrere Kilometer langen Sees fest, der sich durch den 90 Meter hohen Damm gebildet hat. Ein lokales Sicherheitskomitee berät nun, wie weiter vorgegangen werden soll. (aeg/sda/dpa)

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