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Diese 16 Bilder und Videos zeigen die Räumung des Bundesplatzes

23.09.2020, 06:5923.09.2020, 08:21

In Bern ist die Räumung des von mehreren hundert Klima-Aktivisten besetzten Bundesplatzes fast beendet.

Bild: keystone

Die Polizei hat die Aktivisten dazu aufgerufen, den Platz zu verlassen, wie watson-Reporter Adrian Müller am Mittwochmorgen berichtete.

bild: klimastreik twitter

Gegen vier Uhr begann die Polizei damit, die Sitzblockaden aufzulösen und die Aktivisten wegzuführen.

Mehrere Dutzend Personen verliessen den Bundesplatz freiwillig. Rund 100 Aktivisten harrten jedoch aus. Sie leisteten vor allem passiven Widerstand.

Bild: keystone

Die Atmosphäre war friedlich. Es kam bisher zu keinen Scharmützeln zwischen Polizei und Aktivisten.

Bild: keystone

In vereinzelten Fällen warfen die Klimaaktivisten aber den Polizisten vor, Gewalt anzuwenden. In einem Video sind etwa Schmerzensschreie zu hören.

Klima-Aktivisten kritisierten, dass die Polizei ihre Zelte aufschlitze.

Während der Räumung sangen die Aktivisten Lieder – wie schon beim Anmarsch der Polizei.

Parallel zu den Wegweisungen begann die Polizei mit dem Abbau der Infrastruktur. Sie brach die Zelte ab und schaffte weiteres Material weg.

Die Polizei kontrollierte die weggewiesenen Aktivisten, nahm deren Personalien auf und liess sie vorerst unbehelligt.

Bild: keystone

Vor der Räumung hatten die Aktivisten skandiert: «Klimaschützen ist kein Verbrechen. Eine andere Welt ist möglich und wir werden nie aufgeben. Wir bleiben hier», so der Tenor. «Wir fordern Klimagerechtigkeit und eine rasche Reduktion der Treibhausgas-Emissionen auf netto null bis 2030.»

Die Räumung verläuft auch aus Sicht der Polizei ruhig und friedlich. «Wir haben zweimal eine Durchsage gemacht und den anwesenden Personen die Möglichkeit gegeben, den Platz freiwillig zu verlassen», sagte Christoph Gnägi, Sprecher der Kantonspolizei Bern. Von diesem Angebot hätten einige Dutzend Personen Gebrauch gemacht.

Unter jenen Aktivisten, die sitzen geblieben seien, hätten sich einige an Gegenständen gekettet. Die Feuerwehr sei daran, diese Personen von den Fesseln freizuschneiden, sagte Gnägi.

Bild: keystone

«Die letzte Bastion der Klimastreikenden», schreibt watson-Reporter Müller auf Twitter

Das Fazit der Polizei:

Für den Berner Gemeinderat kam es nicht in Frage, die Besetzung zu verlängern. Unter den gegebenen Umständen sei keine unbehelligte Durchführung der Session im Bundeshaus möglich. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) versuchte vergeblich, die Aktivisten zu stoppen und zur Umkehr zu bewegen.

Reto Nause schiebt sein Velo am Bundeshaus vorbei.
Reto Nause schiebt sein Velo am Bundeshaus vorbei.
Bild: keystone

Die Klima-Aktivisten hatten ursprünglich zum Ziel, bis Ende dieser Woche vor dem Bundeshaus auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Stadt Bern hatte intensiv mit ihnen verhandelt und zwei Mal ein Ultimatum gesetzt. Das letzte datierte vom Dienstagabend.

Während Linke, Grüne und Umweltorganisationen Applaus für die Aktion auf dem Bundesplatz spendeten, übten bürgerliche Politiker scharfe Kritik. Die Aktion sei illegal und ein Skandal. Sie hätten die Berner Behörden aufgefordert, rasch durchzugreifen.

(jaw/sda)

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Klima-Camp: Polizei räumt Bundesplatz

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