Luftfahrt
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Dieser Amateurfilm zeigt das Cockpit eines Airbus A321 während eines anderen Fluges. video: youtube

Wegen Computerpanne: Lufthansa-Airbus rauschte mit 1000 Metern pro Minute in die Tiefe

Irregeleitete Bordcomputer haben nach «Spiegel»-Informationen einen Lufthansa-Airbus in einen steilen Sinkflug gezwungen. Nur dank der Geistesgegenwart des Piloten konnte das Flugzeug wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Beinahe wäre ein Airbus A321 der Lufthansa mit 109 Passagieren auf dem Flug von Bilbao nach München abgestürzt –– irregeleitete Bordcomputer hatten die Kontrolle übernommen.

Auslöser des Zwischenfalls am 5. November letzten Jahres waren Sensoren, die während des Steigflugs nach dem Start vereisten und das Computersystem des Flugzeugs mit falschen Daten fütterten. Daraufhin leiteten die Rechner einen steilen Sinkflug ein; die Maschine rauschte mit 1000 Metern pro Minute in die Tiefe.

Minutenlang konnten die Piloten den Absturz mit eigenen Steuerimpulsen nicht stoppen. Erst durch Abschalten der Bordcomputer gelang es der Crew, das Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bekommen und sicher in München zu landen.

«Weniger geschulte Piloten wären auf diese Idee vermutlich nicht gekommen.»

«Zum Glück kannte sich der Kapitän in der komplexen Systemarchitektur aus», sagte der Informatiker Peter Ladkin von der Universität Bielefeld dem «Spiegel»: «Weniger geschulte Piloten wären auf diese Idee vermutlich nicht gekommen.»

Mehr als ein Dutzend Fälle

Nach Informationen des «Spiegel» gibt es allein bei der Lufthansa mehr als ein Dutzend Fälle von vereisten oder blockierten Sensoren. Airbus hat Lufthansa den Austausch der Instrumente gegen die eines anderen Herstellers angeboten. Allerdings scheinen diese Sensoren ähnlich anfällig zu sein.

Dem Beinahe-Absturz des Fluges LH 1829 von Bilbao nach München widmet sich jetzt ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig, der in diesen Tagen erscheint.

Airbus hat die Software für die Flugcomputer aktualisiert und eine Notanweisung an Piloten und Wartungspersonal herausgegeben. Die Aufsichtsbehörden seien mit den Massnahmen einverstanden, erklärte der Konzern gegenüber dem «Spiegel».



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    Alle Leser-Kommentare
  • Kraub 21.03.2015 13:48
    Highlight Highlight Ich finde das Bild super. Ein startendes/landendes Flugzeug und dann das Bild einfach um ein paar Grad drehen. Fast wie im Blick: hauptsache Schlagzeile.
  • tabernac 21.03.2015 11:50
    Highlight Highlight Herrlich... kaum 15 Grad draussen beginnt bei Watson schon das Sommerlochniveau a la Blick! Im Sinkflug mit 60Km/h merkt nicht mal der Fluggast mit Flugangst. :0)
  • faio1449 20.03.2015 20:38
    Highlight Highlight Es ist Basiswissen, dass man bei falschen Computerdaten den Autopiot SOFORT ausschalten muss bevor man an irgend etwas anderes denkt !
    • 's all good, man! 20.03.2015 23:20
      Highlight Highlight Es ging offenbar darum, die Computersysteme ganz herunter zu fahren und nicht nur den Autopiloten auszuschalten. Das ist natürlich nicht dasselbe.
  • Eric Jacques 20.03.2015 19:34
    Highlight Highlight Jeder Pilot weiß doch heutzutage, dass wenn das Flugzeug falsch reagiert ein Computerproblem vorliegt und auf manuell umgeschaltet werden muss.
  • JayAge 20.03.2015 18:32
    Highlight Highlight 1000 Meter pro Minute klingt natürlich spektakulärer als 60 km/h :P

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