Klima
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Die Blockade von Extinction Rebellion in Genf verursachte bei einigen Autofahrerinnen und Autofahrern Ärger.

Die Blockade der Klimaaktivsten verärgerte einige Autofahrerinnen und Autofahrer. Bild: KEYSTONE

Kampf gegen Autos: Extinction Rebellion blockiert Genfer Parkhaus



Rund drei Dutzend Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben in Genf am Samstagmittag den Zugang zu einer Parkgarage blockiert. Ihre Aktion dauerte eine knappe Stunde. Es war die erste Blockadeaktion im öffentlichen Raum in der Rhonestadt.

Zunächst hätten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Sperre länger aufrechterhalten wollen. Doch weil Markttag war und angesichts des Ärgers bei Betreibern von Ladengeschäften zogen sie sich frühzeitig zurück. Im November hatten Aktivisten von Extinction Rebellion das Flugzeugterminal für Privatjets am Flughafen Genf blockiert.

Um 12 Uhr entrollten die Aktivistinnen und Aktivisten zwei blaue Transparente von Extinction Rebellion mit der Frage «Wenn nicht jetzt, wann dann?» und «Wenn nicht ich, wer?». Autofahrerinnen und -fahrer konnten deshalb nicht ins Rive-Parkhaus einfahren. Die Ausfahrt des Parkhauses blieb aber frei.

Im Visier: die Autos

Im Auge hatten die Umweltaktivisten nicht Menschen, sondern Gewohnheiten, wie einer von ihnen sagte. Autos nähmen zudem viel Platz in Anspruch, und häufig sitze nur eine Person darin.

Mit Flugblättern und an einem Essstand wollten die Aktivisten Autofahrer und Passanten auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Fünf Personen hatten sich an ein auf die Strasse gestelltes Regal gekettet, damit die Autos nicht passieren konnten. Von leichten Verkehrsbehinderungen abgesehen verlief die Aktion ruhig.

Die Bewegung Extinction Rebellion (wörtlich auf Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben) will mit Aktionen des zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen und damit Massnahmen gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen und gegen das Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum erzwingen. Die Bewegung fordert unter anderem, dass die nationalen Regierungen sofort den Klimanotstand ausrufen.

(dsc/sda)

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karoon 09.02.2020 13:39
    Highlight Highlight Gut so, weitermachen. Demokratie reicht leider nicht, um der Klimaerwärmung zu begegnen. Das zeigen die vielen nutzlosen Klimakonferenzen.
  • sunshineZH 09.02.2020 10:14
    Highlight Highlight Das wäre der Moment gewesen bei dem ich 1h mittels Auspuff schöne Musik produziert hätte 😉
  • Sandy1703 09.02.2020 05:58
    Highlight Highlight Was machen die, wenn effektiv keine Fahrzeuge mehr fahren? Wieder jagen gehen, weil die Regale bei Migros und Co. leer sind?
    • rafaelch02 09.02.2020 09:24
      Highlight Highlight Es geht hier vor allem um eine Verringerung des MIV: SUVs, wo eine Person drin sitzt, haben in einer Stadt nichts verloren. Logistik macht nur einen kleinen Teil des Verkehrs in der Stadt aus.
    • Dani S 09.02.2020 19:12
      Highlight Highlight @rafaelch02: dann soll ich mir also extra ein Stadtauto kaufen um damit mein Geld in die Stadt zu tragen? Gehts noch? Wenn die Stadt anstatt Zentrumsfunktion zum Kaff im Wald werden will, bitteschön. Dann soll man das aber auch deklarieren.
  • P. Meier 08.02.2020 18:41
    Highlight Highlight Ich frage gerne wieder einmal: Welche Notmassnahmen werden mit dem Ausrufen des Klimanotstand eingeleitet? Was ist da definiert?
    • rafaelch02 09.02.2020 09:45
      Highlight Highlight Ich antworte dir gerne: Der Grundgedanke ist, dass die Klimakrise von den Behörden als reale Bedrohung anerkannt wird. Maßnahmenpakete zur Emissionsreduktion erhalten eine höhere Priorität – und sollen nach Möglichkeit schneller umgesetzt werden.
    • K1aerer 10.02.2020 01:16
      Highlight Highlight Wahrscheinlich wollen sie noch Erschiesskommando für Umweltsünder aufbauen. 🤷‍♂️
  • banda69 08.02.2020 17:37
    Highlight Highlight Sehr dumme Aktion, die einer guten Sache schadet. Zudem Wasser auf die Mühlen der Klimaleugner von der SVP und Konsorten.
    • Flie 08.02.2020 18:53
      Highlight Highlight Warum hat der Kommentar so viele Dislikes?
    • rafaelch02 09.02.2020 09:41
      Highlight Highlight Dumme Aktion? Sorry, der MIV hat in einer Stadt absolut nichts verloren: völlig ineffizientes Verkehrsmittel (im Schnitt 1,1 Personen pro Auto), luftverschmutzend, platzraubend, gefährdet andere Verkehrsteilnehmer (Fussgänger, Velofahrer etc.).
      Klar gibt es Ausnahmen (Handwerker, Gewerbe etc.) aber der Grossteil der Autos in einer Stadt ist völlig unnötig.
    • K1aerer 10.02.2020 01:35
      Highlight Highlight @rafaelch02 der allgemeine Individualverkehr ist unnötig. Für was sollte man in der Stadt Party machen? Das Leben eines Menschen beruht fast schon auf Zerstörung der Natur.
  • K1aerer 08.02.2020 17:10
    Highlight Highlight Hm, diese Plakate, sind diese überhaupt umweltfreundlich hergestellt worden? 🤔 Die Autofahrer haben wahrscheinlich ihre Motoren nicht mal abgeschaltet, was wiederum sicher zu mehr Umweltverschmutzung gekommen ist.
    • Pafeld 08.02.2020 21:59
      Highlight Highlight Das nervigste an solch dummen Aktionen, welche in der öffentlichen Wahrnehmung genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie sollen, sind anschliessend noch die pseudomoralistischen Erbsenzähler, die den Aktivisten mit "Meimei"-Finger altklug vorrechnen, wie falsch sie doch seien. #performativesadhominem #tuquoque
    • rafaelch02 09.02.2020 09:26
      Highlight Highlight So ein Plakat herzustellen braucht viel weniger Ressourcen, als eine x-beliebige Autofahrt von einem SUV Heini in der Stadt Genf.

    • Dani S 09.02.2020 19:17
      Highlight Highlight @rafaelch02: Du wohnst sicher in einer Stadt. Schon mal von Zentrumsfunktion gehört? Und Deine SUV-Psychose: schon mal darüber nachgedacht, dass ein 10 Jahre alter Kleinwagen mehr Dreck produziert als ein moderner SUV? Nachdenken erlaubt....
  • Matrixx 08.02.2020 16:36
    Highlight Highlight Idioten wie die Extinction Rebellion machen die jahrelange Arbeit hunderter oder tausender richtiger Umweltaktivisten kaputt, indem sie Aktionen bieten, die Menschen immer weiter vom Thema wegtreiben.
    • Militia 08.02.2020 16:46
      Highlight Highlight Dein Wort in Gottes Ohr! Als ob man mit solchen Aktionen Leute bekehren würde. Man hilft eher mit die Opposition zu mobilisieren.
    • rafaelch02 09.02.2020 09:28
      Highlight Highlight Nur hat diese jahrelange Arbeit leider nahezu Null Auswirkungen. CO2 Emissionen im Verkehr sinkt in der Schweiz seit Jahren nicht. Die Methoden von XR sind daher völlig legitim.
    • kobL 09.02.2020 12:00
      Highlight Highlight Da bin ich anderer Meinung. Ist halt für jene ein Problem, die zwar für Umweltschutz sind, aber dennoch zu bequem sind, sich selbst nicht zu ändern. Die Reaktionen hier zeigen es auch ziemlich deutlich, dass das Auto bzw. Parkplätze einen viel zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. In einer Stadt wie Genf ist fast Niemand auf ein Auto angewiesen. Schon gar nicht um auf dem Markt einzukaufen. Aber kaum wir die Einfahrt eines Parkhauses mit 550 Parkplätze für eine Stunde blockiert, ist es offenbar für einige schon ein Weltuntergang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 08.02.2020 16:04
    Highlight Highlight Solche Aktionen sind total kontraproduktiv, weil EX ist eine Sekte, die dazu dient, den Kampf gegen den Klimawandel zu desavouieren, indem sie den Gegnern von Klimamassnahmen Munition liefern.
    • rafaelch02 09.02.2020 09:35
      Highlight Highlight Ziviler Ungehorsam ist eine der wirksamsten Mittel für gesellschaftliche Veränderungen: dazu gibt es genug Literatur: (Erica Chenoweth and Maria J. Stephan (2011). Why Civil Resistance Works: The Strategic Logic of Nonviolent Conflict. New York, NY: Columbia University Press).

      XR ist auch keine Sekte, sondern stützt sich auf allgemein akzeptierte wissenschaftliche Untersuchungen.

      Wir fahren unseren Planeten grad hart an die Wand. Aber den Leuten ist es scheiss egal, hauptsache man kann mit seinem fetten SUV durch die Stadt cruisen.
    • Pümpernüssler 09.02.2020 11:16
      Highlight Highlight @rafaelch02 Dir ist schon bewusst, dass die autos das kleinste übel sind? Schau mal auf unsere Meere. Die Tanker fahren mit Schweröl. Aber der Autofahrer muss halt immer als Sündenbock herhalten.
    • Lowend 09.02.2020 12:06
      Highlight Highlight Genau das mache ich. Ziviler, aber kreativer Widerstand bei Fridays 4 Future. Zivilisierter, aufklärender Widerstand gegen Sekten wie EX, deren Führer Beziehungen zu Faschisten, Rechtsextremen und Mächigen pflegen, durch destruktiven Widerstand den Gegnern in die Hand spielen und ihre Jünger im wahren Sinn für ihre Zwecke verheizen.
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