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epa06525002 The Oxfam logo at a store in London, Britain, 14 February 2018. UK charity has admitted that several of their aid workers have been using sex workers while working in Haiti in 2011.  EPA/ANDY RAIN

Negativschlagzeilen für die britische Hilfsorganisation Oxfam. Bild: EPA/EPA

Nach Sex-Skandal um Orgien mit Prostituierten: Oxfam muss Millionen einsparen



Die Hilfsorganisation Oxfam Grossbritannien bekommt den Skandal um sexuelles Fehlverhalten von Mitarbeitern auch finanziell zu spüren: 16 Millionen Pfund (21.1 Millionen Franken) müssen eingespart werden und das zum Nachteil Bedürftiger.

Wegen des «empörenden Verhaltens einiger früherer Mitarbeiter in Haiti» habe die Organisation «jetzt weniger Geld, um Bedürftige mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu versorgen», hiess es am Samstag in einer Erklärung. In der Zentrale müssten Stellen gekürzt werden, «damit wir den Grossteil unserer Arbeit vor Ort fortsetzen können», teilte der britische Zweig der weltweit agierenden Organisation weiter mit.

Im Februar war bekannt geworfen, dass Oxfam-Mitarbeiter in Haiti und im Tschad Sexorgien mit Prostituierten abgehalten hatten. Im Südsudan soll es zudem Fälle von Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigungen gegeben haben. Daraufhin hatten zahlreiche Spender ihre Zahlungen an die Hilfsorganisation eingestellt.

Im vergangenen Monat hatte der britische Oxfam-Chef Mark Goldring als Konsequenz aus dem Skandal seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Oxfam-Vizechefin Penny Lawrence war bereits nach Bekanntwerden des Skandals zurückgetreten. Die Hilfsorganisation stellte mittlerweile einen Aktionsplan vor, um sexuelle Belästigung und Missbrauch zu bekämpfen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hierundjetzt 16.06.2018 17:33
    Highlight Highlight Das geht seit Jahren schon so. Es kam jetzt einfach aus, das ist der Unterschied. Ist ja nicht so, dass über 2 Kontinente hinweg (!) "plötzlich und spontan" Mitarbeitende Sex gegen Nahrungsmittel praktizierten. Man fühlte sich einfach sicher vor Sanktionen.

    Wie beim UNHCR, deren Mitarbeiter Analverkehr mit Kindern gegen Nahrungsmittel praktizierten (und *nur* der Whistleblower fristlosen erhielt) oder die Rote Kreuz Bauholz-Hilfslieferung ins Erdbebengebiet Nepal, die die SRK Mitarbeiter dann nach Indien verkauften (siehe Tagi), es passiert nie etwas, weil zuviel vom NGO System abhängen.
    • The Destiny // Team Telegram 16.06.2018 18:23
      Highlight Highlight Ist eben ein NGO und nicht ein NPO.

      Auch gegen NGOs kann man etwas machen, man verbietet sie ganz einfach aufgrund gewisser Praktiken, oder stellt sie an den Rand und gibt Ihnen einen Papierberg.
    • Hierundjetzt 16.06.2018 20:58
      Highlight Highlight Leider nein. Die Rechtspersönlichkeit ist dieselbe: es sind Vereine mit eingeschränkter Revision ohne Profitstreben.

      Non Governement Oranisation (NGO) ist daselbe wie Non Profit Organisation (NPO. Ansonsten müsste es eine AG sein.

      Bsp.: Das Rote Kreuz mit seinen Töchtern IKRK, REGA, Samariter oder Blutspende sind Vereine mit fixen rechtlichen Abhängigkeiten untereinander. Und ja, auch das Dach, die Föderation aller weltweiten RK, Gesellschaften (Umsatz RK CHF 85 Mrd, 250‘000 Festangestellte!) ist ein Verein. Wie FIFA, IOC, HEKS, Swissaid etc.

      Anders der 2 Hauptsitz der UNO in Genf.
    • The Destiny // Team Telegram 17.06.2018 00:11
      Highlight Highlight Es kann sein dass in unserer Rechssprechung dem so ist, aber es scheint nicht überall so gehandhabt zu werden.

      "An NGO can be registered by the following methods, i.e. as a Trust under Public Trust Act, or as a Society as a Societies Registration Act, 1860 or as a non-profit company under the Companies Act, 1956. On the other hand, an NPO is incorporated as a company under section 8 of the Companies Act, 1956."


      https://keydifferences.com/difference-between-ngo-and-npo.html

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