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Liveticker

Tote nach Angriff auf Shoppingcenter ++ Nato schnelle Eingreifkräfte auf 300'000 Mann auf

Die neuesten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Überblick.
27.06.2022, 13:1627.06.2022, 17:19
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Vereinzelt bombardiert die russische Armee auch Ziele in anderen Landesteilen.
  • Im Osten verzeichnen die russischen Angreifer in der Oblast Luhansk Erfolge. Im Süden versuchen die ukrainischen Streitkräfte, sich der Stadt Cherson zu nähern.
  • Die Waffenlieferungen der westlichen Staaten in die Ukraine halten an.
  • Innerhalb der Ukraine sind 7,1 Millionen Menschen auf der Flucht. 8 Millionen Menschen aus der Ukraine sind nach UNO-Angaben ins Ausland geflüchtet.
  • In der Schweiz wurden bislang über 57'000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine registriert.
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17:16
Einkaufszentrum in Ukraine nach Raketenangriff in Flammen
Nach einem Raketenangriff ist ein belebtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk in Brand geraten.

«Die Besatzer haben mit Raketen auf ein Einkaufszentrum geschossen, in dem mehr als Tausend Zivilisten waren», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag beim Nachrichtendienst Telegram. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

In einem Video, das Selenskyj verbreitete, war das brennende Gebäude mit dicken dunklen Rauchwolken zu sehen. Dem stellvertretenden Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, zufolge sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 20 seien verletzt worden.

«Der Raketenangriff auf das Einkaufszentrum mit Menschen in Krementschuk ist ein weiteres Kriegsverbrechen der Russen», schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin. Die Zahl der Opfer war zunächst unbekannt. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befindet sich eine Fabrik für Strassenbaumaschinen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Monaten gegen eine russische Invasion. Die Vereinten Nationen haben bisher über 4700 zivile Todesopfer erfasst, geht aber wie die Regierung in Kiew von weitaus höheren Opferzahlen aus. (sda/dpa)
16:33
Kreml: Putin will an G20-Gipfel im Herbst teilnehmen
Russian President Vladimir Putin reads a paper as he waits Belarusian President Alexander Lukashenko for the talk in St. Petersburg, Russia, Saturday, June 25, 2022. (Maxim Blinov, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)
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Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. «Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist», sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird. «Ich weiss es nicht. Sie haben dazu eingeladen, persönlich teilzunehmen, aber es ist noch viel Zeit. Ich hoffe, dass die Pandemie es erlauben wird, dieses wichtige Forum persönlich abzuhalten», sagte Uschakow.

Unter Verweis auf die Corona-Pandemie nahm Putin in den vergangenen Monaten an vielen Veranstaltungen nur im Online-Format teil. An diesem Dienstag wird er seine erste öffentlich bekannte Auslandsreise seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor rund vier Monaten nach Tadschikistan in Zentralasien unternehmen.
15:58
Moskau: Mehr als 40 ukrainische Soldaten bei Angriff getötet
Russische Truppen haben bei Angriffen auf die Region Mykolajiw im Südosten der Ukraine nach eigenen Angaben mehr als 40 ukrainische Soldaten getötet.

In der Nähe des Dorfes Wyssunsk sei am Sonntag zudem Militärtechnik zerstört worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag in Moskau mit. Zudem seien in mehreren Gebieten insgesamt 24 Kommandoposten zerstört worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Moskau bestätigte unterdessen auch Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew vom Sonntag - bestritt aber, ein Wohnhaus getroffen zu haben. Der Angriff habe der Rüstungsfabrik Artem gegolten. Die Ukraine habe vermutlich Luftabwehrraketen eingesetzt, wovon eine dann wohl in ein Wohnhaus gestürzt sei, hiess es aus Moskau. Die ukrainische Seite wiederum hatte russische Raketen verantwortlich gemacht und von mehreren verletzten Hausbewohnern sowie einem Toten gesprochen.

Russland führt seit mehr als vier Monaten Krieg gegen die Ukraine. Mittlerweile konzentrieren sich die russischen Streitkräfte auf Kämpfe im Osten des Nachbarlandes. Der Angriff auf Kiew am Sonntag war der erste seit drei Wochen. (sda/dpa)
13:53
G7 besorgt über Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus
This photo taken from video provided by the Russian Defense Ministry Press Service on Saturday, Feb. 19, 2022, shows a Russian Iskander-K missile launched during a military exercise at a training ground in Russia. The Russian military on Friday announced massive drills of its strategic nuclear forces. Russian President Vladimir Putin will personally oversee Saturday's exercise, which will involve multiple practice launches of intercontinental ballistic missiles and cruise missiles, the Defense Ministry said. (Russian Defense Ministry Press Service via AP)
Bild: keystone
Die G7-Staats- und Regierungschefs haben sich besorgt über die von Russland angekündigte Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus gezeigt.

In einem gemeinsamen Statement, das am Montag auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau veröffentlicht wurde, heisst es, man sei angesichts dieser Ankündigung ernsthaft besorgt.

Russland will Boden-Raketen vom Typ Iskander nach Belarus verlegen, die auch mit atomwaffenfähigen Raketen bestückt werden können. Das versprach Präsident Wladimir Putin dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Die Verlegung werde in den nächsten Monaten erfolgen, sagte Putin der Staatsagentur Tass zufolge am Samstag bei einem Treffen mit Lukaschenko in St. Petersburg. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands. (sda/dpa)
13:41
Selenskyj hofft bei G7-Schalte auf Kriegsende in diesem Jahr
epa10019920 A handout photo made available by the Ukrainian Presidential Press Service shows Ukrainian President Volodymyr Zelensky during a working visit to the Black Sea port city of Mykolaiv, southern Ukraine, 18 June 2022. During his visit to the Mykolaiv region, President Zelenskyy held a meeting concerning the current situation in the region, the presidential office said in a statement. He met with representatives of the regional military command to discuss the situation on the 'war zone on land and in the Black Sea.'  EPA/UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE HANDOUT -- MANDATORY CREDIT: UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf ein Ende des Kriegs mit Russland noch in diesem Jahr. Beim G7-Gipfel verwies er Teilnehmerkreisen zufolge auf die Härte des Winters, die Gefechte erschwere.

Zum Jahresende hin würden etwa Positionen gefrieren. Selenskyj war am Montag zu einer Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs der G7-Länder auf Schloss Elmau in Bayern zugeschaltet worden. Der Präsident bedankte sich dabei auch für die Entscheidung, der Ukraine den Kandidatenstatus für den EU-Beitritt zu erteilen, wie es aus Teilnehmerkreisen hiess.

Laut einer Mitteilung von Selenskyjs Büro im Nachrichtendienst Telegram bedankte sich der Präsident bei der Videoschalte auch für die finanzielle und militärische Unterstützung der G7. «Die Ukraine hat die Unterstützung der Staaten der »grossen Sieben« gespürt», sagte er demnach. Für Kiew sei eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland wichtig. Hervorgehoben wurde die diskutierte Deckelung des Preises für exportiertes russisches Erdöl.

Der Gipfel der sieben wichtigen demokratischen Industriestaaten hatte am Sonntagmittag begonnen und dauert noch bis Dienstag. Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Zudem nehmen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel am Gipfel teil. (sda/dpa)
13:15
Nato will Zahl der schnellen Eingreifkräfte drastisch erhöhen
FILE - NATO Secretary General Jens Stoltenberg speaks during a media conference after a meeting of NATO defense ministers at NATO headquarters in Brussels, Thursday, June 16, 2022. Three back-to-back summits over the next week will test Western resolve to support Ukraine and the extent of international unity as rising geopolitical tensions and economic pain cast an increasingly long shadow. (AP Photo/Olivier Matthys, File)
Bild: keystone
Die Nato will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300 000 erhöhen. Das kündigte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag vor dem Gipfeltreffen der 30 Mitgliedstaaten in Madrid an.

Bislang umfasst die Nato-Eingreiftruppe NRF rund 40 000 Soldatinnen und Soldaten. Der geplante Umbau der NRF ist Teil eines neuen Streitkräfte-Modells für das gesamte Bündnisgebiet. Dieses sieht mehr Kräfte in hoher Bereitschaft vor. Zudem sollen Kräfte auch bestimmten Gebieten zugeordnet werden. Damit könnten deutsche Soldaten etwa fest dafür eingeplant werden, litauische Truppen im Fall eines russischen Angriffs zu unterstützen.

Die Truppen sollen in Friedenszeiten in der Regel unter nationalem Kommando stehen, könnten dann aber im Ernstfall vom Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa (Saceur) angefordert werden. Für die Truppen würden zudem feste Zeiten für die Einsatzbereitschaft vorgegeben. Im Gespräch ist, dass manche Einheiten innerhalb von höchstens 10 Tagen verlegebereit sein müssten, andere in 30 oder 50 Tagen.

Details für den Ernstfall sollen in neuen regionalen Verteidigungsplänen festgelegt werden, die im kommenden Jahr fertig sein sollen. (sda/dpa)
13:06
USA wollen Ukraine Raketenabwehrsystem Nasams liefern
Die US-Regierung will der Ukraine einem Medienbericht zufolge ein modernes Boden-Luft-Raketenabwehrsystem zukommen lassen. Der Sender CNN berichtete am Montag, die USA wollten noch in dieser Woche bekanntgeben, dass sie das System mit der Bezeichnung Nasams der Rüstungskonzerne Kongsberg (Norwegen) und Raytheon (USA) für die Ukraine gekauft hätten. Ukrainische Regierungsvertreter hätten um die Waffe gebeten, weil sie Ziele in einer Entfernung von mehr als 100 Meilen (rund 160 Kilometer) treffen könne.

Vermutlich würden die USA in dieser Woche noch weitere militärische Unterstützung ankündigen, darunter zusätzliche Artilleriemunition und Radargeräte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert immer wieder die Lieferung von Raketenabwehrsystemen. Allein am Samstag habe Russland 62 Raketen auf die Ukraine abgefeuert, sagte er in seiner Videoansprache am Sonntagabend. Jede Verzögerung von Waffenlieferungen an die Ukraine sei eine Einladung an Russland, weiter zuzuschlagen.

Der Kreml in Moskau reagierte verhalten auf den CNN-Bericht. Noch gebe es dazu keine Mitteilung aus den USA, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland ergreife ständig Massnahmen zum Schutz seiner Interessen. (sda/dpa)
10:33
Weizenpreis fällt auf tiefsten Stand seit vier Monaten
epa10030716 Ukrainian farmers load grain of barley and wheat at a magazine after harvest in Odesa area, Southern Ukraine, 23 June 2022. The Food and Agriculture Organization (FAO) of the United Nations said in its 10 June note assessing the risks emanating from the conflict in Ukraine that 'the current war raises concerns over whether crops will be harvested. It has already led to the closures of ports and oilseed crushing operations, affecting products intended for the export markets. These are taking a toll on the country's exports of grains and vegetable oils. On 24 February Russian troops entered Ukrainian territory starting a conflict that has provoked destruction and a humanitarian crisis.  EPA/STR
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Der Preis für Weizen ist in der Nacht zu Montag auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen. Zeitweise wurde ein Scheffel (etwa 27 Kilogramm) an der Börse in Singapur für 9,26 US-Dollar gehandelt.

So niedrig war der Weizenpreis zuletzt Ende Februar, als Russland den Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen hat. Marktbeobachter verwiesen zur Begründung für den aktuellen Preisrückgang auf Meldungen aus Ägypten. Demnach plant das Land, die Weizenimporte zu senken.

Nach Angaben eines ägyptischen Regierungsvertreters will das Land den Import von Weizen um 500 000 Tonnen pro Jahr senken. Das nordafrikanische Land ist ein wichtiger Importeur für Weizen aus der Kriegsregion. Durch die Folgen des Krieges sind Lieferungen ausgeblieben und es kam zu einem starken Anstieg der Weltmarktpreise. Im Mai wurde ein Scheffel Weizen zeitweise für bis zu 12,85 Dollar gehandelt.

Russland und die Ukraine zählen zu den wichtigsten Anbauländern von Weizen weltweit. Beide Länder haben vor dem Krieg zusammen etwa ein Viertel des weltweiten Weizenhandels abgedeckt. (awp/sda/dpa)
10:08
US-Regierung: G7 verhängen weitere Strafmassnahmen gegen Moskau
Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen die USA und die anderen G7-Staaten nach Angaben der US-Regierung weitere Strafmassnahmen gegen Moskau verhängen. Die Massnahmen richteten sich unter anderem gegen militärische Produktions- und Lieferketten, teilte das Weisse Haus am Montag am Rande des G7-Gipfels in Bayern mit. (sda/dpa)
9:58
Ukraine: Russischer Kessel um Lyssytschansk verhindert
May 28, 2022, Lysychansk, Luhanska Oblast, Ukraine: A truck on fire can be seen on the bridge connecting Severodoonetsk and Lysychansk, Luhansk. As Russian troops launching the offensive from multiple directions, hoping to cut off Ukrainian supplies and reinforcements and gain full control of the Luhansk Oblast, the town of Lysychansk connecting Severodoonetsk is heavily bombarded and sieged. Lysychansk Ukraine - ZUMAs197 20220528_zaa_s197_457 Copyright: xAlexxChanxTszxYukx
Bild: imago-images
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben westlich von Lyssytschansk russische Angriffe zurückgeschlagen und damit eine Einkesselung der strategisch wichtigen Grossstadt im Osten der Ukraine verhindert.

«Nahe Werchnjokamjanka haben die Verteidigungskräfte dem Feind erhebliche Verluste zugefügt und ihn zum Rückzug gezwungen», teilte der ukrainische Generalstab am Montag in seinem Lagebericht mit. Werchnjokamjanka liegt nur wenige Kilometer westlich von Lyssytschansk an der letzten wichtigen Versorgungsstrasse für die Stadt. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen.

Lyssytschansk selbst war nach ukrainischen Angaben erneut Ziel schwerer Luft- und Artillerieangriffe. Russische Einheiten stehen im Süden bereits am Stadtrand. Mehrere Vororte sind ebenfalls unter Feuer geraten. In der Stadt sollen noch mehrere tausend ukrainische Soldaten stationiert sein.

Gekämpft wird auch etwas weiter westlich im Raum Bachmut. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Nach ukrainischen Angaben konnten hier ebenfalls Angriffe russischer Einheiten auf einen Vorort zurückgeschlagen werden. Beim russischen Vormarsch auf den Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk gibt es trotz heftiger Artilleriegefechte wenig Bewegung.

Aus dem Süden des Landes, im Gebiet Cherson, meldet der Generalstab ebenfalls russische Artillerieangriffe. Zugleich habe die Luftwaffe dort «erfolgreiche Schläge» gegen feindliche Truppenansammlungen geflogen. (sda/dpa)
9:25
Scholz warnt vor Teilung der Welt im Zuge des Ukraine-Kriegs
German Chancellor Olaf Scholz poses prior to a group photo of G7 leaders at the G7 summit at Castle Elmau in Kruen, near Garmisch-Partenkirchen, Germany, on Sunday, June 26, 2022. The Group of Seven leading economic powers are meeting in Germany for their annual gathering Sunday through Tuesday. (AP Photo/Markus Schreiber, Pool)
Bild: keystone
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat vor einer Teilung der Welt im Zuge des Ukraine-Kriegs gewarnt.

«Zunächst einmal darf man nicht in die Falle tappen, die Putin aufstellt, zu behaupten, die Welt sei geteilt in den globalen Westen (...) und alle anderen», sagte er am Montag im ZDF-«Morgenmagazin», zu dem er vom G7-Gipfel im bayerischen Elmau zugeschaltet wurde. «Demokratien gibt es in der ganzen Welt und sie haben sehr ähnliche Perspektiven.»

Deswegen habe er auch fünf Gastländer zum G7-Gipfel westlicher Wirtschaftsmächte eingeladen: Indien, Indonesien, Südafrika, Senegal und Argentinien. Die Staats- und Regierungschefs dieser Länder nehmen am Montag am Gipfel teil. Der G7 gehören Deutschland, die USA, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan an. Die Gruppe war 1975 im Zuge einer Weltwirtschaftskrise als Gruppe der stärksten Industrienationen gegründet worden, versteht sich inzwischen aber immer mehr als Wertegemeinschaft der Demokratien.

Von den fünf Gastländern des G7-Gipfels haben sich drei nicht klar zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine positioniert. Indien, Südafrika und Senegal enthielten sich Anfang März in der UN-Vollversammlung bei der Abstimmung über die Verurteilung des Kriegs.

Scholz sagte, es sei wichtig, mit diesen Ländern zu diskutieren. «Der russische Angriffskrieg hat ja Konsequenzen für die ganze Welt: Viele Länder fürchten eine Hungerkrise, viele Länder fürchten massiv steigende Energiepreise», sagte der Kanzler. «Und da muss man solidarisch zusammenstehen. Und diese Solidarität wollen wir hier auch zeigen.» (sda/dpa)
9:02
Russland am Rande des Zahlungsausfalls
epa10014443 A man walks past a currency exchange office with a screen displaying the exchange rates of Euro and U.S. Dollar to Russian Rubles in Moscow, Russia, 15 June 2022. The Russian Ruble continues to strengthen against other currencies and has reached 56,66 for the U.S. Dollar and 59,12 for the Euro.  EPA/MAXIM SHIPENKOV
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Russland steht offenbar vor dem ersten Zahlungsausfall auf Auslandsschulden seit mehr als 100 Jahren. In der Nacht auf Montag lief eine 30-Tage-Frist aus, innerhalb der fällige Zinsen auf zwei Staatsanleihen in Auslandswährung zu zahlen waren.

Es geht um insgesamt rund 100 Millionen US-Dollar. Haben die Anleger das Geld nicht erhalten, wovon angesichts scharfer Finanzsanktionen des Westens auszugehen ist, wäre es der erste Zahlungsausfall auf Auslandsschulden seit dem Jahr 1918. Der jüngere Zahlungsausfall aus dem Jahr 1998 bezog sich auf von Inländern gehaltene Schuldtitel.

Die Hintergründe des aktuellen Falls sind kompliziert und suchen ihren historischen Vergleich. Russland betont, wirtschaftlich in der Lage und auch Willens zu sein, seine Schulden zu bedienen. Dem stehen jedoch scharfe Sanktionen vornehmlich westlicher Länder entgegen, die als Reaktion auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine ergriffen wurden. Deswegen kann Moskau weder auf den Grossteil seiner Finanzreserven im westlichen Ausland zugreifen noch heimische Reserven an westliche Gläubiger weiterleiten.

Grosse Ratingagenturen, die normalerweise einen Zahlungsausfall feststellen würden, dürfen dies sanktionsbedingt derzeit nicht. Gläubigergemeinschaften, die versuchen könnten, ihre Ansprüche gegenüber Russland juristisch durchsetzen, sind bisher noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Russlands Finanzminister Anton Siluanow hatte den drohenden Zahlungsausfall in der vergangenen Woche als «Farce» bezeichnet. Jeder, der die Vorgänge verstehe, wisse, dass es sich nicht um einen Zahlungsausfall handle. (awp/sda/dpa)
8:41
Erdogan berät am Dienstag mit Schweden und Finnland zu Nato-Beitritt
Turkish President Recep Tayyip Erdogan arrives for an official welcome ceremony, in Ankara, Turkey, Wednesday, June 8, 2022. Erdogan on Thursday warned Greece to demilitarize islands in the Aegean, saying he was "not joking" with such comments. Turkey says Greece has been building a military presence on Aegean in violation of treaties that guarantee the unarmed statues of the islands. (AP Photo/Burhan Ozbilici)
Recep Tayyip Erdo?an
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Im Streit um eine Aufnahme Schwedens und Finnlands in die Nato will sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag mit den Ministerpräsidentinnen der beiden skandinavischen Länder treffen.

Das Gespräch soll am Dienstag in Madrid stattfinden, wo sich die Staats- und Regierungschefs der Militärallianz zu einem Gipfel versammeln, wie Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Sonntagabend im Sender «Habertürk» mitteilte.

Schweden und Finnland haben Mitte Mai die Aufnahme in die Nato beantragt. Die Türkei blockiert bislang einen Beitritt. Begründet wird dies mit einer angeblichen Unterstützung Finnlands und Schwedens für «Terrororganisationen» wie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der syrischen Kurdenmiliz YPG. Die Ministerpräsidentinnen aus Schweden und Finnland, Magdalena Andersson und Sanna Marin, weisen das zurück. (sda/dpa)
5:16
Ukrainische Schwarzmeerregion Odessa meldet Raketenangriffe
Bei einem Raketeneinschlag im Gebiet Odessa im Süden der Ukraine sind sechs Menschen zu Schaden gekommen. Die Rakete sei von einem russischen strategischen Bomber des Typs Tu-22 abgefeuert worden, teilte das ukrainische Wehrkommando Süd am Montag mit. Unter den Opfern ist den Behördenangaben nach auch ein Kind. Aus den Angaben geht nicht hervor, ob die betroffenen Personen verletzt oder getötet wurden.

«Wegen des Einschlags im Wohnviertel einer zivilen Siedlung sind mehrere Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern zerstört und in Brand gesetzt worden», heisst es. Die Feuerwehr ist noch bei der Brandbekämpfung.

Am Wochenende hatte die Ukraine eine deutliche Ausweitung russischer Raketenangriffe auf das Land gemeldet. Getroffen wurden eine Reihe von Regionen auch weit im Hinterland der Front - vom westukrainischen Gebiet Lwiw über Chmelnytzkyj, Schytomyr bis hin nach Tschernihiw und Kiew. Im Süden des Landes hat es unter anderem Mykolajiw und Odessa getroffen. (sda/dpa)
epa10020453 Ukrainians take part in a military training for civilians to learn the use of weapons and tactics of fighting in Odesa, southern Ukraine, 18 June 2022. Russian troops on 24 February entered Ukrainian territory, starting a conflict that has provoked fighting, destruction and a humanitarian crisis.  EPA/STR
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2:47
Von der Leyen: G20 nicht von Putin kaputt machen lassen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich gegen einen Boykott des G20-Gipfels im Herbst ausgesprochen - auch wenn Russlands Präsident Wladimir Putin am nächsten Treffen teilnehmen sollte. «Wir müssen sehr genau überlegen, ob wir die gesamte G20 lahmlegen, da plädiere ich nicht dafür», sagte von der Leyen am Sonntagabend dem ZDF-«heute journal». «Meines Erachtens ist G20 zu wichtig, auch für die Entwicklungsländer, die Schwellenländer, als dass wir uns dieses Gremium kaputt machen lassen sollten, auch wieder von Putin.» Das Interview fand am Rande des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Bayern statt.

Der nächste Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer findet Mitte November auf der indonesischen Insel Bali statt. Zu der Gruppe gehört auch Russland - eine Teilnahme Putins ist also möglich. Es sei wichtig, Putin «ins Gesicht zu sagen, was wir von ihm halten und was wir von dieser Art des Handelns halten», sagte von der Leyen mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. «Eines ist ganz klar: Es wird kein »business as usual« geben, also nicht Normalität.» (sda/dpa)
epa10035581 European Union Commission President Ursula von der Leyen listens to colleagues speaking at the 'Global Infrastructure' side event during the G7 summit at Schloss Elmau, near Garmisch-Partenkirchen, Germany, 26 June 2022. Leaders of the G7 group of nations are officially coming together under the motto: 'progress towards an equitable world' and will discuss global issues including war, climate change, hunger, poverty and health. Overshadowing this year's summit is the ongoing Russian war in Ukraine.  EPA/Sean Gallup / POOL
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2:21
Selenskyjs Appell an Belarus: Lasst Euch nicht in Krieg hineinziehen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Menschen im Nachbarland Belarus aufgerufen, sich nicht in den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hineinziehen zu lassen. «Der Kreml hat bereits alles für Sie entschieden», sagte er am Sonntag mit Blick auf Moskau in seiner abendlichen Videoansprache. «Aber Ihr seid keine Sklaven und Kanonenfutter. Ihr dürft nicht sterben.» Die Menschen sollten nicht andere für Belarus entscheiden lassen.

Am Samstag hatte sich der belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko abermals mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen. Dabei kündigte der Kremlchef die Lieferung von Raketensystemen vom Typ Iskander-M nach Belarus an, die auch mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden können. Nach jüngsten Angaben aus Kiew griffen russische Truppen die Ukraine zuletzt auch von Belarus aus an. Das Land ist ein enger Verbündeter Russlands.

«Ich weiss, dass die Menschen in Belarus uns unterstützen, nur uns, nicht den Krieg. Und deshalb will die russische Führung Sie in einen Krieg hineinziehen», sagte Selenskyj.

Zugleich forderte er mit Blick auf russische Angriffe abermals mehr Waffen. Jede Verzögerung von Waffenlieferungen an die Ukraine sei eine Einladung an Russland, weiter zuzuschlagen. «Wir brauchen eine schlagkräftige Luftverteidigung – modern, wirksam.» Es gebe bereits Vereinbarungen mit Partnern, doch die müssten sich schneller bewegen. (sda/dpa)
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0:27
Ukraine: Russland will Süden der Stadt Lyssytschansk blockieren
Nach der Einnahme der Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine durch russische Truppen gehen die Kämpfe um die Stadt Lyssytschansk weiter. Der Feind versuche verstärkt mit Unterstützung der Artillerie, die strategisch wichtige Stadt aus südlicher Richtung zu blockieren, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit. Dabei seien auch zivile und militärische Infrastruktur getroffen worden. Das liess sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland war vor vier Monaten in die Ukraine einmarschiert und hat seitdem weite Teile des Ostens und Südens des Landes erobert. Im Gebiet Luhansk kontrollieren ukrainische Truppen nur noch die Grossstadt Lyssytschansk. Auch dort sind russische Soldaten allerdings schon bis an den Stadtrand vorgedrungen. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Einnahme von Sjewjerodonezk am Samstag bekannt gegeben. Die Ukraine räumte den Verlust ebenfalls ein. (sda/dpa)
FILE - Search and rescue workers and local residents take a dead body from under the debris of a building after the Russian air raid in Lysychansk, Luhansk region, Ukraine, Thursday, June 16, 2022. (AP Photo/Efrem Lukatsky, File)
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17:44
Russland meldet fast 800 getötete ukrainische Soldaten an einem Tag
In der erbitterten Schlacht um den Osten der Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet - darunter 80 freiwillige Kämpfer aus Polen. Die «Söldner» seien durch einen Raketenangriff auf ein Zinkwerk in der Stadt Kostjantyniwka getötet worden, erklärte am Samstag das Verteidigungsministerium in Moskau. Ein Raketenangriff auf Mykolajiw im Süden habe etwa 300 Soldaten getötet, hiess es weiter aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
15:56
Toter und Verletzte bei Raketenangriffen auf Tscherkassy in Ukraine
Neben Kiew hat auch die zentralukrainische Region Tscherkassy am Sonntag russische Raketenangriffe gemeldet. Infolge des Einschlags zweier Raketen seien nahe der Gebietshauptstadt ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Tscherkassy, Ihor Taburez, mit. In sozialen Netzwerken kursierten zudem Videos von einer offenbar beschädigten Eisenbahnbrücke über den Fluss Dnipro. Die ukrainische Eisenbahn kündigte die vorübergehende Einstellung von Regionalbahnen bei Tscherkassy an.

In den frühen Morgenstunden war in Kiew unter anderem ein neunstöckiges Gebäude von einer Explosion erschüttert und teils zerstört worden. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden dabei im Bezirk Schewtschenko vier Menschen verletzt und ein Mann getötet. (sda/dpa)
13:59
Ukrainischer Aussenminister fordert von G7 härtere Russland-Sanktionen
Nach neuen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hat Aussenminister Dmytro Kuleba von den G7-Staaten härtere Sanktionen gegen Russland und zusätzliche Waffenlieferungen gefordert. Kuleba veröffentlichte am Sonntag auf Twitter ein Foto, das zeigt, wie ein Mädchen von Rettungskräften auf einer Trage transportiert wird. «Dieses sieben Jahre alte ukrainische Kind schlief friedlich in Kiew, als ein russischer Marschflugkörper sein Haus in die Luft sprengte», schrieb er dazu.

Die G7-Länder müssten darauf mit weiteren Sanktionen und mehr schweren Waffen für die Ukraine antworten, schrieb Kuleba. Noch bis Dienstag findet in Bayern ein Gipfel der sieben führenden demokratischen Industriestaaten statt, zu denen Deutschland, die USA, Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan zählen.

Infolge mehrerer Raketeneinschläge war in den frühen Morgenstunden in Kiew unter anderem ein neunstöckiges Gebäude getroffen und teils zerstört worden. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden dabei im Bezirk Schewtschenko vier Menschen verletzt, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Später sagt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko in einem «Bild»-Interview, dass der Vater des Mädchens bei dem Angriff gestorben sei.

«Es sieht danach aus, dass Russland bewusst den Start von G7 auf perfide Weise für einen Raketenschlag nutzen wollte», meinte Klitschko. «Die Welt muss endlich verstehen, dass dieser Krieg nur dann beendet werden kann, wenn die Ukraine genügend militärische Unterstützung bekommt, um sich zu verteidigen.» (sda/dpa)
Dmytro Kuleba, Minister of Foreign Affairs of Ukraine gestures as he attends a seesion at the 51st annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, on Wednesday, May 25, 2022. The forum has been postponed due to the Covid-19 outbreak and was rescheduled to early summer. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos under the topic "History at a Turning Point: Government Policies and Business Strategies" from 22 - 26 May 2022. (Laurent Gillieron/Keystone via AP)
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Ukraines Aussenminister Dmytro Kuleba
13:26
Preisdeckel für russisches Öl: EU erwartet beim G7-Gipfel Feinschliff
Die US-Vorschläge zur Durchsetzung einer Preisobergrenze für russisches Öl sind aus Sicht der EU noch nicht hundertprozentig überzeugend. «Wir wollen noch mehr in die Details gehen. Wir wollen einen Feinschliff», sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag kurz vor Beratungen zum Thema beim G7-Gipfel in Elmau. Ziel sei es sicherzustellen, dass alle 27 EU-Staaten ein solches Projekt unterstützen könnten.

Nach Angaben von Michel braucht es unter anderem eine klare Vorstellung über die direkten Auswirkungen und mögliche Nebenwirkungen des geplanten Mechanismus für eine Preisgrenze. Demnach muss klar sein, dass dieser Russland wirklich trifft und nicht nur dafür sorgt, dass die Situation für die EU noch schwieriger und komplexer wird. Auf die Frage, ob es beim G7-Treffen eine Einigung geben könnte, sagte Michel: «Ich bin vorsichtig.»

Der Vorschlag der USA sieht vor, Russland dazu zu zwingen, Öl künftig für einen deutlich niedrigeren Preis an grosse Abnehmer wie Indien zu verkaufen. Dies könnte funktionieren, indem der Westen Dienstleistungen wie Versicherungen für Öltransporte an die Einhaltung des Preisdeckels knüpft. Mit der Obergrenze soll einerseits dafür gesorgt werden, dass Russland nicht länger von Preisanstiegen auf dem Energiemarkt profitiert. Anderseits soll sie weltweit zu einer Entspannung auf den Ölmarkten beitragen. Nicht nur in der EU, sondern auch in den USA sind die hohen Spritpreise derzeit ein grosses Thema. (sda/dpa)
epa10032016 European Council President Charles Michel  during a press conference at the end of the second day of  EU Summit in Brussels, Belgium, 24 June 2022. The latest developments concerning cost-of-living, raging inflation and energy war waged by Russia are topping the agenda when EU member states leaders meet for a European Council meeting.  EPA/OLIVIER HOSLET
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Charles Michel
13:17
Papst fordert Gebet für Ukraine
Papst Franziskus hat die Menschen aufgefordert, die Leute in der vom russischen Angriffskrieg betroffenen Ukraine nicht zu vergessen. «Dort in der Ukraine geht der Beschuss weiter, der Tote, Zerstörung und Leid für das Volk verursacht», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag zum Abschluss des Weltfamilientreffens beim traditionellen Mittagsgebet in Rom. «Bitte, vergessen wir dieses vom Krieg betrübte Volk nicht», forderte der 85-Jährige.
FILE - Pope Francis arrives to attend his weekly general audience in St. Peter's Square at the Vatican, Wednesday, June 22, 2022. The Vatican newspaper is starting a new monthly edition dedicated to the poor and people on the margins, aimed at not only telling their stories but involving them in the paper's production and distribution, the Vatican said Friday, June 24, 2022. (AP Photo/Andrew Medichini, File)
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12:42
EU dürfte Pläne für Gold-Importverbot gegen Russland unterstützen
Die Europäische Union wird sich den Plänen für ein Importverbot für russisches Gold voraussichtlich anschliessen. Er sei zuversichtlich, das sich der russische Goldsektor so ins Visier nehmen lasse, dass man nicht selbst zum Opfer negativer Auswirkungen werde, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntag beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau. «Wir wollen auf die russische Finanzierung des Krieges abzielen», sagte Michel.

Die G7-Staaten wollen nach Angaben von US-Präsident Joe Biden ein Importverbot für russisches Gold verkünden. Damit würden Russland Dutzende Milliarden Dollar Einnahmen aus diesem wichtigen Exportgut wegbrechen, teilte Biden auf Twitter mit.

«Es ist wichtig, dass wir umsetzen, was wir beschlossen haben», sagte Michel unter Verweis auf bisherige westliche Sanktionen gegen Russland wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine. Was Gold angehe, so sei man bereit, sich die Pläne im Detail anzuschauen. Er wolle Abstimmungen dazu zwischen den EU-Staaten vorantreiben.

Biden schrieb: «Die Vereinigten Staaten haben Putin beispiellose Kosten auferlegt, um ihm die Einnahmen zu entziehen, die er zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine benötigt.» Ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter sagte am Sonntag in einer Telefonschalte mit Journalisten, die G7-Staaten würden den Importstopp offiziell am Dienstag verkünden, dem letzten Tag des Gipfels auf Schloss Elmau. «Damit wird Russland weiter von der Weltwirtschaft isoliert.» Gold sei für Russland nach Energie das zweitwichtigste Exportgut.

Die britische Regierung verkündete am Sonntag in einer Mitteilung, weitere russische Gold-Importe nach Grossbritannien, Kanada, die USA und Japan seien künftig nicht mehr erlaubt dank neuer Sanktionen, die beim G7-Gipfel beschlossen werden sollten. Im vergangenen Jahr habe Russland Gold im Wert von 12,6 Milliarden britischen Pfund exportiert – das entspricht ungefähr 14,6 Milliarden Euro. Das Regime des russischen Präsidenten Wladimir Putin müsse «ausgehungert» werden, erklärte der britische Premier Boris Johnson laut Mitteilung. (sda/dpa)
12:07
Zoll erstattet 18 Anzeigen wegen möglicher Sanktionsverletzungen
In 18 Fällen hat das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine Anzeige erstattet beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Dabei geht es um mögliche Sanktionsverletzungen.

Der Zoll habe in 144 Fällen Güter vor der Warenfreigabe einer sogenannten Expertise unterzogen, teilte das BAZG am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Es bestätigte damit einen Bericht in der «Sonntagszeitung». In 18 Fällen sei eine Anzeige erfolgt.

Am Freitag war bekannt geworden, dass im Mai drei Tonnen Gold mit Herkunftsbezeichnung Russland im Wert von 194 Millionen Franken aus Grossbritannien in die Schweiz importiert worden waren. Für Gold, das nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in russischen Raffinerien hergestellt wurde, gilt in der Schweiz ein Handelsverbot.

Wer das russische Gold in die Schweiz eingeführt hat, ist nicht bekannt. Denn aus rechtlichen Gründen dürften keine Angaben zu den Importeuren des Goldes gemacht werden, hiess es beim BAZG. Es überprüfe jedoch die betroffenen Einfuhren. (sda)
Bild: sda
10:05
Russlands Verteidigungsminister besucht Truppen in Ukraine
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in der Ukraine kämpfende russische Soldaten besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Sonntag ein Video, in dem zu sehen ist, wie Schoigu in dunkelgrüner Militärkleidung aus einem Flugzeug steigt und sich dann mit Militärs bespricht. Der Minister habe die Lage inspiziert und sich «Berichte der Kommandeure die über die aktuelle Situation und die Handlungen der russischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten angehört», heisst es in einer angehängten Mitteilung.

Zudem habe er einzelne Soldaten für ihren Einsatz in der «militärischen Spezialoperation», wie der Krieg gegen die Ukraine in Russland offiziell genannt wird, mit Orden ausgezeichnet. Wo genau in der Ukraine Schoigu sich aufhielt, wurde nicht mitgeteilt.

Russland, das das Nachbarland vor mehr als vier Monaten überfallen hat, konzentriert seine Angriffe derzeit auf die östlichen Gebiete Luhansk und Donezk. Nach dem Rückzug der ukrainischen Armee aus der in Luhansk gelegenen Grossstadt Sjewjerodonezk steht das Gebiet mittlerweile grösstenteils unter russischer Kontrolle. (sda/dpa)
epa10025439 Russian Defence Minister Sergei Shoigu attends a meeting of Russian President Vladimir Putin with graduates of the Russian military schools during a meeting at the Kremlin in Moscow, Russia, 21 June 2022.  EPA/MIKHAIL METZEL / KREMLIN POOL / SPUTNIK / MANDATORY CREDIT
Bild: keystone
6:24
Erstmals seit drei Wochen wieder Raketen auf Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist von Russland erstmals seit drei Wochen wieder mit Raketen angegriffen worden. Am frühen Sonntagmorgen gab es in der Millionen-Metropole mehrere Explosionen. Eine Rakete habe ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, schrieb Anton Heraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, im Nachrichtendienst Telegram. Eine weitere Rakete sei auf dem Gelände eines Kindergartens im Bezirk Schewtschenko eingeschlagen. Dort hielten sich zu diesem Zeitpunkt keine Kinder auf.

In dem Wohnhaus wurden nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens vier Menschen verletzt. Aus den Trümmern wurden demnach auch ein sieben Jahre altes Mädchen und seine Mutter geborgen. Der Abgeordnete Olexij Hontscharenko berichtete, insgesamt hätten russische Truppen in den Morgenstunden 14 Raketen auf Kiew und Umgebung abgefeuert. Bereits am Samstag hatte es einen Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny gegeben, bei dem Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen getötet wurden.

Russland führt seit mehr als vier Monaten Krieg gegen die Ukraine. Mittlerweile konzentrieren sich die russischen Truppen auf Kämpfe im Osten des Nachbarlandes. Auf Kiew gab es zuletzt nur vereinzelt Angriffe. Zuletzt schlugen Anfang Juni mehrere Raketen in Kiewer Stadtbezirken und Vororten ein. (sda/dpa)
3:56
Mindestens drei Tote bei Angriff in westukrainischer Stadt
Bei einem Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Vier weitere wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Es seien eine Autowaschanlage und eine Werkstatt getroffen worden, teilte der zuständige Chef der Militärverwaltung am Samstagabend der Nachrichtenagentur Unian zufolge mit. Er machte Russland dafür verantwortlich. Das liess sich nicht überprüfen. Unter den Trümmern könnten noch weitere Opfer liegen. Von den russischen Angriffen ist seit Beginn des Krieges am 24. Februar überwiegend der Osten der Ukraine betroffen gewesen. (sda/dpa)
epa09908480 Woman cry during a funeral ceremony of Yurii Krasnozhon, who was killed in basement of postal office where he was inprisoned by Russian soldiers together with other several men, at the cemetery of Peremoha village of Kyiv area, Ukraine, 25 April 2022. The UN Human Rights Council has decided to launch an investigation into the violations committed after Russia's full-scale invasion of Ukraine as Ukrainian Parliament reported, as more than 700 bodies of killed civilian people were carried for exhumation and expert examination, after Ukrainian army recaptured areas around Kyiv.  EPA/OLEG PETRASYUK
Bild: keystone
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg

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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw

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