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Frauenschuhe gehen ueber die Konfettis vom Gold-Regen, am Abstimmungsfest der Initianten der Grundeinkommensinitiative im

Das BGE wurde bedingungslos abgewiesen. Wer war trotzdem dafür? Bild: KEYSTONE

Wer hat für das BGE gestimmt? 6 Grafiken zur Abstimmung

Das BGE, die Milchkuh- und die Pro-Service-public-Initiative sind an der Urne gescheitert, die beiden Gesetzesvorlagen wurden angenommen. Hier die interessantesten Grafiken zum Sonntag.



Einigkeit:

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Violett: Nein-Mehrheit, Grün: Ja-Mehrheit.
Karten: BFS

Ein Bild der Einigkeit: Fast alle Kantone waren bei den Vorlagen gleicher Meinung. Nur Obwalden und die beiden Appenzell stimmten im Gegensatz zu allen anderen Kantonen Nein zur Präimplantationsdiagnostik (PID). 

Wer stimmte für das BGE?

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Jeder Bezirk (mehrere Gemeinden zusammengefasst) der Schweiz ist mit einem Kreis abgebildet.  grafik: politan.ch

Diese Grafik zeigt die Korrelation zwischen SP-Wähleranteil, Sozialhilfequote und Ja-Anteil beim bedingungslosen Grundeinkommen (BGE). In den Bezirken, in denen der SP-Wähleranteil gross ist, wurde auch mehr Ja gestimmt. Bei der Sozialhilfequote ist es so, dass vor allem bei Bezirken mit verhältnismässig hohem Ja-Anteil – wie zum Beispiel in Zürich oder Basel – auch die Quote hoch ist. Es gibt aber auch viele Bezirke mit einer hohen Sozialhilfequote, die sich im Mittelfeld befinden. 

Die Trendlinie zeigt also, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen dem Anteil an SP-Wähler und dem Ja-Anteil für das BGE bestehen könnte. Der Zusammenhang mit der Sozialhilfequote gestaltet sich schwieriger. In allen Bezirken, in denen der Ja-Anteil über 25 Prozent liegt, ist auch die Sozialhilfequote über 5 Prozent. Das heisst aber nicht, dass vor allem Sozialhilfebezüger für das BGE gestimmt haben.

Der Bezirk, der zwar einen hohen SP-Wähleranteil aufweist, aber einen tiefen Ja-Anteil fürs BGE (am rechten Rand, unten), ist übrigens der Kanton Glarus.

Stimmbeteiligung in Zürich und in Genf:

16 Tage vor der Abstimmung lag Zürich noch vor Genf, was die Stimmbeteiligung betrifft. Bis zum Abstimmungssonntag konnte Genf aufholen und überholte Zürich. Schliesslich lagen beide (ZH: 48 Prozent, GE: 52 Prozent) über dem Schweizer Durchschnitt von 45 Prozent.

politan.ch

Die Grafiken wurden von politan erstellt. Die politan GmbH ist aus einem Studentenblog entstanden, der sich politikwissenschaftlicher Forschung widmet. Neben dem Blog betreibt das Team Auftragsforschung für Verbände, Stiftungen, Behörden und andere Organisationen. Auch auf Twitter sind die Forscher aktiv.

Etwa die Hälfte der Stimmenden haben ihr Couvert bis fünf Tage vor der Abstimmung auf die Gemeinde geschickt. Etwas weniger als ein Fünftel ging an die Urne stimmen, vier Fünftel haben brieflich abgestimmt.

Voraussagen vs. Endresultat:

Vergleich vom BGE und der Pro-Service-public-Initiative: So hat der Nationalrat über die Vorlagen abgestimmt (Schlussabstimmung NR), so lauteten die Trendaussagen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF 1 und SRF 2) und so sah es wirklich aus (Abstimmungstag).

Vor allem bei der Pro-Service-public-Initiative waren die Voraussagen für den Ja-Anteil deutlich höher als das Resultat der Abstimmung. Weiter hat niemand im Nationalrat für die Initiative gestimmt, doch gut 32 Prozent der Bevölkerung waren dafür.

Die Trendaussagen für das BGE wurden am Abstimmungstag bestätigt, doch auch hier haben mehr Prozente der Bevölkerung dafür gestimmt als im Nationalrat.

Nationalratsabstimmung vs. Volksabstimmung:

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Bild: politan.ch

Auf dieser Grafik sind alle Abstimmungsvorlagen seit der EWR-Abstimmung (Dezember 1992) zu sehen und wie sie im Nationalrat (Schlussabstimmung) beziehungsweise vor dem Volk (Abstimmungsergebnis) abgeschnitten haben. Alle Vorlagen vom Sonntag wurden vom Volk ähnlich behandelt wie vom Nationalrat. Der grösste Abweichler vom Sonntag ist die Pro-Service-public-Initiative.

Auch die Resultate von Volk und Nationalrat zum BGE und zum PID-Gesetz unterscheiden sich um einige Prozentpunkte. Allgemein kann man sagen, dass sich Nationalrat und Volk wieder etwas angenähert haben.

Das Lohnargument:

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Bild: politan.ch

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Bild: politan.ch

In den Bezirken, in denen verhältnismässig viele Ja-Stimmen zur Pro-Service-public-Initiative eingelegt wurden, war im Allgemeinen auch der Ja-Anteil zur «Abzocker»- und zur 1:12-Initiative hoch. Alle drei Initiativen drehten sich um Löhne. Ein Vergleich der Pro-Service-public-Initiative mit anderen Vorlagen, die sich um den Service public drehten, hat keine solche Korrelation gezeigt. Das Argument der Löhne scheint dem Schweizer und der Schweizerin also wichtiger zu sein als die Fragen um den Service public. 

(leo/politan.ch)

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