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ARCHIVE --- ENDE NOVEMBER WIRD UEBER EINE INITIATIVE ABGESTIMMT, DIE DEN AUSSTIEG DER SCHWEIZ AUS DER ATOMENERGIE UND DIE PLANMAESSIGE ABSCHALTUNG ALLER BISHERIGEN ATOMKRAFTWERKE NACH 45 JAHREN LAUFZEIT FORDERT. ZUR GESCHICHTE DES WIDERSTANDS GEGEN ATOMENERGIE IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Plakat skandiert ein

Als mögliche Standorte für ein «Endlager» für hochradioaktive Abfälle gelten die Gebiete Jura Ost (Bözberg AG), Nördlich Lägern (AG/ZH) und Zürich Nordost (Zürcher Weinland, ZH/TG). In der betroffenen Bevölkerung regt sich wegen Umweltbedenken Widerstand. Bild: KEYSTONE

Atommüll in Rhein-Nähe vergraben? Schaffhauser Regierung kritisiert Pläne des Bundes

Der von der «Endlager»-Standortsuche direkt betroffene Nordschweizer Kanton fordert von den Verantwortlichen volle Transparenz.



Der Schaffhauser Regierungsrat übt deutliche Kritik am geplanten weiteren Vorgehen bei der Suche nach einem Standort für ein Endlager für Atomabfälle. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Standorts für ein solches Tiefenlager müssten sämtliche Entscheidungsgrundlagen offengelegt werden, fordert die Kantonsregierung.

Der im Sachplan geologisches Tiefenlager vorgesehene Ablauf in der dritten Etappe ist für den Regierungsrat nicht akzeptabel, wie dieser am Freitag mitteilte.

Grund dafür ist, dass die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) nach der Ankündigung der Standorte, für die sie Rahmenbewilligungsgesuche einreichen will, zwei Jahre Zeit hat zur Begründung ihrer Standortwahl.

Dies führe zu einem «Schwebezustand» für die Standortregion, betroffene Kantone könnten sich ohne die nötigen Grundlagen nicht zum Entscheid der Nagra äussern.

Die Schaffhauser Regierung fordert deshalb, dass zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Standorts alle relevanten Entscheidungsgrundlagen offengelegt werden müssen.

Rücksicht auf Grundwasservorkommen

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Standortsuche für den oberirdischen Teil der Anlage. Da es bei der Platzierung der Oberflächeninfrastruktur Spielraum gebe, müssen Gebiete mit bedeutsamen Grundwasservorkommen, insbesondere entlang des Rheinstroms, gemieden werden, schreibt der Schaffhauser Regierungsrat.

Ein Betonfass, links, fuer schwach- und mittelaktiven nuklearen Abfall und eine Stahlkokille, rechts, fuer hochradioaktiven Abfall, aufgenommen in der Ausstellung

Ein Betonfass, links, für schwach- und mittelaktiven nuklearen Abfall und eine Stahlkokille, für hochradioaktiven Abfall, aufgenommen 2013 in der Ausstellung «Langzeit und Endlager» im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Die Sicherheit eines Lagers für schwach- und mittelaktive Abfälle muss für 100'000 Jahre gewährleistet sein, für hochaktive über einen Zeitraum von 1 Millionen Jahre. archivBild: KEYSTONE

Als mögliche Standorte für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gelten die Gebiete Jura Ost (Bözberg AG), Nördlich Lägern (AG/ZH) und Zürich Nordost (Zürcher Weinland, ZH/TG). Ein Entscheid wird nicht vor 2022 erwartet.

Auch der Zürcher Regierungsrat wehrt sich gegen Nagra-Pläne:

Quellen

(dsc/sda)

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Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

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