Umwelt
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PET bottles, pictured on the occassion of the official opening of the new PET recycling plant of Poly Recycling AG, on Wednesday, April 3, 2019, in Bilten, Switzerland. It is said to be the most modern PET recycling plant in Europe. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

PET-Flaschen in der neu eröffneten Recycling-Anlage in Bilten GL. Bild: KEYSTONE

Wie sinnvoll ist PET-Recycling wirklich? Jetzt kontert die Branche

Nach scharfer Kritik an widerverwerteten Plastikflaschen kontert nun die Branche.

Benjamin Weinmann / ch media



Schweizer gelten als Weltmeister im Sammeln und Recyceln von PET-Flaschen. Doch wie ökologisch ist das Recycling von Einweg-Plastikflaschen? Daniel Birnbaum, Chef der Wassersprudler-Firma Sodastream, äusserte im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» scharfe Kritik: «Das Recycling ist in vielen Ländern einfach nur ein Sammeln. Ein Grossteil der Flaschen wird in Drittweltländer verfrachtet. Dort werden sie entweder verbrannt oder in andere Plastikprodukte umgewandelt, zum Beispiel als Schalen für Früchte und Gemüse im Supermarkt. Oder für synthetische Kleider.»

Jede Flasche, die man kaufe, sei neu, so der Chef des Weltmarktführers von Sprudelmaschinen. Kunden sollten sich deshalb nicht einreden, dass sie eine neue Flasche verhindern, wenn sie eine PET-Flasche in einen Recycling-Container werfen. PET steht für den Kunststoff Polyethylen-Terephthalat, chemisches Produkt, das aus Erdöl hergestellt wird.

Laut Birnbaum, der die israelische Sodastream 2018 an den Pepsi-Konzern verkauft hat, wird der Plastik verbrannt und gerät in Form von Nanoplastik in die Atmosphäre, oder er endet in den Ozeanen. «Ich war in Honduras und habe gesehen, wie dort der Plastikmüll entsorgt wird: In einem riesigen Käfig gleich neben dem Meer. Jedes Mal, wenn ein Sturm durchs Land fegt, landet der Müll im Wasser.»

Modernste Anlage Europas

Birnbaums Kritik sorgt bei der hiesigen Mineralwasser-Branche für Aufregung. Der Non-Profit-Verein PET-Recycling Schweiz kontert auf Anfrage die Kritik des Firmenchefs: «Im Vergleich zu vielen anderen Ländern sind wir in der Schweiz in der glücklichen Situation, dass wir einen funktionierenden PET-Kreislauf haben», sagt eine Sprecherin. «Das heisst, dass wir aus alten PET-Getränkeflaschen wieder neue PET-Getränkeflaschen machen.» Die Sortierung und die Verwertung finden vollständig in der Schweiz statt. «Weder verbrennen wir PET-Getränkeflaschen noch exportieren wir sie.»

Allerdings bestehen heute Schweizer Flaschen erst zu 40 Prozent aus Recycling-PET. Der Rest ist neues Plastik. Zwar landen über 90 Prozent aller PET-Flaschen in Sammelstellen. Wegen unterschiedlicher Farben und Verunreinigungen kann aus technologischen Gründen heute noch nicht die ganze Menge zu neuen Flaschen recycelt werden.

Immerhin: Dank einer im April neu eröffneten Verwertungsanlage in Bilten GL – laut dem Verein ist es die modernste Europas – soll in den kommenden Jahren der Durchschnittswert von Recycling-PET auf 50 Prozent erhöht werden. Laut der Vereinssprecherin ist Schweizer PET derzeit so beliebt wie noch nie. «Die verfügbaren Mengen für 2019 waren bereits im Februar ausverkauft.»

Komplett recyclete Flachen selten

Viele Konzerne füllen einen Grossteil ihrer Ice-Teas und Mineralwasser aber noch immer in Flaschen aus komplett neuem PET ab. Flaschen, die komplett aus wiederverwertetem Material hergestellt sind, gibt es heute nur vereinzelt. Bei der Migros bestehen zum Beispiel die Sirup-Flaschen neuerdings aus 100-Prozent-Recycling-PET. Beim Mineralwasser soll dies bis 2025 der Fall sein. Der Discounter Lidl will hierzulande die Recycling-Fähigkeit aller Kunststoffverpackungen auf 100 Prozent steigern. Bei einer Mineralwasser-Eigenmarke wurde dies bereits erreicht.

Heute funktioniert das PET-Recycling-System hierzulande nach folgendem Muster: Nach dem Sammeln werden die Flaschen an drei Standorten in der Schweiz sortiert: in Frauenfeld TG, Grandson VD, und in Neuenhof AG. Danach wird das sortierte Material in Verwertungsanlagen recycelt, ebenfalls in Frauenfeld TG sowie in Bilten GL. Das aufbereitete Material wird folglich an Flaschenhersteller und Getränkefirmen verkauft, wie zum Beispiel die Migros-Industrietöchter Bischofszell und Aproz oder Goba in Gontenbad AI. Das Recycling-PET, das nicht zu Flaschen verarbeitet werden kann, wird anderweitig stofflich verwertet, zum Beispiel zu Folien oder Textilfasern.

Der Verein PET-Recycling räumt ein, dass der Sodastream-Chef mit seiner Kritik nicht völlig falsch liegt. «Leider ist es tatsächlich so, dass die Sammlung und Verwertung von PET-Getränkeflaschen und Plastikprodukten in vielen Ländern – vor allem in weniger entwickelten Ländern – nicht funktioniert.»

Schweiz auf Abfall-Podest

Greenpeace Schweiz sieht die Situation allerdings auch hierzulande kritisch. Zwar sei das Schweizer Bewusstsein für die Abfalltrennung gross. In Bezug auf die Abfall-Vermeidung sehe es hingegen anders aus. So würden Schweizer Haushalte mit 720 Kilogramm pro Person und Jahr hinter den USA und Dänemark weltweit am drittmeisten Abfälle produzieren. Die Bemühungen, den Anteil an Rezyklat in Plastikflaschen zu erhöhen seien gut. «Aber 60 Prozent der Flaschen bestehen noch immer aus Neuplastik und es kann keinesfalls von einem geschlossenen Kreislauf gesprochen werden», sagt ein Greenpeace-Sprecher. Es brauche eine neue Denkweise. Und Konsumgüterkonzerne seien gefordert, auf alternative Mehrweg-Liefersysteme zu setzen. Mit Blick auf das Ziel «Zero Waste» (null Abfall) laute die Reihenfolge: vermeiden, reduzieren, wiederverwenden, recyceln, kompostieren.

Kampf dem Plastikmüll an Bord: Swiss testet Einsatz von PET-Plastikbechern

In der Klimadebatte sind die Augen auf die kerosinfressende Aviatikbranche gerichtet. Umso mehr sind die Airlines bemüht, sich möglichst nachhaltig zu geben. Air France kündigte vergangene Woche an, Einweg-Plastikartikel durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen. Betroffen sind 100 Millionen Plastikbecher, 85 Millionen Plastik-Messer, -Gabeln und -Löffeln, sowie 25 Millionen Rührstäbchen. Zuvor hatte Alaska Airlines bekannt gegeben, Bambus- oder Birkenholz-Rührstäbchen zu verwenden, und die portugiesische «Hi Fly»-Airline will bis Ende Jahr sogar ganz auf Einweg-Kunststoffprodukte an Bord verzichten.
Auch die Swiss macht vorwärts. Die Airline prüft derzeit den Einsatz von Plastikbechern, die aus Recycling-PET hergestellt sind und wiederverwertet werden sollen. Auf einigen Swiss-Flügen kamen sie bereits zum Einsatz, nun werden die Tests laut einem Sprecher ausgewertet. Heute sind Becher aus Polystyrol im Einsatz, die nach der Benutzung wegen des Seuchenschutzgesetzes verbrannt werden müssen. Rührstäbchen aus Plastik will die Swiss im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ebenfalls durch anderes Material ersetzen.
Seit 2017 beteiligt sich die Swiss ausserdem am Konzern-internen «Flygreener»-Projekt, einer Initiative des Kabinenpersonals. Bei der Swiss besteht das Team aus neun Flight Attendants, die eine Schulung zum Thema erhalten haben. Seither wurden Langstreckenflüge auf den Abfall und übrig gebliebene Getränke untersucht, um Abfall zu vermindern, Recycling an Bord zu fördern und Gewicht zu reduzieren. Als Folge werden seit April Nespresso-Kapseln konsequent recycelt. Zudem wisse man nun, dass nur 80 Prozent der Gäste auf Europaflügen die Gipfeli und Sandwiches essen. «Deshalb werden nun weniger Frischprodukte als vorher geladen, sodass die Food-Waste-Menge reduziert werden kann», so der Swiss-Sprecher. Benjamin Weinmann

PET

Wir Schweizer sind Abfallsünder

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    Alle Leser-Kommentare
  • Liselote Meier 12.06.2019 12:45
    Highlight Highlight Also mit PET gibt es in der Schweiz keine Probleme, ist ja eher so des PET geklaut wird und ins Ausland geschafft wird.

    Problematisch sind die 8% stark verschmutzen Plastiks und Gewerbeplastik welches nach Deutschland in den Export geht. Deutschland wiederum Exportiert 16% seinen Plastikmülls, grosse Mengen an Indonesien, Malaysia und Indien wo es auf einer Mülldeponie landet.

    https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/26205.html
  • Gianini92 12.06.2019 10:41
    Highlight Highlight Ich kann nur die Studie von Carbotech „Ökologischer Nutzen des PET-Recycling Schweiz“ empfehlen. Darin wird deutlich gemacht, dass das Recycling in jedem Fall besser ist als verbrennen. Was aus meiner Sicht jedoch ziemlich ernüchternd war, ist die Tatsache, das durch das Recycling gerade mal 0.2% weniger Treibhausgase entstehen. In Anbetracht des Aufwands finde ich das sehr wenig, würde man die selben Kräfte anderswo mobilisieren könnte man einiges mehr bewirken.
    Nur schon ein Tag weniger Fleisch pro Woche hätte vermutlich mehr Wirkung.
    • skeeks 12.06.2019 15:24
      Highlight Highlight Es geht hier ja auch nicht um Treibhausgase, sondern um die Umwelt nicht mit Plastik zu belasten.
    • Gianini92 12.06.2019 16:56
      Highlight Highlight Genau. Mein Punkt war, dass das Recycling in diesem Punkt dem Verbrennen offensichtlich unterlegen ist und des Weiteren nicht mal bei den Emissionen wirklich punkten kann.
  • Tatwort 12.06.2019 10:31
    Highlight Highlight Mal eine Laien-Frage: Uns wird weisgemacht, dass wir auf die Pet-Flaschen vor dem Einwurf in die Box den Deckel aufschrauben sollen.
    Dieser Deckel besteht aus Plastik und ist ungefähr so schwer wie die Flasche selber.
    Wie wird nun das zum Recycling abgegebene Pet gewogen? Mit oder ohne Deckel? Oder, anders ausgedrückt: Wird die Statistik dank Deckeln geschönt?
    • exeswiss 12.06.2019 16:10
      Highlight Highlight "Uns wird weisgemacht, dass wir auf die Pet-Flaschen vor dem Einwurf in die Box den Deckel aufschrauben sollen." what? du sollst vor dem einwurf die luft aus den flaschen pressen darum sollst du den deckel drauf schrauben. die luft sollst du raus pressen, damit die flaschen selbst weniger platz einnehmen.
  • Fip 12.06.2019 10:12
    Highlight Highlight Pet Flaschen können auch Haushaltsintern wiederverwendet werden.
    Statt Camelback und Giesskanne, oder wie sie alle heissen.. und Blöterliwasser bekommst du mit deinem letzten Strohhalm gratis!
  • Glenn Quagmire 12.06.2019 09:47
    Highlight Highlight Lieber PET für anderes brauchen und halt neues Erdöl für neue PET Flaschen als nur neues Plastik herstellen.

    Wasser kann man aber von diversen Marken auch in der Glasflasche mit Depot kaufen.
  • zeusli 12.06.2019 09:45
    Highlight Highlight Was die Schweiz betrifft hat der gute Mann vermutlich nicht recht. Wie sieht es im Rest der Welt aus? Wenn eine neue Flasche nur aus 40% Recyclingmaterial besteht, was passiert mit dem Rest?
    • maylander 12.06.2019 10:46
      Highlight Highlight Das nennt sich Downcycling. Es werden also Textilgewebe, Blumentöpfe, Abdeckungen etc daraus gemacht. Diese werden weiter wiederverwendet.
      Irgendwann ist die Qualität so schlecht dass sie in einer KVA verbrannt werden.
      Dies ist immer noch viel besser als Öl zu Heizzwecken zu verbrennen.
  • Trail FoXX 12.06.2019 09:38
    Highlight Highlight Ich finde das sehr Schade das wir hier nicht auf Glasflaschen setzen, für mich einer der Hauptgründe einmal im Monat meine Getränke in Deutschland zu kaufen. Dort bekommt man fast alles in Kästen und Glasflaschen.
    Eigentlich lieb ich die Ramseier Apfelschorle aber da es Sie nur in Plastik gibt verzichte ich darauf.
    • Dan Rifter 12.06.2019 13:54
      Highlight Highlight Fährst du mit dem Velo nach D?


      .. man kanns machen wie man will - einen Haken hat's meistens.


  • dorfne 12.06.2019 09:27
    Highlight Highlight Mein Tip: die Restaurants machen bei den Limonaden nur noch Offenausschank aus Literflaschen aus Glas mit einem Flaschenpfand drauf. Die Glasflaschen werden gesammelt, industriell gereinigt und von Neuem befüllt.
  • My Senf 12.06.2019 09:14
    Highlight Highlight Sagt der ex Inhaber einer Firma der synthetische Aromen in plastkflaschen für sein Sprudel verkauft! 🤔🤦🏼‍♂️
    Wenn aus dem Hahnen, dann ohne teuren in Plastik Geräten und plastkflaschen gefüllten Sprudel. Frisches Wasser muss nicht konserviert werden!
    Und selbstgemachter Sirup muss nicht aus der plastkflasche kommen!
  • TheNormalGuy 12.06.2019 09:14
    Highlight Highlight "Bei der Migros bestehen zum Beispiel die Sirup-Flaschen neuerdings aus 100-Prozent-Recycling-PET."

    Ach, mein guter alter Migros-Sirup. ❤
    • bebby 12.06.2019 09:56
      Highlight Highlight Mit der extragrossen Oeffnung (wisst ihr noch die kleine Oeffnung früher?), damit der Sirup schneller leer ist.
  • G.Oreb 12.06.2019 09:10
    Highlight Highlight Kinder haben manchmal die klügsten Ideen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein sich bedankender Kübel die zurückgegebenen Petflaschen erhöhen würde..!

    „Yummie! Dankeschön.“
    Benutzer Bild
  • rburri38 12.06.2019 08:50
    Highlight Highlight Wenn verschiedene PET-Farben ein Problem sind, einfach verbieten. Alles einheitlich machen. Es gibt dinge, die irrelevant sind. Und da es der Markt nicht schafft, muss die Politik bei solchen dingen eingreifen. Das ist nur eines von unzähligen beispielen.
    • maylander 12.06.2019 09:33
      Highlight Highlight Gewisse Flüssigkeiten müssen vor Licht geschützt werden, brauchen also dunkle Flaschen

      Bei anderen Flüssigkeiten will man den Inhalt und die Farben genau sehen, diese brauchen transparente Flaschen.

      Eine Reglementierung macht also nur begrenzt Sinn.
    • Frausowieso 12.06.2019 09:54
      Highlight Highlight Wieso kann man PET nicht auch nach Farben getrennt sammeln? Funktioniert beim Glas auch. Eine Vorschrift, dass zumindest Getränke PET Flaschen alle transparent sein müssen, wäre durchaus umsetzbar.
    • Gianini92 12.06.2019 10:18
      Highlight Highlight Weil die Schweiz ja internationalen Konzernen vorschreiben kann, welche Farbe sie verwenden müssen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 12.06.2019 08:49
    Highlight Highlight Sodastream lebt davon, dass sie der PET-Flaschenindustrie Konkurrenz macht. Das ist zwar in sich lobenswert, aber seine Aussagen sind somit nicht objektiv. Zu empfehlen, in der SCHWEIZ keine PET-Flaschen zu recyclen, weil im AUSLAND daraus keine neuen PET-Flaschen gemacht würden, ist einfach nur dumm.

    Ausserdem ist auch die Aufbereitung zu Textilfasern etc. ein wertvolles Recycling, warum sollten aus gebrauchten PET-Flaschen ausschliesslich neue entstehen? Das ist absurd und untergräbt den Recyclinggedanken.

    Insgesamt also einfach eine werbewirksame Aussage mit sehr geringem Wahrheitsgehalt.
    • bebby 12.06.2019 09:23
      Highlight Highlight Und aus welchem Plastik sind denn die Sodastream-Flaschen, die auch regelmässig ausgetauscht werden müssen. Und was ist mit den Gaspatronen? Eine Firma wie Sodastream ist völlig unnötig - besser ein Krug Wasser direkt vom Wasserhahn. Ein Wasserkrug aus Glas hält sehr lange.
      Und dann werden diese Sodastreamflaschen und Maschinen auch noch um die halbe Welt verschifft, sehr ökologisch...
    • Dr. Zoidberg 12.06.2019 09:44
      Highlight Highlight aus pet hergestellte textilfasern sind sind eine der quellen für mikroplastik in den meeren. und die werden üblicherweise auch nicht recycelt (oder hast du deinen fleecepulle schon mal recyclet?)
      pet flaschen werden desinfiziert (glasflaschen kann man heiss auswaschen). das desinfektionsmittel ist krebserregend und reste davon bleiben in der flasche. pet gast ethanal aus, das leberzirrhose auslöst.

      irgendwie hat man flaschen früher aus glas gemacht. die konnte man ca. 50 mal neu befüllen, dann wurden sie zu neuen flaschen eingeschmolzen. niemand ausser der industrie braucht diesen pet-dreck.
    • Gianini92 12.06.2019 10:22
      Highlight Highlight Deshalb weil Taschen, Jacken etc. aus PET nicht erneut recycelt werden können. Dieses PET ist also raus aus dem Kreislauf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Pepedente 12.06.2019 08:48
    Highlight Highlight aha der chef von sodastream t selbstverständlich sind seine aussagen nicht firmen orentiert 0o wundert mich nicht das er sowas sagt... und die nachfrage bestimmt das angebot
  • pluginbaby 12.06.2019 08:45
    Highlight Highlight Was passiert denn mit den leeren Gasbehältern von Sodastream? Und mit entsorgten "Sprudelmaschinen" die zu einem grossen Teil aus Plastik bestehen?
    • Hercules Rockefeller 12.06.2019 09:46
      Highlight Highlight interessante Frage, aber eine Sodastream Maschine wirft man im Gegensatz zu einer PET-Flasche auch nicht nach 89 Sekunden wieder in den Müll.
    • dorfne 12.06.2019 09:48
      Highlight Highlight Nur ist der Plastik in ein langlebigeres Produkt gebunden. Kann man von Pet-Flaschen nicht sagen. Schnell ausgetrunken, schnell weggeworfen. Was mich betrifft brauch ich keine Blöterli im Trinkwasser.
    • Frausowieso 12.06.2019 09:55
      Highlight Highlight Interessant ist auch die Herkunft der Gasbehälter. Diese wurden, zumindest früher, in Israel abgefüllt und von dort aus in die Zielländer transportiert. Die Dinger sind ziemlich schwer und so kann man sich vorstellen, wie umweltbelastend nur schon der Transport ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 12.06.2019 08:45
    Highlight Highlight Der absolute Wahnsinn ist der Flaschenverrbauch für stilles Mineralwasser in der Schweiz! Es gibt keinen Grund in der Schweiz Evian oder anderes stilles Mineralwasser zu trinken.
  • reamiado 12.06.2019 08:37
    Highlight Highlight PET recyclen ist die Schweizer Art Umweltschutz zu leisten, danach kann man sich wieder einen Flug in die Malediven gönnen, man hat ja schliesslich das ganze Jahr fiinsüüberlich getrennt ^¬
    • Tschüse Üse 12.06.2019 09:12
      Highlight Highlight Also einen Flug in die Malediven finde ich noch nachvollziehbarer als Flüge innerhalb Europas.
    • dorfne 12.06.2019 09:33
      Highlight Highlight @Raembe. Vor allem, wenn man 4 statt nur 2 Wochen dort verbringt und im Jahr darauf Ferien mit der Bahn macht.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 12.06.2019 19:28
      Highlight Highlight Man kann auch Trinkwasser in Petflaschen von den Fidschi-Inseln importieren, dann muss man nicht mal mehr selber fliegen um die Umwelt-Recycling-Bilanz wieder auszugleichen... 😜
  • Chrigu BE 12.06.2019 08:29
    Highlight Highlight Endlich sprechen es mal zwei aus. Ich sehe z. B. in Deutschland ein deutlich differenziertere Recycling-Verhalten und mehr Vermeidung als hier. Nur müssen viele hiesige Menschen sich als etwas Besseres halten und das wird ihnen auch vermittelt. Übrigens auch anfangs in diesem Artikel.
    Leider führt sowas dann auch zu weniger Hinterfragen von sich selbst.
    • Hierundjetzt 12.06.2019 08:49
      Highlight Highlight 😴😴😴 wer hält sich für was besseres? Deutschland hat doch ein ganz anderes System 🙄
    • dorfne 12.06.2019 09:10
      Highlight Highlight Deutschland kennt das Flaschenpfand. Viele Menschen fischen fleissig die weggeworfenen Flaschen aus den Kübeln oder lesen sie von der Strasse auf. Das gibt ihnen eine Tagesstruktur und sie bessern dadurch ihr schmales Einkommen auf.
    • Chrigu BE 12.06.2019 09:45
      Highlight Highlight @hieundjetzt
      Na, ich MICH nicht, bin Berner. Schon genauer lesen.
      Zum Teil ist es gleich, aber das ganze Pfandflaschen-Sytem, auch bei Wasser, Wein, Fruchtsäften etc. ist da seit Jahrzehnten etabliert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 12.06.2019 08:26
    Highlight Highlight Toller Bericht.

    Viele Konzerne füllen einen Grossteil ihrer Ice-Teas und Mineralwasser aber noch immer in Flaschen aus komplett neuem PET ab.

    Ich frage mich wieso ? Ich habe keine Begründung im Text gelesen. Oder ich habe noch zuwenig Kaffee getrunken und deshalb die Begründung überlesen bzw. übersehen.
    • maylander 12.06.2019 08:44
      Highlight Highlight Neues PET hat eine höhere Qualität und kann deshalb von den Maschinen einfacher verarbeitet werden. Mit neuem PET kann man auch dünnwandige Flaschen herstellen, was ja auch wieder Gewicht und Abfall einspart.
    • N. Y. P. 12.06.2019 08:59
      Highlight Highlight Danke.

      Interessant. Neuer PET ist leichter, als recyclierter PET.
      Jetzt könnte man aber argumentieren, dass die mehrfache Verwendung von recycliertem PET die dickeren Wände wieder wettmacht.
    • dorfne 12.06.2019 09:13
      Highlight Highlight @maylander. Dennoch sollte Kreislaufwirtschaft die Zukunft sein. Die Wirtschaft muss umstellen. Das könnte endlich zum langersehnten qualitativen Wachstum führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • front2back 12.06.2019 08:25
    Highlight Highlight Das verwundert mich nicht, dass wir punkto Abfallproduktion an vorderster Front sind. Ich habe mich schon des öfteren gefragt als ich im Laden z. B. in der Früchte und Gemüse Abteilung Stand, ob denn die Lebensmittelindustrie uns zum Narren halten möchte. Da stehen Äpfel aus Neuseeland zum Verkauf, was ja an und für sich schon eine Schande ist... Aber das beste, die Verpackung, kommt noch. In einem Styroporbehälter mit Plastikfolie bedeckt. Und das ganze noch zu einem billigeren Preis als lokale Produkte. Ich bin der Meinung, der Konsument benötigt eine gewisse Bevormundung als Denkanstoss...
    • Nelson Muntz 12.06.2019 09:05
      Highlight Highlight Agrar-Produkte aus Neuseeland haben wir in Europa, grösstenteils, weil die Frachtschiffe sonst leer von dort ablegen würden. Das macht zum einen wirtschaftlich und ökologisch keinen Sinn und weiter benötigen diese Schiffe ein gewisses Ladegewicht, damit sie überhaupt ozeantauglich sind.
    • just sayin' 12.06.2019 09:06
      Highlight Highlight ich finde der konsument sollte einfach sein hirn einschalten und nicht alles an die politik delegieren.
    • dorfne 12.06.2019 09:21
      Highlight Highlight Ja es ist zum Verzweifeln! Es ist als wär die Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahrzehnte unbeachtet und ungehört an 90% der Konsumenten vorbeigerauscht. Es muss einfach möglichst billig sein, damit das gesparte Geld dann fürs Autos und Ferien ausgegeben werden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • imposselbee 12.06.2019 08:25
    Highlight Highlight Erinnert mich an das Alu-Recycling, hat auch nicht funktioniert, da es mehr Energie für die Aufbereitung benötigt hat, als neu zu erschaffen.
    • lilie 12.06.2019 08:43
      Highlight Highlight @aircake: Man kann Aluminium nich neu erschaffen. Es gibt genau so und so viel Alumninium auf dem Planet Erde, kein Gramm mehr.

      Man kann somit nur das Aluminiumerz abbauen, bis es keines mehr hat (bzw. bis sich der Abbau nicht mehr lohnt), ab da ist man gezwungen zu recyclen - Energieverbrauch hin oder her.

      Da fangen wir besser jetzt schon an.
    • maylander 12.06.2019 08:48
      Highlight Highlight Es ist schlicht effizienter das Alu bei der KVA herauszuholen als jedes Joghurtdeckeli zu reinigen und die Farbe abzukratzen.
      Bei reinem Alu macht das Sammeln von Alu natürlich Sinn.
    • Wander Kern 12.06.2019 08:49
      Highlight Highlight Hast Du dazu eine Quelle? Aluminiumgewinnung ist ja ohnehin schon extrem energieaufwändig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 12.06.2019 08:22
    Highlight Highlight Und es gibt immer noch leute die wasser in eine flasche kaufen, obwohl es gratis, ohne PET und ohne microplastic aus dem hahn kommt...
    • p4trick 12.06.2019 09:12
      Highlight Highlight Wasser kommt bei dir gratis aus dem Hahn? Dem ist nicht so pro 1000l zahlst du ca. CHF3
    • inferis 12.06.2019 09:18
      Highlight Highlight nichts gegen unser feines leitungswasser - aber mikroplastik hat nichts mit pet flaschen zu tun sondern stammt vor allem aus reifenabrieb, textilien, uä. und somit ist das risiko einer kontamination damit im leitungswasser nicht geringer als bei wasser aus einer mineralquellet
    • dorfne 12.06.2019 09:29
      Highlight Highlight Bei Firmen-Sitzungen nur noch Karaffen mit Hahnenwasser hinstellen, staat ganze Batterien von Petfläschchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hü Hopp Hü 12.06.2019 08:20
    Highlight Highlight Die Branche investiert in die weitere Entwicklung. Klar ist man noch nicht am Ziel und besser könnte es immer sein. Aber Entwicklung kostet Geld das man zuerst verdienen muss. Mit den (zu) hohen Preisen in der Schweiz muss etwas in die Entwicklung des Recycling zurück fliessen. Auch hier kann man langfristig Standortvorteile schaffen.
    • Fandall 12.06.2019 09:45
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.
      40 - 50% Recyclingrate ist doch schon meilenweit besser als 0%, wie das bei vielen anderen Produkten der Fall ist (Textilien z.B.).

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Die indonesische Insel Lombok befindet sich im Kampf gegen den Plastik. Bevor der Massentourismus der Nachbarinsel Bali auf Lombok überschwappt, soll der Einwegplastik verschwinden. Dafür kämpft die Organisation Lombok Plastic Free. Eine Reportage.

164 Kilometer Luftlinie östlich des berühmten Bali liegt die indonesische Insel Lombok. Es ist Mitte August und kahl in Lombok. Die 3,5 Millionen Einwohner der Insel finden sich gerade mitten in der Trockenzeit wieder.

Eine Windböe fegt der Küste im kleinen Örtchen Kuta an der südlichen Küste Lomboks entlang. Sie wirbelt Sand und einen durchsichtigen Plastiksack durch die Luft. Höher und höher steigt er, verschwindet hinter dem nächsten Hügel – und findet schliesslich Halt auf der …

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